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Kommentare in Blogs

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 5 March, 2008

Nachdem in unserem Blog die Zahl der Kommentare langsam aber sicher ansteigt, habe ich mir mal ein paar Gedanken zu Kommentaren in Blogs gemacht. Kommentare sind in Blogs grundsätzlich willkommen und nützlich. Allerdings ist Kommentar nicht gleich Kommentar.

Spam-Kommentare
In die „unterste Schublade“ gehört natürlich der Kommentar-Spam. Diese Sorte Kommentare bestehen meist zu 100% aus Links. Thematisch geht es quer „durch den Garten“ – soweit man das aus dem Ankertext und der URL ableiten kann, denn angeklickt habe ich natürlich keinen dieser Links, schon gar nicht die, deren dubioser Inhalt klar erkennbar ist. Glücklicherweise filtert der Askimet-Spam-Filter von Wordpress diese Kommentare sehr zuverlässig heraus, so dass hier keine manuelle Arbeit erforderlich ist. Innerhalb eines Jahres hat er uns vor fast 8.000 Kommtaren bewahrt, gestern beispielsweise waren es 37 Spam-Kommentare.

Pingback-Spam
Nicht vom Spam-Filter aufgefangen werden Kommentare, die eigentlich Pingbacks darstellen, also Hinweise darauf, dass jemand auf meinen Blog-Beitrag verlinkt. Aber auch hier muss man zwischen Gut und Schlecht unterscheiden. Normalerweise freut es mich, wenn jemand meinen Beitrag so gut findet, dass er von seiner Seite aus darauf verlinkt. Wenn allerdings von einer Site mit überwiegend eindeutig-zweideutigen Inhalten auf meinen Blogbeitrag verlinkt wird, erfreut mich das nicht sonderlich. Denn die Besucher, die an diesen dubiosen Inhalten interessiert sind (wenn es sie denn überhaupt gibt), haben sicher kein Interesse an meinen seriösen Blogbeiträgen. Und ich möchte damit auch in keinem Zusammenhang stehen. Suchmaschinentechnisch bringen diese Links auch nichts, da kein inhaltlicher Zusammenhang besteht und auch der Wert der linkgebenden Site sicher nicht sehr hoch ist.
Das einzige, was mir in diesen Fällen bleibt, ist den Pingback-Spam manuell zu löschen, um mich davon zu distanzieren. Der Link bleibt aber dennoch bestehen. Bleibt zu hoffen, dass die Algorithmen der Suchmaschinen so schlau sind, den wahren Hintergrund zu erkennen und mir hier keinen Malus für eine Tatsache zu geben, die ich nicht zu vertreten habe.

„Light-Kommentare“
So möchte ich Kommentare bezeichnen, die dem Blog-Beitrag keinen substanziellen Mehrwert geben, die schnell dahingetippt sind und für jeden Blog verwendet werden können, ob es sich nun um Suchmaschinenoptimierung, Kleinkinder, Taschenuhren oder was auch immer handelt. Ich meine diese „Toller Artikel, danke“-Kommentare. Auch wenn man sich am Anfang in seinen Bemühungen bestätigt fühlt, hat der Kommentierende doch wohl in den meisten Fällen nur das Ansinnen, seinen Link zu platzieren. Wenn das Thema der verlinkten Seite nicht zum Thema des Blogs passt, fühlt man sich in seinem Verdacht bestätigt – allerdings ist dann auch der Nutzen für den Link gering. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Link thematisch wunderbar zum Thema passt und durchaus einen Mehrwert darstellen könnte – vorausgesetzt der Verlinkende würde durch einen wertvollen Kommentar seine Kompetenz unterstreichen. Denn sonst gerät er leicht in die „Me-too“-Schublade und schadet seinem Ansehen mehr als ihm der Link nützen könnte.

Diskussionsbeiträge
Einige Themen scheinen die Gemüter sehr zu erhitzen und viele Leser möchten ihre Meinung zum Thema kundtun. Gegen eine Diskussion und die Darstellung seiner (sachlichen) Meinung ist nichts einzuwenden. Gerade für Firmenblogs ist dies sogar eine sehr hilfreiche Sache, mit der man Trends und Meinungen der tatsächlichen und potenziellen Kunden aus erster Hand sammeln kann.

Bereitstellung zusätzlicher Fakten
Keiner kann alles wissen, und kein Blog-Beitrag kann alle Aspekte eines Themas beleuchten. Also sind Kommentare, die zusätzliche Fakten, Informationen und Denkanstöße liefern, sehr willkommen. Sie werten nicht nur den Blog-Beitrag auf, sondern auch den im Kommentar enthaltenen Link. Denn wer in seinem Kommentar Kompetenz, Seriosität und Engagement erkennen lässt, hat es auch verdient, dass die Leser des Blogbeitrags und –kommentars auch die verlinkte Seite besuchen. Und sie werden das sicher mit einem höheren Vertrauensvorschuss tun als bei einem „Light-Kommentar“. Wenn die Suchmaschinen zusätzlich einen Bonus für diesen themenrelevanten Link vergeben – umso besser.
Es macht zwar etwas mehr Arbeit, einen guten Kommentar zu schreiben, aber es zahlt sich sicher aus. Vielen Dank an alle, die uns Kommentare aus dieser Kategorie zukommen lassen.

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5 Antworten zu 'Kommentare in Blogs'

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  1. Jean (2 comments) kommentiert

    am 5 March, 2008 um 14:33

    Und was sind Kommentare im Stil von: “benutzt halt s9y statt wordpress und schon ist der trackback-Spam auch erledigt.”
    ;)

    Aber mal im Ernst: die interessantere Frage als die Klassifikation des Kommentars ist doch die Frage, wie man zu Kommentaren anregt und wie man auf sie reagieren sollte, oder?

  2. ema (44 comments) kommentiert

    am 5 March, 2008 um 14:54

    Ersterer Kommentar ist sicher hilfreich, z.B. für jemanden, der sich gerade überlegt, mit welcher Software er seinen Blog aufsetzt.

    Zweiterer Kommentar ist ebenfalls eine gute Anregung für einen Fortsetzungsbeitrag. Nachdem wir wissen, was wir haben wollen, können wir uns überlegen, wie wir es bekommen. Sozusagen der Fortgeschrittenen-Teil, denn es gibt ja sicher auch Leser unseres Blogs, die selbst keine Blogger sind und keine Erfahrungen mit Spam-Kommentaren haben.

  3. anna preis (3 comments) kommentiert

    am 5 March, 2008 um 15:47

    das finde ich wirklich interessnat!
    vor kurzem versuchte ich selbst davon in meinem Blog zu schreiben, aber nicht zum Thema “Kommentare”, sondern im Thema “Spam” ;o)
    aber auch ich habe bemerkt: es gibt Kommentare, die sowohl kein Spam, als auch keine Diskussionskommentare sind. sie sind nicht sehr inhaltsreich… aber manchmal will man wirklich eigene Gefühle äußern, ohne zu denken, ob jemand das als Spam versteht… da muss dann noch eine Kathegorie sein!

  4. Peter (4 comments) kommentiert

    am 6 March, 2008 um 14:20

    Auf den anderen Seite gibt es viele Blog-Artikel, die sehr light sind. Ich meine jetzt nicht diesen.

  5. Sascha (8 comments) kommentiert

    am 13 March, 2008 um 12:03

    Ich finde das jegliche Kommentare auf einen Blogartikel einen Sinn haben. Dafür sind diese Applikationen doch geschrieben, oder? Schnelle Kommunikation, schneller Gedankenaustauch und ab zum nächsten Thema. Es bleibt jedem selbst überlassen in welche Schublade der “Kommentatoren” er sich gerne einordnet. Ich für meine Teil mache das ganz stark vom Artikel abhängig, ob es sich überhaupt lohnt einen Kommentar dazu zu schreiben.

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