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Fakten über .edu-Domains

Gepostet in SEO durch Marion Engel am 20 December, 2007

In jüngster Zeit wurde heftig über .edu-Domains diskutiert: Von der Frage, ob sie bei Google besser angesehen sind bis zur Frage, wie man sich eine solche Domain beschaffen kann. Im Web kursieren dazu viele Fehlinformationen, deshalb hier die korrekten Fakten über .edu-Domains.

Was sind .edu-Domains?
Edu-Domains enden auf .edu. Sie gehören wie .com, .net, .org und andere zu den Top Level Domains (TLD). Die meisten .edu-Domains gehören zu höheren amerikanischen Bildungseinrichtungen wie Colleges und Universitäten.

Wie bekommt man eine .edu-Domain? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Die Registrierung der .edu-Domains wird von Educase vorgenommen. Nur die oben genannten höheren Bildungseinrichtungen in den USA werden „institutionell akkreditiert“, also die gesamte Einrichtung und nicht nur einzelne Programme oder Abteilungen. Die Akkreditierung erfolgt durch eine der Agenturen, die das amerikanische Bildungsministerium zu diesem Zweck eingerichtet hat.
Was lernen wir daraus? Es ist nicht einfach, eine .edu-Domain zu bekommen.

Gibt es Ausnahmen?
Educause hat die Verwaltung der .edu-Domains erst 2001 übernommen. Nach dem „Cooperative Agreement” zwischen Educause und dem amerikanischen Wirtschaftsministerium fallen alle .edu-Domains, die am 29. Oktober 2001 bereits bestanden, unter die „Großvater-Regelung“. Für sie wird also rückwirkend nicht mehr geprüft, ob sie den heutigen Kriterien genügen. Es gibt aber nur eine Handvoll dieser alten Domains, so dass es schon schwierig sein wird, eine solche zu finden. Und selbst wenn das gelingt, wird der Preis in schwindelnder Höhe liegen.
Eine dieser „Großvater-Domains“ ist america.edu . Sie wurde vor kurzem verkauft. Am Anfang war es die Webseite einer Institution, die allerdings mit der Zeit zu einer verspammten Linksammlung wurde. Der neue Eigentümer hat das Ruder nun wieder rumgerissen und bietet Informationen für aktuelle und zukünftige College-Studenten, Lehrkräfte und Eltern.

Bringt eine .edu-Domain mehr Gewicht bei den Suchmaschinen?
Viele glauben, dass eine .edu-Domain unabhängig von der Qualität der Seite, den Inhalten und den eingehenden Links mehr Gewicht bei den Suchmaschinen hat. Das ist aber schlicht und ergreifend falsch. Und wenn das Matt Cutts persönlich sagt, muss das ja stimmen.

Aber haben nicht die meisten .edu-Domains besonders hohe Werte beim Page Rank? Und bringen Links von einer .edu-Seite nicht wesentlich mehr für den Page Rank der verlinkten Seite. Ja, aber nur manchmal.
Der Grund für den hohen Page Rank der .edu-Domains liegt darin, dass es qualitative hochwertige, anerkannte Seiten sind. Es ist wohl verständlich, dass eine bekannte Institution wie Harvard einen höheren Page Rank hat als ein privater Finanz-Blog. Deshalb sind die Links von .edu-Seiten auch wertvoller. Die Seiten haben sich das also verdient, denn es gibt sonst keine Sonderbehandlung durch die Suchmaschinen. Da nicht alle .edu-Links gleichwertig sind, sollten Sie gut überlegen, wenn sie .edu-Links bei ihrer Verlinkungsstrategie berücksichtigen möchten.

Wie können mir .edu-Links helfen? Und wie komme ich dran?
Wir freuen uns alle über Links auf unsere Website, und ganz besonders über solche mit hohem Traffic, vielen Besuchern und einem hohen Page Rank. Mit einem guten .edu-Link bekommt man von alldem ein wenig ab. Vielleicht bekommen sie zufällig auf organischen Wege einen solchen, aber in den meisten Fällen müssen sie für solche Premium-Links eine Stange Geld zahlen – wenn Sie sie überhaupt bekommen.
Egal, welche „Bestechungsversuche“ Sie unternehmen: Stanford wird weder von der Startseite noch von einer Unterseite auf Ihre SEO-Webseite verlinken. Die Gründe liegen auf der Hand: Sie wollen ihre Integrität nicht auf’s Spiel setzen. Einige wenige Schulen sind dazu unter Umständen bereit.

Wie bekommt man also einen?
Sie können hoffen und beten, dass eine Schule auf Sie verlinkt. Die Chancen stehen aber ziemlich schlecht. Wenn sie das tun, dann meist nur zufällig, weil sie auf der verlinkten Seite nützliche Inhalte gefunden haben, und dann auch meistens nur aus Blogs, die von der Schule betrieben wurden.
Wenn .edu-Links verkauft werden, sind dafür meistens Studenten zuständig, die Links von den Blogs, die von der Schule unterstützt werden und sich auf einer Subdomain der Website der Schule befinden, anbieten. Derartige Angebote sollte man immer erst genau durchlesen. Der Link wird sich nämlich eher auf fsu.edu/student/blog/jdoe als auf fsu.edu befinden. Und dieser Link ist genauso viel wert wie jeder andere Link. Bringt er Traffic? Wie viel? Wie ist der Page Rank? Wie viele eingehende Links gibt es? Diese Fragen sollten sie berücksichtigen. Lassen Sie sich nicht einfach von .edu blenden, sondern denken Sie nach, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Fazit
Ein guter Link einer bekannten .edu-Domain ist super, aber setzen Sie nicht nur auf ein Pferd.

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