Wikiasearch - Die neue Google-Alternative
Wikiasearch, die neue Google-Alternative geht am 07. Januar online. Bei Wikiasearch handelt es sich um eine freie Suchmaschine, die vom Open-Source-Gedanken getragen wird. Hinter der Entwicklerfirma Wikia steckt der in Internetkreise bestens bekannte Jimmy Wales. Na, klingelts? Jimmy Wales ist Gründer von Wikipedia und war von 2003 bis 2006 Vorsitzender der Wikimedia Foundation. Seit dem ersten Quartal 2007 arbeitet er an der Google-Alternative Wikiasearch. Der grundlegende Unterschied zu allen bisherigen Suchmaschinen liegt darin begründet, dass bei dieser neuen Suchmaschine auf die aktive Mitwirkung der User gesetzt wird. In der Praxis bedeutet dies, dass Bewertungen von Usern in das Ranking einfließen und so die Suchergebnisse verbessern sollen.
Wikiasearch setzt bei der Suchtechnologie auf Open-Source-Komponenten wie Nutch, Lucene und verschiedene andere Projekte, die es erlauben eine vollkommen neue Art von Suchmaschine zu realisieren, bei der primär menschliche Intelligenz zum tragen kommt. Damit erhoffen sich die Macher hinter Wikiasearch bessere Suchergebnisse, da der Mensch gerade in derartigen Bereich nur schwer durch künstliche Intelligenz zu ersetzen ist bzw. Suchergebnisse, die von Algorithmen berechnet werden leichter manipuliert werden können.
Interessant im Zusammenhang mit dieser Suchtechnologie ist die Tatsache, dass unter anderem Amazon als Geldgeber hinter Wikimedia steht.
Mit dem ersten Indizierungsvorgang möchte Wikiasearch erstmals rund 35 Mio. URLs erfassen. Für diesen Vorgang wurden Webseiten von der Community hinter der Suchmaschine in unterschiedliche Klassen eingeteilt, wobei darauf geachtet wurde, dass mit der ersten Indizierung Webseiten erfasst werden, die als besonders wichtig eingestuft werden. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Ergebnisse von Beginn an aus möglichst „vertrauenswürdigen“ Quellen stammen.
Die Liste der URLs wurde in drei Gruppen unterteilt, die man sich als Top-10, Top-50 (d.h. 40 zusätzliche Seiten) und Top-100 (nochmals zusätzliche 50 Seiten) vorstellen kann. Diese Klassifizierung bedeutet nicht, dass die Top-Ergebnisse zwingend aus der Top-10-Liste stammen müssen, vielmehr handelt sich hier lediglich um eine grobe Priorisierung.
Die Suchergebnisse sollten dabei primär von Webseiten mit grundsätzlich nützlichen und einzigartigen Inhalten stammen. Ergänzt werden die Ergebnisse dann noch durch Verzeichnisse, die über vernünftige Links verfügen, sowie diverse andere Quellen.
Zum besseren Verständnis nachfolgend noch das Klassifizierungssystem von Wikiasearch mit einigen Beispielen für den initialen Crawling-Vorgang:
Class I (Top-10)
• en.wikipedia.org – sehr gute Datenbasis für den Start mit mehr als 2 Mio. Artikelseiten
• www.youtube.com
• www.bbc.co.uk
• www.cnn.com
• www.flickr.com
• www.imdb.com
• www.forbes.com
• www.ebay.com
• www.amazon.com (weil Amazon als Geldgeber mit an Bord ist? :-))
Class II (Top-50)
• www.mahalo.com
• www.blogger.com
• *.microsoft.com
• *.apple.com
• www.bl.uk
Class III (Top-100)
• www.wikia.com
• www.photo.net
• www.slashdot.org
• www.gutenberg.org
• www.sourceforge.net
• www.usa.gov
• www.loc.gov
Verzeichnissen mit guten externen Links
• dir.yahoo.com
• www.dmoz.org
• del.icio.us
• www.simpy.com
• www.stpt.com
Seiten mit User-Driven-Content und vielen Links
• www.myspace.com
• del.icio.us
• www.digg.com
• www.stumbleupon.com
• www.furl.net
Blogs
• www.wordpress.com
• www.blogspot.com
• www.typepad.com
Andere
Die aktuelle Liste findet man unter http://search.wikia.com/wiki/Whitelist.
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am 4 January, 2008 um 11:02
“bessere Suchergebnisse, da der Mensch gerade in derartigen Bereich nur schwer durch künstliche Intelligenz zu ersetzen ist” gerade das muss sich erst noch bewahrheiten. Gerade in nicht populären Fach- und Nischenbereiche sehe ich da eine gewisse Problematik. Noch fehlt mir das “Killer-Feature” aber ich lasse mich gerne überraschen.
am 6 January, 2008 um 13:17
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