Piczo - Community für Teenager
Was macht der Teenager, wenn er aus den Suchmaschinen für Kinder rausgewachsen, aber doch eine Plattform für seinesgleichen sucht? Logo, er meldet sich bei Piczo an und freut sich, dass die deutsche Version neben der Englischen schon aus dem Beta-Stadium heraus ist. Allerdings ist nicht alles, was nicht Beta ist auch gleichzeitig fehlerfrei. Denn die Einladung an deutschsprachige Benutzer auf der englischen Seite, doch auf die deutsche Seite zu wechseln, war mit einem fehlerhaften Link hinterlegt - jedenfalls bei meinen 2 Versuchen. Und auch andere Links von der deutschen Seite haben bei mir nicht funktioniert. Aber vielleicht geht es ja morgen wieder…
Über die Navigation ganz oben am Bildschirmrand kann man zwischen den Sprachversionen wechseln, während die Reiter bereits die zweite Navigationsmöglichkeit innerhalb der jeweiligen Sprachversion sind.

Dass für Piczo noch ein heftiges Wachstum geplant ist, zeigen die Reiter mit den ???. Was wohl die nächsten Sprachen sein werden?
Aber schauen wir mal etwas genauer auf die Seiten - zugegebenermaßen allerdings mit den Augen einer “Web-Oma”. Allerdings fühle ich mich ein wenig in meine (oder die) Web-Jugend versetzt, wenn ich mir das Angebot an Countern und blinkenden Bildern ansehe, von denen wir jedenfalls im Business-Bereich entschieden abraten. Und je mehr ich mir die Seiten im Detail anschaue, desto erschreckter muss ich feststellen, wie sich die Jugend ohne Web von der heutigen Jugend mit Web (und einigem mehr) doch sehr stark unterscheidet. Und um nicht in den Ruf eines Moralapostels zu kommen, beschränke ich mich lieber auf die Fakten.
Die Teenager können eine eigene Homepage zusammenstellen und sich in allen Facetten präsentieren, so ausführlich sie es mögen. Natürlich können die Seiten auch bewertet werden. Dass die Optimierung in Bezug auf Ladezeit nicht an erster Stelle steht, erwarte wahrscheinlich auch nur ich, wenn ich mal wieder Business-Maßstäbe anlege. Viel wichtiger ist für die Teenager, in der Rangliste ganz oben zu erscheinen, weil dann die Chancen auf neue Besucher und Kontakte steigen, denn Kommunikation - nicht nur mit den schon bekannten Freuden - ist ganz wichtig. Dass Piczo auch Videos im Angebot hat, versteht sich fast von selbst.
Die Anbieter legen Wert auf Sicherheit und Seriosität, haben eine Informationsseite für Eltern erstellt, Mailadressen zum Melden von Missbrauch eingerichtet und verlangen ein Mindestalter von 13 Jahren. Mehr können sie nicht tun, denn wenn sich ein Benutzer als älter ausgibt, lässt sich das nicht gleich erkennen.
Auch wenn Piczo andere Web-Regeln verwendet als die Business-Welt, bietet es natürlich für Unternehmen, deren Zielgruppe die Teenager sind, die ideale Plattform für Werbung, ob es nun darum geht, das Taschengeld in die gewünschten Bahnen zu lenken oder den Einfluss der Jugendlichen auf die Kaufentscheidungen der Eltern zu nutzen. So hat die Community mehrere Zielgruppen und Nutznießer. Warten wir mal ab, was aus den ??? wird und wie sich die Plattform insgesamt entwickelt.
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