Was haben SEO und Sport gemeinsam?
Um es vorwegzunehmen: Einiges!
Dave Zuls vom Search Engine Journal dieses Thema jüngst aufgegriffen. Und da der Vergleich so eingängig ist und viele weitere Erklärungen überflüssig machen sollte, möchte ich ihn einem noch breiteren Publikum zugänglich machen:
Ein Mal ist kein Mal…
Wer sich einmal sportlich betätigt, dem ist sicher klar, dass er dadurch keine Fitness für die nächsten Jahre erwarten kann. Um fit zu werden und zu bleiben, muss man regelmäßig und dauerhaft trainieren. Und genauso ist es mit der Suchmaschinenoptimierung. Wenn Sie ein oder zwei Sachen auf Ihren Seiten ändern, werden Sie in den Suchergebnissen nicht nach oben schießen und für immer dort bleiben. Sie müssen auf Dauer neue Inhalte und Links erstellen.
Ohne Fleiß kein Preis…
Wer sich zum ersten Mal mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, möchte das Ganze erstmal testen, bevor er sich für eine längerfristige Kampagne entscheidet. Er fragt: „Wie sieht das kleinstmögliche SEO-Projekt aus, das wir zu Testzwecken aufsetzen können?“ Und er will dann den Erfolg dieses kleinen SEO-Projekts messen und daraus den Erfolg eines größeren Projekts ableiten.
Genauso könnten Sie Ihren Trainer fragen: „Welches Minimal-Trainings- und Ernährungsprogramm muss ich durchführen, um festzustellen, ob es funktioniert?“
So einfach geht es leider nicht, denn manchmal bauen die Ergebnisse aufeinander auf. Das zeigen der Pareto-Effekt, demzufolge die Reichen immer reicher werden und der Mathew-Effekt, demzufolge Prominente einen unverhältnismäßig großen Anteil an Aufmerksamkeit erhalten.
Manche, die das absolute Minimalprogramm absolviert haben und enttäuscht waren, dass nichts passiert ist, sagen ja sogar, dass SEO Abzocke und Geldverschwendung ist.
Geld zum Fenster herauswerfen…
Wer viel Geld für ein Fitness-Studio und einen Fitnesstrainer ausgibt, dann aber nie hingeht oder nicht durchhält, hat dieses Geld wirklich zum Fenster rausgeworfen.
Das gleiche gilt für SEO. Einer der häufigsten Gründe für den Misserfolg von SEO-Projekten liegt darin, dass sich der Kunde nicht an die Empfehlung seines SEO-Beraters hält, den er teuer bezahlt hat.
Die Konkurrenz einholen – mitunter unmöglich…
Angenommen, sie gehen zu einem Fitnesstrainier mit dem Bild einer muskulösen Person und fragen: “Was muss ich tun, um genauso auszusehen?” Wenn der Trainer sagt, die Person auf dem Bild schaut so aus, als hätte sie mindestens 2 Jahre trainiert, dann müssen Sie vermutlich auch 2 Jahre trainieren, um die gleiche körperliche Verfassung zu erreichen. Nach diesen 2 Jahren sehen Sie so aus wie diese Person auf dem 2 Jahre alten Bild, die aber im echten Leben noch immer stärker als Sie ist! Sie waren 2 Jahre fleißig, aber…das war der Konkurrent auch, denn der ist nun schon seit 4 Jahren aktiv, und Sie erst seit 2.
Und wieder gilt das Gleiche für SEO: Wenn Ihr Mitbewerb kontinuierlich verlinkenswerte Inhalte produziert und diese energisch vermarktet, wird es Ihnen schwerfallen, hier aufzuholen.
Anabolika-Doping…
Doping mit Anabolika kann die Leistung eines Sportlers deutlich steigern und ihm helfen, sein Leistungsziel schneller zu erreichen. Die meisten sind dennoch der Überzeugung, dass Doping KEINE langfristige Lösung für ein gesundes Leben und körperliche Fitness ist. Wenn die Konkurrenz Anabolika einnimmt, ist die Versuchung, dies auch zu tun, groß. Man sollte aber die Risiken und Nebenwirkungen berücksichtigen.
Das Pendant zum Anabolika-Doping können bei SEO unnatürliche Verlinkungen oder irgendwelche Black oder Gray Hat-Techniken sein, die gerade populär sind. In der SEO gibt es jede Menge Tricks und Techniken, die mal ganz gut funktioniert haben, aber nun nicht mehr die erwünschte Wirkung haben oder sogar von den Suchmaschinen bestraft werden. Kurzfristig können Ihnen solche Praktiken helfen, aber Sie sollten die Risiken nicht aus den Augen verlieren.
Muskeln bauen sich ohne Training ab…
Wie groß Ihre Trainingserfolge auch immer gewesen sein mögen, sie verschwinden, wenn Sie trainingsfaul werden.
Das gleiche gilt für SEO: Nochmal: Einmal ist keinmal. Sie haben keinen Anspruch auf eine Top-Position in den Suchergebnissen. Wenn Ihre Webseite nicht besser wird, wird sie schlechter. Wenn Ihr Mitbewerb hart arbeitet, kann er Ihnen alles außer Ihrem Markennamen streitig machen, wenn Sie nachlässig sind oder sich auf Ihren Lorbeeren ausruhen.
Quelle: Search Engine Journal
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