Web-Seiten, Internet-Anwendungen, Suchmaschinenoptimierung: den richtigen Partner finden
Je größer und vielfältiger die Möglichkeiten im Internet und mit den Online-Medien werden, desto größer und undurchschaubarer wird auch die Masse derjenigen, die angeben, sich da auszukennen und der ideale Partner für Unternehmen zu sein, die in Web mitmischen möchten.
Aber wo viel Licht ist, gibt es leider auch einigen Schatten. Und so gibt es immer mal wieder Meldungen über Internet-Seiten, die von den Suchmaschinen abgestraft wurden, weil betrügerische Methoden zur Verbesserung der Position ergriffen wurden. Dies ist nur ein Beispiel, denn wer hängt schon das gescheiterte oder finanziell aus dem Ruder gelaufene Projekt an die große Glocke?
Größere Unternehmen verfügen ja meist über eine eigene PR- oder Marketing-Abteilung. Aber tiefgehende Kenntnisse der Online-Medien sind da leider meist nicht inbegriffen – können sie auch nicht, denn Online-Marketing stand bis vor einigen Jahren überhaupt nicht in den Lehrplänen und findet auch heute nur sehr zögerlich und begrenzt Einzug in Hörsäle und Klassenräume. Außerdem ist dieses Thema so sehr in Bewegung, dass sich die seriösen Experten täglich viele Informationen aus internationalen sichten, aufnehmen und verarbeiten müssen, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Ein Experte muss es also sein, soviel steht fest. Aber wie gelingt es nun den Marketing-Leitern und den Führungskräften in kleineren Unternehmen, die Marketing-Aufgaben in Personalunion wahrnehmen, den passenden Dienstleister für ihre Online-Aufgaben zu finden?
Dieser Beitrag soll ein paar Anhaltspunkte und Kriterien liefern, die bei der Auswahl herangezogen werden können:
Internet-Auftritt
Wer einen Dienstleister für das Internet sucht, wird sich sicher auch zuerst dort informieren. Auch wenn es oft heißt „Der Schuster hat selbst die schlechtesten Schuhe“ sollte ein Online-Dienstleister einen ansprechenden, informativen Internet-Auftritt aufweisen, aus dem zumindest erste Hinweise zu den noch folgenden Punkten hervorgehen.
Fachwissen
Wie gewinnt und teilt der Dienstleister sein Fachwissen? Und engagiert er sich merklich für die Fachthemen seiner Branche? Wer einen (seriösen) Blog betreibt, zeigt, dass er sich ständig mit dem Thema auseinandersetzt, viele Nachrichten aufnimmt und die besten davon weiterverarbeitet und zur Verfügung stellt. Wer Fachartikel publiziert oder ein umfangreiches Glossar führt, versteht sein „Handwerk“.
Referenzen
Welche Referenzen kann der Dienstleister vorweisen? Hier kann zwar schlecht pauschalisiert werden, aber man kann doch davon ausgehen, dass man einem Unternehmen vertrauen kann, wenn dies nachweislich auch bekannte Namen tun. Auch eine langjährige Geschäftsbeziehung kann als Zeichen für Qualität gewertet werden. Sicher kann es auch zeitlich begrenzte Projekte geben. Wer aber die Online-Medien optimal nutzen will, muss dauerhaft am Ball bleiben, am besten immer mit dem gleichen bewährten Partner. Ideal ist es natürlich, wenn der Dienstleister bereits ein vergleichbares Projekt erfolgreich abgeschlossen hat.
Nach dem Sammeln und Sichten von Informationen kommt dann irgendwann der Punkt, an dem der direkte Kontakt mit einer Auswahl an Dienstleistern gesucht wird.
Beratung und In-House-Know-How
Jeder Kunde ist einzigartig, jedes Projekt ist speziell und erfordert eine individuelle Behandlung. Ein guter Dienstleister hört seinen Interessenten an, fragt ihn nach Vorstellungen und Wünschen und skizziert ein individuelles Vorgehen. Vorsicht ist angeraten, wenn der Erstkontakt in einem größeren Kreis stattfindet und überwiegend standardisierte Inhalte, die auf jeden und alles passen sollen, angeboten werden.
Werden alle Fragen ernsthaft und realistisch beantwortet? Und wird vielleicht bei speziellen Fragen ein Spezialist hinzugezogen? Wem nach dem Gespräch der Kopf schwirrt, wer viel gehört, aber nichts wirklich erfahren hat, sollte nicht so sehr an seinen Fähigkeiten, sondern eher an denen des Dienstleisters zweifeln. Wurde von Geheimnissen und Sensationen gesprochen? Von so etwas sollte man sich nicht blenden lassen, sondern erst recht einmal „hinter die Fassade“ schauen. Statussymbole haben noch kein Projekt erfolgreich gemacht, „Hirn und Schweiß“ sind da viel hilfreicher, auch wenn es sich nicht so gut anhört.
Konzept
Haben Sie Größeres in Internet vor, sei es ein neuer Internet-Auftritt mit mehr als einer Handvoll Seiten oder sogar eine Internet-Anwendung mit komplexen Funktionalitäten, muss zunächst ein Konzept erstellt werden. Sicher kann man nach ein paar Gesprächen eine Web-Site oder -Anwendung bauen, aber mit den ursprünglichen Vorstellungen des Interessenten wird das nicht viel gemeinsam haben.
Dazu kommt, dass eine seriöse Zeitplanung oder eine Kostenkalkulation einfach nicht aus dem „hohlen Bauch“ möglich sind. Für Software-Projekte gilt die Regel, dass die Korrektur dessen, was man am Anfang versäumt oder falsch macht, am Ende ein Vielfaches kostet. Auch wenn vielleicht im ersten Moment der Eindruck entsteht, dass diese Konzeptphase das Projekt unnötig aufbläht oder verzögert: Das Gegenteil ist der Fall. Mit der Abnahme des Konzepts haben beide Seiten eine genaue Vorstellung vom Ergebnis, eine solide Grundlage für die Vertragsgestaltung und eine unbestechliche Messlatte für die Abnahme. Und damit kann der Programmierer auch gleich anfangen.
White-Hat-Methoden
Wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht, sollte man den Dienstleister bevorzugen, der zwischen White- und Black-Hat-Methoden unterscheiden kann und uneingeschränkt zusichert, nur erstere zu verwenden. Wenn der Dienstleister auch gleich von Anfang an zu bedenken gibt, dass die Suchmaschinenoptimierung eine Aufgabe ist, die kontinuierlich betrieben werden muss, und keine Erfolge über Nacht möglich sind, entspricht das sowohl der Realität als auch einem guten Geschäftsgebahren. Auch wenn es ein Außenstehender nicht so leicht glauben mag: Bei der Suchmaschinenoptimierung ist derjenige der Seriöse, der sich nicht dazu verleiten lässt, eine konkrete Position in den Ergebnissen der Suchmaschinen zuzusagen.
Kontrolle
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Qualität und Erfolg im Internet zu messen. So lässt sich mit einem frei verfügbaren Tool feststellen, ob Web-Seiten fehlerfrei programmiert sind. Und es gibt natürlich auch Tools, um den Erfolg der Seiten zu ermitteln. Wer sich seiner Sache sicher ist, wird diese Prüfungen von selbst vorschlagen.
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