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Google Open Social

Gepostet in Google durch Marion Engel am 2 November, 2007

„Open Social“ was? Nein, hier fehlt nichts, denn Open Social ist keine neue, eigenständige Anwendung, sondern eine offene Schnittstelle für Entwickler, die Funktionen für Social Networks bauen möchten.
Social Networks, also Netzwerke im Web, werden immer populärer, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext. Die Möglichkeiten, sich mit Freunden, Kollegen oder Gleichgesinnten schnell und unkompliziert online zusammenzutun, Informationen auszutauschen, sich über Online-Goodies zu informieren oder zu verabreden, werden bereits von vielen Millionen Nutzern im Netz verwendet.

Und so ist es für die Anbieter und Entwickler natürlich eine interessante Herausforderung, neue Funktionalitäten und Anwendungen für dieses Plattformen bereitzustellen. Bis vor wenigen Tagen ging dies aber nur individuell, d.h. wenn eine Anwendung beispielsweise für Xing gebaut wurde, hat sie nur dort funktioniert. Sollte die gleiche Funktionalität auch in Orkut angeboten werden, musste sie neu gebaut werden. Und genau hier setzt Open Social an: offene APIs sorgen dafür, dass die sozialen Anwendungen auf allen Websites lauffähig sind. Der Entwickler muss sich in nur ein API einarbeiten und kann es dann beliebig oft anwenden. Da das API ausschließlich auf Standards wie HTML und JavaScript basiert, sollte die Einarbeitungszeit für einen guten Entwickler relativ kurz sein.
Für die Betreiber der Social Networks bedeutet dies, dass sie zukünftig auf einen noch größeren Pool an Entwicklern zurückgreifen können.

Warum tut Google das? Neja, Google tut es nicht alleine, sondern hat sich mit einigen bekannten Plattformen und Anbietern wie z.B. Xing, Ning, Oracle, Orkut, Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, MySpace, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji und Viadeo zusammengeschlossen, um etwa 200 Mio Nutzer zu erreichen.
Vielfach wird vermutet, dass es sich um einen Schachzug gegen Facebook und Microsoft handelt. Offiziell wird allerdings betont, dass es der Gruppe nur darum geht, das Internet besser zu machen und den Benutzern, die ständig mehr verlangen, genau dieses zu bieten. Die Annahme, dass Google hier einmal mehr Trendsetter sein und einen Quasi-Standard etablieren möchte, ist ebenfalls zu hören.

Alle Entwickler können Open Social in der Orkut Sandkiste ausprobieren.

Im fast einstündigen Video werden einige Anwendungsbeispiele der Mitglieder gezeigt, die durchaus ihren Charme haben. Dass man als Benutzer mit seinem Namen begrüßt wird, ist ja schon fast Standard. Aber Orkut bietet darüber hinaus beispielsweise die Möglichkeit, dass man seinen Freunden online ein Geschenk zuweisen oder sich für eine Aktivität verabreden kann. Wer Online ist, kann sein Profil durch ein Emoticon ergänzen, um den derzeitigen Gemütszustand zum Ausdruck zu bringen. Alle Freunde werden dann in Echtzeit informiert und können Kontakt aufnehmen oder es eher unterlassen.
In einer anderen Anwendung kann jeder Länder oder Plätze in der Welt markieren, die er bereits besucht hat oder die er gerne bereisen würde. So können Insider-Informationen über dieses Ziel ausgetauscht oder vielleicht sogar Reisegruppen gebildet werden. Dass solche Anwendungen nicht nur Spielereien für Kids sind, zeigt der Konferenzkalender. Hier sind nicht nur die fachspezifisch interessanten Konferenzen markiert, sondern auch die Termine, an denen andere Mitglieder des Business-Netzwerks teilnehmen werden. So weiß man schon im Voraus, wen man wo treffen kann oder eventuell um einen Eindruck fragen kann, wenn man selber nicht teilnehmen konnte.

Hört sich soweit erstmal alles ganz gut an. Was es wirklich wert ist, wird die Zukunft zeigen. Es bleibt also wie so oft spannend….

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2 Antworten zu 'Google Open Social'

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  1. Sascha (1 comments) kommentiert

    am 2 November, 2007 um 14:54

    Unter den offiziellen Partnern sind übrigens zwei deutsche Unternehmen dabei. Eines ist ein Unternehmen a la Web 2.0 aus München - Amiando eine Plattform für Online-Eventmanagement & Ticketing.

  2. Urheber (1 comments) kommentiert

    am 2 September, 2008 um 8:59

    Eine intuitiv zu bedienende Oberfläche ! Gut gemacht !

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