Links kaufen - Hot or Not
Der Linkkauf war bislang ein durchaus probates und auch häufig angewendetes Mittel um die Indizierung und Platzierung einer Webseite zu verbessern. In letzter Zeit gibt es hierzu jedoch immer häufiger Diskussionen, ob und wie man den Kauf von Links abwickeln sollte. Da ich bei meiner heutigen Recherche auf eine Webseite gestoßen bin, die durch Linkkauf allem Anschein nach deutlich abgestraft wurde, möchte ich hierzu einfach nochmal meinen Senf dazu geben - auch wenn in letzter Zeit hierzu bereits einiges geschrieben wurde.
Bei Sistrix und Jojo konnte man bereits zu Jahresanfang einiges zum Thema Linkkauf bzw. Linkmiete und mögliche Folgen nachlesen. Abakus hat vor kurzem eine Abstimmung durchgeführt, wonach 70% nach wie vor für Linkkauf sind. An der Umfrage haben jedoch lediglich 40 Teilnehmer abgestimmt.
Als der God-Father of Spam-Bekämpfung, Matt Cutt, in seinem Blog kürzlich einen Artikel über das Melden von bezahlten Links gepostet hat, war das Geschrei natürlich groß. Aus Google Sicht ist das Ganze aber durchaus nachvollziehbar. Zum einen möchte Google natürlich möglichst relevante Ergebnisse liefern und nicht solche Seiten in den Top-Platzierungen vorfinden, die sich diese Position durch starke Links erkauft haben. Zum anderen - und das wiegt bei Google noch viel mehr - entsteht durch diese Art des Linkkauf natürlich auch eine nicht unerhebliche Konkurrenz für Ihre bezahlten Werbeformen. Da Google eine börsennotiertes Unternehmen ist und der Shareholder-Value auch und in besonderem Maße zum Tragen kommt, ist spätestens hier schluss mit lustig!
Wer heute noch Footer-Links oder “Sponsored-Links” kauft - “am besten” noch themenfremd primär aus PR-Gründen - wird aller Wahrscheinlichkeit nach keine Große Freude mehr daran haben. Google kennt natürlich einen gewissen Teil seiner “Pappenheimer” die Links verkaufen und wertet diese zum Teil gar nicht mehr. Der Kauf eines solchen Links ist folglich rausgeschmissenen Geld. Zum anderen ist es auch so, dass bei einer unnatürlichen Linkstruktur (z.B. primär gekaufte Links von PR-starken Seiten) die eigene Seite abgestraft werden kann.
Ein Beispiel gefällig? Rankingcheck veröffentlicht eine Liste mit PR-starken deutschen Seiten. Im August letzten Jahres war eine Seite, die sich mit Kredit- und Versicherungsvergleich beschäftigt mit einer Handvoll Backlinks und einem PR von 8 unter den PR-stärksten deutschen Seiten. Mittlerweile verfügt die Seite lediglich über einen PR von 4. Wenn man sich die Backlinkstruktur dieser Seite ansieht verwundert dies auch kaum. Es überwiegen themenfremde, offensichtlich gekaufte Links, die im Footer oder in der Randspalte stecken.
Natürlich ist es so, dass PR nicht alles ist. Dennoch hat er in gewisserweise Einfluß auf die Platzierungen einer Seite - besonders dann, wenn sich dieser rechnerische Wert innerhalb eines überschaubaren Zeitraums halbiert.
Insofern bleibt eines festzuhalten. Linkkauf oder Linkmiete kann nach wie vor ein interessantes Mittel für die Verbesserung des Rankings darstellen. Vorausgesetzt man beachtet einige grundlegende Dinge. Hierzu zählt in besonderem Maße die Themenrelevanz. Von Footer- und “Sponsored-Links” in der Randspalte sollte man heutzutage unbedingt die Finger lassen. Optimal sind demzufolge Links aus dem Fließtext. Jeder kann sich jetzt selbst Gedanken machen, ob und wie man derartige Links am besten generieren kann…
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am 16 June, 2007 um 10:44
[…] Der Linkkauf zählte in der Vergangenheit zu einem sehr probaten Mittel um seiner Webeite den nötigen Schub zu verpassen. Wir haben hierzu bereits vor kurzem einen Post mit dem Titel “Linkkauf - Hot or not” veröffentlicht. Gekaufte Links werden von Suchmaschinen jedoch als Manipulationsversuch gewertet. Daher geht insbesondere Google – angeheizt durch die letzten Statements des Google-Indianers Matt Cutts bzgl. Linkkaufs – verstärkt gegen diese Praktiken vor. […]