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Social Shopping oder Shopping 2.0

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 17 March, 2008

Wer das Prinzip des Social Bookmarking verstanden hat, weiss auch gleich, was unter Social Shopping zu verstehen ist - jedenfalls von der Grundidee her. Beim Social Shopping geht es aber noch ein bisschen weiter, denn Produkte sind ja noch etwas vielfältiger als Links auf Webseiten.

Der Grundgedanke des Social Shopping ist, die Erfahrungen der großen Web-Community für eigene Einkäufe auszunutzen. Wer also verzweifelt nach einem originellen Geburtstagsgeschenk sucht, lässt sich einfach von den Lieblingsprodukten anderer inspirieren. Wer ein bestimmtes Produkt kaufen möchte, aber nicht sicher ist, ob es wirklich den Erwartungen entspricht, liest die Bewertungen der bisherigen Käufer und bildet sich dann erneut sein Urteil. Und wer etwas zu einem Produkt sagen kann, stellt seine Erfahrungen natürlich andersherum auch zur Verfügung. Wer keine Massenware, sondern Unikate kaufen möchte, kann auch das inzwischen im Internet tun. Und nicht zuletzt lässt sich das Internet im Rahmen des Social Shopping auch als Merkzettel verwenden. Betrachten wir die genannten Aspekte einmal etwas näher:

Produktempfehlungen
Welche Produkte werden, wurden oder würden gerne gekauft? Welche Erfahrungen haben andere Käufer mit einem Produkt gemacht? Produktbewertungen sind ja beispielsweise von Amazon gut bekannt, und auch andere Online-Shops nutzen diese Funktion. Die Empfehlungen von Kunden werden als vertrauenswürdig eingeschätzt, d.h. wenn andere Kunden das Produkt empfehlen, fällt die Kaufentscheidung oft leichter als mit den reinen Verkaufstexten des Anbieters allein. Diese Kundenbewertungen sind allerdings auch gerade in die Schlagzeilen geraten, da vermutet wird, dass nicht jede Bewertung auch tatsächlich von einem echten Kunden geschrieben wurde. So soll Amazon darüber nachdenken, Bewertungen nur von Käufern des betreffenden Artikels zuzulassen. Wie dem auch sein, in Online-Shops können nur die angebotenen Produkte bewertet werden. In Social Shopping-Plattformen gibt es jedoch keine Grenzen, d.h. jedes Mitglied kann alle seine Lieblingsprodukte einstellen, ob es sie nun bereits gekauft hat oder nur gerne kaufen würde. edelight ist eine derartige Plattform für Lieblingsprodukte aller Art, die dem Social Bookmarking am nächsten kommt:

edelight

Lieblingsprodukte vorstellen, Lieblingsprodukte anderer ebenfalls empfehlen, einen eigenen Wunschzettel erstellen, schauen, was das Lieblingsprodukt in den verlinkten Online-Shops kostet, Lieblingsprodukte ansehen und empfehlen. All das ist edelight-Nutzern möglich. Außerdem können sie Umfragen einstellen, wenn sie die Qual der Wahl zwischen 3 Produkten nicht alleine durchstehen wollen oder Tipps für Geschenke aus der Community erhalten möchten.
Auch wenn das Ganze sozial heißt, ist es nicht unbedingt ehrenamtlich, denn verschiedene Partnershops bedanken sich mit Provisionen in Form von Rabatten bei den Empfehlungsgebern….ein Schelm, der Böses dabei denkt, wenn man die oben gemachten Aussagen zu den Produktempfehlungen bedenkt.

Unikate kaufen und verkaufen
Massenware nein danke, so denken viele, wenn sie Geschenke suchen oder auch für sich selber ein nettes Stück erwerben möchten. Handgefertigte Einzelstücke findet man aber oft nur auf speziellen Künstler- Handwerker oder Bauernmärkten, die meist gerade dann, wenn man den Bedarf hat, nicht stattfinden. Und mancher Anbieter von handgestrickten Socken, gefilzten Hüten, Töpferwaren usw. sucht günstige Absatzwege für seine Stücke. Diese Lücke ist nun auch gefüllt, seit etsy und DaWanda im Netz sind:

Dawanda

Anbieter zahlen eine geringe Gebühr für jedes eingestellte Produkt und eine Provision vom Verkaufswert, wobei es jedoch kleine Unterschiede zwischen beiden Plattformen gibt. Ich finde es auf jeden Fall sozial, dass kleinen Anbietern hier eine raum- und zeitunabhängige Verkaufsmöglichkeit gegeben wird. Bleibt zu hoffen, dass sie sich bei der erforderlichen Vorauskasse auch durch eine zuverlässige Lieferung revanchieren, da die Betreiber der Plattformen mit dem Austausch von Ware und Gegenleistung nichts zu tun haben und sich allenfalls als Schlichter zur Verfügung stellen würden. Aber Skepsis beiseite könnte ich mir gut vorstellen, demnächst bei DaWanda nach Geschenken zu suchen - gerade wenn man ein nettes Geschenk für solche Leute sein soll, die eigentlich schon alles haben.

Fazit
Social Shopping scheint mir ein guter Ansatz, die Vorteile aus On- und Offline-Shopping zu verbinden. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und von jedem Ort der Welt schöne Produkte kaufen, ohne dabei alleine zu sein. Und man kann anderen Einkäufern mit seinen Erfahrungen zur Seite stehen, eben sozial sein. Eine feine Sache, oder? Mal sehen, wie es mit diesem Ansatz in der Praxis weiter geht.

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3 Antworten zu 'Social Shopping oder Shopping 2.0'

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  1. Thorsten (1 comments) kommentiert

    am 17 March, 2008 um 14:18

    Sehr schöner Artikel. Wir beteiligen unsere Mitglieder an den Provisionen, weil gerade diese es sind, die die besten, innovativsten oder schönsten Produkte auf unserer Plattform empfehlen. Das macht die Vielfalt aus und so werden die Mitglieder für ihre Tipps belohnt. Übrigens ist das Verhältnis der empfohlenen Produkte aus Partnershops zu denen aus Nicht-Partnershops ca. 50:50.

    Viele Grüße
    Thorsten Lückemeier
    www.edelight.de

  2. hype.yeebase.com kommentiert

    am 18 March, 2008 um 14:33

    Social Shopping oder Shopping 2.0…

    Wer das Prinzip des Social Bookmarking verstanden hat, weiss auch gleich, was unter Social Shopping zu verstehen ist - jedenfalls von der Grundidee her. Beim Social Shopping geht es aber noch ein bisschen weiter, denn Produkte sind ja noch etwas vielf…


  3. am 20 March, 2008 um 9:26

    […] weitere Spielart des Shopping 2.0 neben dem Social Shopping ist das Live Shopping. Während sich die Betreiber von Web-Shops (oder solche, die es werden […]

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