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Online Marketing Trends 2007

Gepostet in Trends, Marketing durch Josef Willkommer am 16 February, 2007

Das Internet entwickelt sich in teilweise atemberaubendem Tempo weiter. Im Zuge dieser Evolution eröffnen sich laufend neue Marketing-Möglichkeit, von denen wir einige als Online-Marketing-Trends 2007 vorstellen möchten:

1. Virales Online Marketing
Der Begriff des viralen Marketings leitet sich aus dem Wort „Virus“ ab. Darunter versteht man die Verbreitung einer Marketingbotschaft, ähnlich einem Virus – schnell und nur schwer kontrollierbar. Es handelt sich dabei um eine moderne Form der Mundpropaganda. Gerade das Internet ist für Viral-Kampagnen prädestiniert und bietet beispielsweise mit diversen Video-Plattformen (z.B. youtube, myvideo oder clipfish) eine perfekte Spielwiese für virale Marketing-Kampagnen.
Wie virales Online Marketing perfekt in der Praxis eingesetzt werden kann beweist die Baumarktkette Hornbach. Vor einigen Monaten geisterte ein vermeintliches Amateurvideo durchs Web, bei dem ein Motorradfahrer mit Hilfe einer riesigen Rampe versucht einen Hornbach-Baumarkt zu überspringen. Leider reicht der Anlauf nicht ganz und er kracht mit voller Wucht auf das Dach des Gebäudes. Zur Krönung folgt dann noch ein Komplettabsturz.
Die Netz-Gemeinde rätselte Tagelang, ob der Spot echt ist oder ob es sich um eine perfekte Fälschung handelt. Letzteres war dann auch der Fall. Hornbach hatte dadurch innerhalb kürzester Zeit eine Lawine losgetreten und der Name war in fast aller Munde.

2. User generated Content
Während Webseiten- oder Portalbetreiber früher oft enormen Aufwand betreiben mussten, um Inhalte zu generieren hat man in der Zwischenzeit – Web 2.0 sei Dank – eine Möglichkeit gefunden, die User vor den Karren zu spannen und Inhalte durch Kunden/Leser erstellen zu lassen. Einige Firmen haben das potential derartiger Technologien bereits erkannt und verschiedenste Ansätze für User generated Content gefunden. Opel hat Bloggern beispielsweise ein neues Modell für einen Monat kostenlos zum testen überlassen. Bedingungen: Es musste ein Weblog geführt werden, in das Erlebnisse und Eindrücke während dieser Testphase eingetragen wurden. Die Aktion schlug so hohe Wellen, dass sogar ein Fernsehbericht in einem Automagazin über diese Aktion ausgestrahlt wurde. Marketing at it´s best!
Der Schuh-Hersteller Converse lässt Kunden Werbefilmchen drehen, die dann im Web veröffentlicht werden – mit teils erstaunlichen Ergebnissen.

3. Corporate Blogs
Blogs sind mittlerweile auch in Deutschland ein fester Bestandteil des World Wide Web. Zwar hinkt die Entwicklung noch deutlich hinter den USA hinterher, jedoch auch hierzulande haben mittlerweile etliche Unternehmen die Möglichkeiten und Vorteile eines Blogs als Kommunikationsinstrument erkannt.
Eines der bekanntesten deutschen Corporate Blogs ist das Frosta-Blog. Hierbei veröffentlichen Frosta-Mitarbeiter unzensiert und frei von der Leber Neuigkeiten über das Unternehmen, neue Produkte, Veränderungen u.v.m. Aufgrund der offenen und lockeren Art und die direkte und unkomplizierte Interaktion verzeichnet dieses Blog mittlerweile mehr Zugriffe als die eigentliche Frosta-Homepage.

4. RSS-Advertising
Eines der ältesten Marketing-Tools im Bereich der neuen Medien sind Newsletter. Aufgrund der Masse an derart elektronischen Werbebriefen und die mittlerweile doch extrem hohe Spam-Rate befindet sich die Email-Werbung eher auf einem absteigenden Ast.
Gerade im Hinblick auf Blogs gewinnt eine andere Technologie immer weiter an Bedeutung – RSS. Das Kürzel steht für Really Simple Syndication und beschreibt eine Technologie, die es dem User erlaubt Webseiten, oder zumindest Teile davon, als sog. Newsfeed zu abonnieren. Es müssen keinerlei Daten mehr heruntergeladen oder abgeholten werden. Vielmehr handelt es sich um ein dynamisches Lesezeichen, bei dem der Inhalt automatisch aktualisiert wird sobald es Änderungen auf der Webseite gibt. Aufgrund der hohen Relevanz derartiger RSS-Feeds beim Abonnenten eignet sich diese Technologie sehr gut als Werbekanal.

5. Podcasts
Der Begriff Podcast ist eine künstliche Wortschöpfung aus I-Pod und Broadcasting. Es handelt sich dabei um Audio-Beiträge, die von User selbst gestaltet und online gestellt werden – eine eigene „kleine“ Radioshow. Technologisch handelt es sich bei Podcasts um eine Weiterentwicklung von RSS-Feeds die um Audio-Dateien ergänzt werden. Somit lassen sich Podcast – ähnlich einem Newsfeed – abonnieren.
Einer der bekanntesten, deutschen Podcasts ist Schlaflos in München von Annik Rubens. Mittlerweile läuft die Sendung sogar im „richtigen“ Radio. Der Podcast hat pro Tag durchschnittlich 8000 Hörer. Podcasts eignen sich, aufgrund Ihrer sehr spezifischen Zielgruppenansprache, durchaus für verschiedenste Marketingmaßnahmen.

6. Virtual Product Placement
Die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt verschwimmen immer mehr – nicht zuletzt durch die enormen technologischen Fortschritte im Web. Kannte man früher Product Placement aus Serien oder Kinofilmen (Beispiel: BMW in James Bond Filmen) sind aufgrund der enormen Reichweite von Internet-Plattformen mittlerweile derartige Product Placements auch in virtueller Form möglich.
In der virtuellen Welt „Second Life“ haben sich weltweit bereits mehr als 3,6 Mio. Spieler registriert und führen dort ein zweites, virtuelles Leben. Die 3D-Welt wird komplett von ihren Bewohner erschaffen und weiterentwickelt, wobei der Phantasie der Spieler kaum Grenzen gesetzt sind. Der Erfolg des Spieles hat die kühnsten Erwartungen übertroffen.
Firmen ist es mittlerweile möglich, Ihre Produkte in die virtuelle Welt von Second Life zu integrieren. Zahlreiche, namhafte Unternehmen haben diese neuen und subtilen Art der Kommunikation bereits genutzt – man spricht hier auch von Brand Entertainment. Toyota ermöglicht es Second-Life-Spielern beispielsweise, virtuell Fahrzeuge zu konfigurieren, Probe zu fahren und Kundenevents zu besuchen.

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