SEO- und Internet-News by TechDivision


Crowdsourcing - ein neuer Trend?!!

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 17 April, 2008

Outsourcing dürfte inzwischen weitgehend bekannt sein: Ein Unternehmen oder eine Organisation vergibt bestimmte Aufgaben an einen externen Dienstleister. Wenn nun kein externer Dienstleister, sondern die breite Masse - die Crowd - aktiv wird, spricht man vom Crowdsourcing.
Und wo kommt man heutzutage günstig an die Crowd? Natürlich im Internet! Und diesen Weg nutzen bereits einige Firmen und fragen die Kreativität und Meinungen ihrer Kunden auf ihren Webseiten ab.
Adam Fletcher, einer der Crowdsourcing-Experten, wurde kürzlich zu den Risiken und Problemen befragt, die Firmen beim Crowdsourcing eingehen.

Als Erfolgsfaktoren nennt Fletcher folgende Aspekte:
Crowdsourcing braucht eine große, aktive Community. Dieses Ziel lässt sich natürlich einfacher erreichen, wenn die Site und das dahinter liegende Business Modell faszinierend sind und auch einen gewissen Unterhaltungswert bieten. Wichtig ist auch, dass auf der Plattform Transparenz und Fairness herrschen. Dem Benutzer muss also schnell klar werden, warum er mitmachen sollte. Und beim Crowdsourcing sollte es fair zugehen, d.h. dass u.a. nachvollziehbar ist, warum ein Benutzer nicht gewonnen hat.
Nun könnte man sich fragen, ob bei den potenziellen Benutzern von Crowdsourcing-Plattformen nicht bald eine gewisse Sättigung durch die Vielzahl an Mitmach-Portalen einritt. Dem entgegnet Fletcher jedoch, dass Plattformen, auf denen Benutzer Erfolgserlebnisse haben und auch belohnt werden, immer ausreichend Benutzer anziehen werden. Auch sollte man nicht vergessen, dass neben den Ideengebern auch Benutzer gebraucht werden, die die Ideen bewerten und weitere Benutzer anziehen.

Crowdsourcing bietet vor allem für Firmen etliche Vorteile:
Unternehmen erhalten mit Crowdsourcing wertvolle Informationen zu Eigenschaften und zum Aussehen neuer Produkte sowie Absatz- und Marktforschungsdaten zu einem unschlagbar günstigen Preis. Diese Informationen kommen von einer breiten Masse, die zu dem Preis nirgendwo anders zu finden wäre. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Crowdsourcing die Marketing-Aktivitäten – und somit auch Ausgaben - auf ein Minimum reduzieren kann, da die Community ja bereits über das Produkt informiert ist. Die Nachfrage ist also schon vorhanden ist, bevor das Produkt auf den Markt kommt. Die potenziellen Nachfrager müssen nur noch informiert werden, dass es nun endlich so weit ist.

Auch für die Teilnehmer kann Crowdsourcing attraktiv und karrierefördernd sein.
So haben schon einige Unternehmen aktive, erfolgreiche Crowdsourcer eingestellt.

Mehr Theorie zum Crowdsourcing gibt es bei Exiting Commerce. Nun aber zur Praxis:

Was tun nun Firmen, die vom Crowdsourcing überzeugt sind, dies aber nicht selbst organisieren können?
Sie nutzen brainfloor.com! Diese neue Crowdsourcing-Plattform ist in ihrer Beta-Version seit Anfang April online und bietet ein sehr interessantes Crowdsourcing-Angebot für ein breites Publikum.

Crowdsourcing mit brainfloor.com
Die Plattform bringt die sogenannten BrainUser und BrainWorker zusammen. Erstere suchen Ideen oder Bewertungen für Produkte oder Dienstleistungen, zweitere bieten ihre Kreativität und ihr Urteilsvermögen und werden dafür auch belohnt. Denn Ideen, die vom BrainUser gut bewertet werden, sind bares Geld wert.
BrainWorker können aber auch ihr gutes Gewissen befriedigen, denn gemeinnützige Organisationen bekommen auf brainfloor.com ebenso die Möglichkeit, die Kreativität der Masse unentgeltlich zu nutzen.
Den BrainUser stehen bei der Gestaltung ihrer BusinessLounge vielfältige Möglichkeiten offen: Neben der eigentlichen Frage können sie Hintergrundinformationen und eine Datei einstellen, um die Crowd genau über das Problem zu informieren. Zusätzlich ist ein Branding mit dem Firmenlogo möglich. Die Anzahl der Ideen, die in die Business Lounge eingegeben werden können, kann individuell festgelegt werden. Ein besonderes Highlight sind die Bewertungsmöglichkeiten. Neben dem BrainUser selber können bis zu 9 weitere Bewerter benannt werden, die die Ideen an Hand von verschiedenen Kriterien beurteilen und auch kommentieren können. Die Ideen stehen natürlich exklusiv dem BrainUser und seinen Bewertern zur Verfügung. Die beste Idee wird zum Abschluss jeder Business Lounge mit einem zusätzlichen Preis honoriert.

mehrere Zielgruppen
Und brainfloor.com ist nicht auf Unternehmen und Organisationen beschränkt. Auch Privatpersonen können in einer Public Lounge, sozusagen einer Light-Version der Business Lounge, unentgeltlich Ideen sammeln. Hier geht es nicht um Geld, sondern um Gegenseitigkeit. Wer fleißig Ideen einstellt, darf auch selber Ideen einfordern.
Auch der Community-Gedanke kommt mit Ranglisten, Profilen und einer Kontaktaufnahme nicht zu kurz.

Transparenz und Fairness
Die von Fletcher geforderte Transparenz und Fairness wird ebenfalls gewahrt. Jeder BrainWorker kann auf seiner Status-Seite stets nachvollziehen, welche Ideen er abgegeben hat und wie diese bewertet wurden. Und jeder BrainUser erhält natürlich ebenso einen Überblick über seine laufenden Lounges, die eingegebenen Ideen und die Bewertungen.

Also, einfach reinschauen, mitmachen und vom Crowdsourcing profitieren!

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Live-Shopping - Online-Shopping der Zukunft!

Gepostet in Web 2.0, Trends durch Josef Willkommer am 22 March, 2008

Mit dem Live-Shopping haben wir vor kurzem bereits einen DER kommenden Trends im Bereich E-Commerce vorgestellt. Inzwischen gibt es in Deutschland auch bereits einige Plattformen, die auf diesen Zug aufgesprungen sind und recht erfolgreich Geschäfte im Web machen. Exciting Commerce berichtet beispielsweise, dass die erfolgreichsten Live-Shopping-Anbieter in Deutschland zwischenzeitlich bis zu EUR 40.000.- Umsatz pro Tag (USA: bis zu 1,25 Mio. Dollar pro Tag) generieren, wobei nach deren Schätzungen das Marktvolumen im Bereich Live-Shopping dieses Jahr bei 15 - 20 Mio. Euro liegt. Weiter geht Exciting Commerce davon aus, dass das Potential dieser neuen Form des Shoppings im Web das Potential im TV (derzeit ca. 1,1 Mrd. Euro) übertreffen wird.

Live-Shopping-Entwicklung

Nachfolgend eine Aufstellung der aktuellen Live-Shopping-Anbieter in Deutschland:

Wie in obenstehender Grafik ersichtlich könnte sich der Markt bei ähnlich dynamischer Entwicklung wie in den letzten Monat bis Jahresende auf bis zu 50 Anbieter ausdehnen und damit zum amerikanischen Markt beinahe aufschließen, der aktuell über 61 Live-Shopping-Anbieter verfügt.
Quelle: Exciting Commerce


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Live-Shopping, noch eine Variante des Shopping 2.0

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 20 March, 2008

Eine weitere Spielart des Shopping 2.0 neben dem Social Shopping ist das Live Shopping. Während sich die Betreiber von Web-Shops (oder solche, die es werden wollen), auf die Freigabe von Magento freuen, weil dort auch eine sehr große Menge an Produkten gut strukturiert angeboten werden können, gelten im Live Shopping andere Vorgaben. “Weniger ist mehr” lautet hier die Devise, und so wird pro Tag nur ein Produkt angeboten. Somit gibt es auch jeden Tag ein neues Produkt, und das wird so lange angeboten, wie der Vorrat reicht. Ist dieser Vorrat vor Ende des Tages ausverkauft, wird der Shop eben für einige Stunden zum Geistershop. Gibt es nach Ablauf der Verkaufsfrist noch Lagerbestände, hat der Anbieter sozusagen Pech gehabt. Ist diese Restmenge ausreichend groß, kann er damit eventuell zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Aktion starten. Sind es nur noch wenige Stücke, muss er sie anders “weiter bringen”.

guut.de ist ein deutschsprachiges Beispiel für diese Form des Live Shopping.

guut.de

guut.de, ein u aus “Gut”, weil man ein solches kaufen kann, und eines für “gut”, weil der Preis so ist? Kann gut sein, denn nach einer stichprobenartigen Recherche zu den Produkten der vergangenen Tage kann ich bestätigen, dass es sich um aktuelle Güter (Produkte) handelt - also nicht etwa um Auslaufmodelle oder Ladenhüter - und dass die Preise von guut.de wirklich unschlagbar sind. Beim Domainnamen lässt sich auch eine gewisse Ähnlichkeit mit woot.com, dem amerikanischen Pendant, nicht verleugnen.

Worin liegt nun der Reiz dieses Live Shoppings? Es geht schnell. Man verliert keine Zeit mit der Suche nach Produkten im Shop, muss nicht Navigieren oder Vergleichen und hat nicht die Qual der Wahl zwischen mehreren ähnlichen Produkten. Wer Offline gerne im Discounter kauft, weil dort in jeder Filiale die Regalplatzierungen gleich sind und man zielstrebig über einen kurzen Weg zum gewünschten Artikel kommt, und große Supermärkte meidet, weil man sich dort “die Hacken abläuft”, bis man die Kühltheke am anderen Ende der riesigen Halle erreicht hat und dort, wo gestern noch das Brot lag, heute Seife angeboten ist, der wird am Live Shopping seinen Gefallen finden. Allerdings erfordert Live Shopping unter Umständen auch eine kleine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Da das neue Produkt jeweils um Mitternacht online geht, ist die zweite Nachthälfte bei begehrten Gütern die beste Einkaufszeit. Langschläfer könnten also um die Mittagszeit durchaus schon “in die Röhre” schauen.
Und zudem ist eine ständige Beobachtung des zukünftigen Angebots erforderlich. Newsletter, RSS-Feeds oder SMS-Benachrichtigungen wollen studiert und ausgewertet werden, damit man zur rechten Zeit vor dem Rechner sitzen kann. Ob allerdings wirklich in jedem Fall die Kaufentscheidung in Ruhe und nach reiflicher Überlegung fällt? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass mancher Kauf nicht wirklich notwendig war und mehr von dem Schnäppchengedanken getragen war. So wurde jedenfalls mal über die Non-Food-Sonderprodukten der Discounter gesagt. Dort würde etliche Dinge nur gekauft, weil man es für ein günstiges Angebot hält und das Erfolgserlebnis hat, zu den erfolgreichen Käufern zu gehören, obwohl man eigentlich keinen echten Bedarf hat.
Beim Online-Kauf sehe ich zudem noch die Gefahr, dass man ohne Berücksichtigung seiner Budgetgrenzen kauft, weil man ja nicht mehr die Geldbörse zücken muss und an der Kasse merken könnte, dass diese leer ist. Aber das ist ein anderes Thema, um das es hier nicht vorrangig gehen soll. Werfen wir stattdessen lieber noch einen Blick auf Varianten im Live Shopping:

Eine netter Ziegenbock tummelt sich auf www.preisbock.de im weiten Grün vor imposanter Bergkulisse und bietet auch jeden Tag ein neues Produkt an.

preisbock.de

Der Unterschied zu guut.de ist, dass die Produkte bei preisbock.de 7 Tage im Angebot sind - sofern sie nicht vorher ausverkauft sind. Unter der Produktdarstellung wird angezeigt, wie groß das Angebot noch ist. Die Prozentangabe ist allerdings relativ, da man ja nicht weiß, wieviel Stück insgesamt im Angebot waren und wie eilig es ist, wenn noch 30% oder 10% an Lager sind.
Was beim Preisbock auch noch positiv auffällt: Es ist ein Trusted Shop, der risikoloses Einkaufen garantiert.

Diese beiden Plattformen sind nicht die einzigen ihrer Art im Web. So gibt es nach ähnlichem Muster u.a. ibood.com, schutzgeld.de und sportlet.de. Details der Bedingungen unterscheiden sich jedoch im Einzelfall. So ist das Angebot von ibood.de international, während Schutzgeld.de nur angemeldeten Benutzer zeigt, welches Produkt aktuell im Angebot ist. Also: erst lesen, dann überlegen, was man wirklich braucht…und wenn die innere Ampel auf grün steht: schnell zuschlagen.

Aus Anbietersicht handelt es sich hier um echte Nischenstrategien. Die ein oder andere hat bei einem überfluteten Markt sicher gute Erfolgschancen. Schau’n wir mal, welche es sein wird und was Shopping 2.0 noch so alles zu bieten haben wird.


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Social Shopping oder Shopping 2.0

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 17 March, 2008

Wer das Prinzip des Social Bookmarking verstanden hat, weiss auch gleich, was unter Social Shopping zu verstehen ist - jedenfalls von der Grundidee her. Beim Social Shopping geht es aber noch ein bisschen weiter, denn Produkte sind ja noch etwas vielfältiger als Links auf Webseiten.

Der Grundgedanke des Social Shopping ist, die Erfahrungen der großen Web-Community für eigene Einkäufe auszunutzen. Wer also verzweifelt nach einem originellen Geburtstagsgeschenk sucht, lässt sich einfach von den Lieblingsprodukten anderer inspirieren. Wer ein bestimmtes Produkt kaufen möchte, aber nicht sicher ist, ob es wirklich den Erwartungen entspricht, liest die Bewertungen der bisherigen Käufer und bildet sich dann erneut sein Urteil. Und wer etwas zu einem Produkt sagen kann, stellt seine Erfahrungen natürlich andersherum auch zur Verfügung. Wer keine Massenware, sondern Unikate kaufen möchte, kann auch das inzwischen im Internet tun. Und nicht zuletzt lässt sich das Internet im Rahmen des Social Shopping auch als Merkzettel verwenden. Betrachten wir die genannten Aspekte einmal etwas näher:

Produktempfehlungen
Welche Produkte werden, wurden oder würden gerne gekauft? Welche Erfahrungen haben andere Käufer mit einem Produkt gemacht? Produktbewertungen sind ja beispielsweise von Amazon gut bekannt, und auch andere Online-Shops nutzen diese Funktion. Die Empfehlungen von Kunden werden als vertrauenswürdig eingeschätzt, d.h. wenn andere Kunden das Produkt empfehlen, fällt die Kaufentscheidung oft leichter als mit den reinen Verkaufstexten des Anbieters allein. Diese Kundenbewertungen sind allerdings auch gerade in die Schlagzeilen geraten, da vermutet wird, dass nicht jede Bewertung auch tatsächlich von einem echten Kunden geschrieben wurde. So soll Amazon darüber nachdenken, Bewertungen nur von Käufern des betreffenden Artikels zuzulassen. Wie dem auch sein, in Online-Shops können nur die angebotenen Produkte bewertet werden. In Social Shopping-Plattformen gibt es jedoch keine Grenzen, d.h. jedes Mitglied kann alle seine Lieblingsprodukte einstellen, ob es sie nun bereits gekauft hat oder nur gerne kaufen würde. edelight ist eine derartige Plattform für Lieblingsprodukte aller Art, die dem Social Bookmarking am nächsten kommt:

edelight

Lieblingsprodukte vorstellen, Lieblingsprodukte anderer ebenfalls empfehlen, einen eigenen Wunschzettel erstellen, schauen, was das Lieblingsprodukt in den verlinkten Online-Shops kostet, Lieblingsprodukte ansehen und empfehlen. All das ist edelight-Nutzern möglich. Außerdem können sie Umfragen einstellen, wenn sie die Qual der Wahl zwischen 3 Produkten nicht alleine durchstehen wollen oder Tipps für Geschenke aus der Community erhalten möchten.
Auch wenn das Ganze sozial heißt, ist es nicht unbedingt ehrenamtlich, denn verschiedene Partnershops bedanken sich mit Provisionen in Form von Rabatten bei den Empfehlungsgebern….ein Schelm, der Böses dabei denkt, wenn man die oben gemachten Aussagen zu den Produktempfehlungen bedenkt.

Unikate kaufen und verkaufen
Massenware nein danke, so denken viele, wenn sie Geschenke suchen oder auch für sich selber ein nettes Stück erwerben möchten. Handgefertigte Einzelstücke findet man aber oft nur auf speziellen Künstler- Handwerker oder Bauernmärkten, die meist gerade dann, wenn man den Bedarf hat, nicht stattfinden. Und mancher Anbieter von handgestrickten Socken, gefilzten Hüten, Töpferwaren usw. sucht günstige Absatzwege für seine Stücke. Diese Lücke ist nun auch gefüllt, seit etsy und DaWanda im Netz sind:

Dawanda

Anbieter zahlen eine geringe Gebühr für jedes eingestellte Produkt und eine Provision vom Verkaufswert, wobei es jedoch kleine Unterschiede zwischen beiden Plattformen gibt. Ich finde es auf jeden Fall sozial, dass kleinen Anbietern hier eine raum- und zeitunabhängige Verkaufsmöglichkeit gegeben wird. Bleibt zu hoffen, dass sie sich bei der erforderlichen Vorauskasse auch durch eine zuverlässige Lieferung revanchieren, da die Betreiber der Plattformen mit dem Austausch von Ware und Gegenleistung nichts zu tun haben und sich allenfalls als Schlichter zur Verfügung stellen würden. Aber Skepsis beiseite könnte ich mir gut vorstellen, demnächst bei DaWanda nach Geschenken zu suchen - gerade wenn man ein nettes Geschenk für solche Leute sein soll, die eigentlich schon alles haben.

Fazit
Social Shopping scheint mir ein guter Ansatz, die Vorteile aus On- und Offline-Shopping zu verbinden. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und von jedem Ort der Welt schöne Produkte kaufen, ohne dabei alleine zu sein. Und man kann anderen Einkäufern mit seinen Erfahrungen zur Seite stehen, eben sozial sein. Eine feine Sache, oder? Mal sehen, wie es mit diesem Ansatz in der Praxis weiter geht.


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Kommentare in Blogs

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 5 March, 2008

Nachdem in unserem Blog die Zahl der Kommentare langsam aber sicher ansteigt, habe ich mir mal ein paar Gedanken zu Kommentaren in Blogs gemacht. Kommentare sind in Blogs grundsätzlich willkommen und nützlich. Allerdings ist Kommentar nicht gleich Kommentar.

Spam-Kommentare
In die „unterste Schublade“ gehört natürlich der Kommentar-Spam. Diese Sorte Kommentare bestehen meist zu 100% aus Links. Thematisch geht es quer „durch den Garten“ – soweit man das aus dem Ankertext und der URL ableiten kann, denn angeklickt habe ich natürlich keinen dieser Links, schon gar nicht die, deren dubioser Inhalt klar erkennbar ist. Glücklicherweise filtert der Askimet-Spam-Filter von Wordpress diese Kommentare sehr zuverlässig heraus, so dass hier keine manuelle Arbeit erforderlich ist. Innerhalb eines Jahres hat er uns vor fast 8.000 Kommtaren bewahrt, gestern beispielsweise waren es 37 Spam-Kommentare.

Pingback-Spam
Nicht vom Spam-Filter aufgefangen werden Kommentare, die eigentlich Pingbacks darstellen, also Hinweise darauf, dass jemand auf meinen Blog-Beitrag verlinkt. Aber auch hier muss man zwischen Gut und Schlecht unterscheiden. Normalerweise freut es mich, wenn jemand meinen Beitrag so gut findet, dass er von seiner Seite aus darauf verlinkt. Wenn allerdings von einer Site mit überwiegend eindeutig-zweideutigen Inhalten auf meinen Blogbeitrag verlinkt wird, erfreut mich das nicht sonderlich. Denn die Besucher, die an diesen dubiosen Inhalten interessiert sind (wenn es sie denn überhaupt gibt), haben sicher kein Interesse an meinen seriösen Blogbeiträgen. Und ich möchte damit auch in keinem Zusammenhang stehen. Suchmaschinentechnisch bringen diese Links auch nichts, da kein inhaltlicher Zusammenhang besteht und auch der Wert der linkgebenden Site sicher nicht sehr hoch ist.
Das einzige, was mir in diesen Fällen bleibt, ist den Pingback-Spam manuell zu löschen, um mich davon zu distanzieren. Der Link bleibt aber dennoch bestehen. Bleibt zu hoffen, dass die Algorithmen der Suchmaschinen so schlau sind, den wahren Hintergrund zu erkennen und mir hier keinen Malus für eine Tatsache zu geben, die ich nicht zu vertreten habe.

„Light-Kommentare“
So möchte ich Kommentare bezeichnen, die dem Blog-Beitrag keinen substanziellen Mehrwert geben, die schnell dahingetippt sind und für jeden Blog verwendet werden können, ob es sich nun um Suchmaschinenoptimierung, Kleinkinder, Taschenuhren oder was auch immer handelt. Ich meine diese „Toller Artikel, danke“-Kommentare. Auch wenn man sich am Anfang in seinen Bemühungen bestätigt fühlt, hat der Kommentierende doch wohl in den meisten Fällen nur das Ansinnen, seinen Link zu platzieren. Wenn das Thema der verlinkten Seite nicht zum Thema des Blogs passt, fühlt man sich in seinem Verdacht bestätigt – allerdings ist dann auch der Nutzen für den Link gering. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Link thematisch wunderbar zum Thema passt und durchaus einen Mehrwert darstellen könnte – vorausgesetzt der Verlinkende würde durch einen wertvollen Kommentar seine Kompetenz unterstreichen. Denn sonst gerät er leicht in die „Me-too“-Schublade und schadet seinem Ansehen mehr als ihm der Link nützen könnte.

Diskussionsbeiträge
Einige Themen scheinen die Gemüter sehr zu erhitzen und viele Leser möchten ihre Meinung zum Thema kundtun. Gegen eine Diskussion und die Darstellung seiner (sachlichen) Meinung ist nichts einzuwenden. Gerade für Firmenblogs ist dies sogar eine sehr hilfreiche Sache, mit der man Trends und Meinungen der tatsächlichen und potenziellen Kunden aus erster Hand sammeln kann.

Bereitstellung zusätzlicher Fakten
Keiner kann alles wissen, und kein Blog-Beitrag kann alle Aspekte eines Themas beleuchten. Also sind Kommentare, die zusätzliche Fakten, Informationen und Denkanstöße liefern, sehr willkommen. Sie werten nicht nur den Blog-Beitrag auf, sondern auch den im Kommentar enthaltenen Link. Denn wer in seinem Kommentar Kompetenz, Seriosität und Engagement erkennen lässt, hat es auch verdient, dass die Leser des Blogbeitrags und –kommentars auch die verlinkte Seite besuchen. Und sie werden das sicher mit einem höheren Vertrauensvorschuss tun als bei einem „Light-Kommentar“. Wenn die Suchmaschinen zusätzlich einen Bonus für diesen themenrelevanten Link vergeben – umso besser.
Es macht zwar etwas mehr Arbeit, einen guten Kommentar zu schreiben, aber es zahlt sich sicher aus. Vielen Dank an alle, die uns Kommentare aus dieser Kategorie zukommen lassen.


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Radio über das Internet hören

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 11 January, 2008

Was waren das doch für jämmerliche Zeiten noch vor rund 5 Jahren? Meinen Lieblingssender, Ö3, konnte ich aufgrund des damals noch “falschen” Wohnorts nur für ein paar Wochen im Jahr im Urlaub hören. Mit einer Cassette aus komprimierten Textbeiträgen habe ich mich dann über die folgenden Monate gerettet, bis ich dann endlich in die Region ziehen durfe, in der Ö3 grenznah über Antenne und Kabel zu empfangen ist.

Heute ist das alles gaaaanz anders. Radio hört man in der Ferne über’s Internet. Und selbst wenn man in der Nähe mal eine Sendung verpasst hat, holt man sie sich als Podcast auf den iPod.

Wer seinen “one and only”-Lieblingssender kennt, findet das Live-Radio auf dessen Internet-Seiten. Und über das Hören hinaus gibt es da auch noch einiges zu sehen:

  • der derzeit gespielte Hit mit Coverfoto und Restspieldauer
  • die Liste der letzten Hits
  • eine Suchabfrage der Hits des aktuellen und zurückliegenden Tages
  • Vorschlag von Handy-Klingeltönen, die zum Hit passen

Hitradio Ö3

Rundum-Service also, von dem man vor Jahren wohl nicht mal träumen konnte.

Wer sich nicht auf einen Sender festlegen will, dem kann auch geholfen werden. Phonostar, das große Internetradio Portal bietet über 4.500 Radiostationen aus der ganzen Welt zum Reinhören und Reinklicken.

Phonostar

Über eine komfortable Suchfunktion kann man sich die Sender nach Genre, Land, Sprache und Typ auswählen. Die Suche kann auch noch feiner nur über Sendungen durchgeführt werden. Dazu können Stichwort, Kategorie, Datum oder Uhrzeit ausgewählt werden. Eine Tag-Cloud zeigt die am häufigsten gesuchten Stichwörter der bisherigen Nutzer - vielleicht eine Anregung für Trendforscher.

Auch Podcasts kann man nach Stichwort, Sprache und Kategorie oder in der Tag Cloud suchen.

Wenn man die Sender direkt über Phonostar hören möchte, muss man sich den Phonostar-Player herunterladen. Die Standardversion ist kostenlos und bietet weit mehr als die Grundfunktionen, die ich früher mit meinem Cassettenrecorder ausgeführt habe: Sendungen oder Liedern können aufgenommen und später als MP3 abgespielt werden. Und noch besser: Das Ganz kann automatisch per Timer erfolgen. Ich verpasse also meine Lieblingssendung nie mehr, auch wenn ich zu der Zeit weder vor dem Radio noch vor dem Computer sitzen kann! Dass man mit dem phonostar-Player auch Podcasts abonnieren, seine Lieblingssender verwalten und ihm ein individuelles Design verpassen kann, ist da schon fast Nebensache.

Wem das allerdings nicht reichen sollte oder wen die Werbung stört, der kann den werbefreien Phonostar-Player Plus für 12,99 EUR kaufen.

Abgerundet wird die Plattform natürlich noch durch Tipps, Rankings, Neuigkeiten aus dem Äther und Konzert-Tickets. Und wer Phonostar dann endgültig in sein Herz geschlossen hat, kann diese Liebe über die vielen Fanartikel - derzeit allerlei T-Shirts und Jacken - zum Ausdruck bringen.

Also, einfach mal vorbeisurfen und reinhören. Das breite Angebotsspektrum sollte keine Wünsche offen lassen.


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Ersetzt Social Bookmarking die Suchmaschinen?

Gepostet in Web 2.0, Suchmaschinen durch Marion Engel am 9 January, 2008

Nachdem das Search Engine Journal zum Besten Blog des abgelaufenen Jahres gewählt worden ist, fühle ich mich natürlich in der Auswahl der Quellen für einige meiner Blog-Beiträge bestätigt. Und so habe ich auch für heute wieder einen interessanten Beitrag ausgesucht:

“Die Frage, ob die Diggs und Mr. Wongs unserer Tage die Vorboten der kommenden Generationen an Social Bookmarking-Diensten sind, die die heute bekannten Suchmaschinen ersetzen können, wurde schon öfter diskutiert und wird es auch noch öfter werden. Hier ein paar Gedanken und Erklärungen dazu:

Das Web ist riesig und wächst weiter
Die Crawler sind schnell und ständig im Web unterwegs, um neue Daten für die Indizierung aufzunehmen. Aber Crawler sind eben nur Programme, die die Analyse des Inhalts einer Webseite durch einen Menschen nicht ersetzen können. Reicht es angesichts der steigenden Zahl an Web-Nutzern aus, den Crawlern allein die Indizierung des gesamten Webs zu überlassen? Denn auch die Menschen finden durch die zunehmende Vernetzung neue Web-Inhalte immer schneller.

Soziale Algorithmen
Menschen analysieren Dokumente nach verschiedenen Mustern. Es gibt bestimmte Kriterien, an Hand derer festgelegt wird, ob ein Beitrag „interessant“ ist oder nicht. Dazu zählen die Aktivität und Geschwindigkeit bei den Bewertungen, die Streubreite der Stimmen und die Menge an Bewertungen. Diese Algorithmen wenden somit Metriken auf die Inhalte an, die ursprünglich von Menschen bewertet wurden. Und das ist möglicherweise der beste Weg zur Ermittlung der Relevanz. Sollen doch die Menschen entscheiden.

Es geht nicht darum, wie gut Inhalte sind, sondern wie schlecht
Die Suchmaschinen wollen eher den sozialen Gral der Relevanz erreichen und sind deshalb nicht wirklich darauf ausgerichtet, die schlechte Qualität eines Artikels zu berücksichtigen. Dieser Aufgabe kommen die Bookmarking-Sites am allerbesten nach, da sie die unwichtigen Inhalte einfach ausblenden.
Wie steht es mit der Relevanz – wenn man einmal von Black Hat-Methoden absieht?
Inhalte gibt es in Hülle und Fülle, während Geld für Anzeigen rar ist. Wer im Internet Aufmerksamkeit erlangen will, muss in den Suchmaschinen vorne stehen. Manche Seitenbetreiber greifen da zu umstrittenen Methoden. Für die Nutzer ist es aber nur wichtig, wie relevant die Inhalte in Bezug auf den Suchbegriff sind. Werden also unzulässige Methoden verwendet, kommt eine Seite möglicherweise nie auf den Bildschirm, egal wie relevant ihr Inhalt ist.
Wenn die Welt nur von den Suchmaschinen abhängen würde, würden die Nutzer vielleicht nur die gewünschten Inhalte bekommen. Von Menschen entdeckte Seiten gibt es nur in den Bookmarking-Diensten.

Aber vielleicht kann man ja Suchmaschinen und Social Bookmarking-Dienste so wenig vergleichen wie man Menschen und Computer?”

Zumindest heute lässt sich kein eindeutiger Sieger ermitteln. Die Social Bookmarking-Dienste haben sicher einige Vorzüge verglichen mit den Suchmaschinen, aber sie können auch noch leicht manipuliert werden. Eine überlegte Kombination beider Möglichkeiten ist sicher der beste Weg, die gewünschten Inhalte zu finden. Ob diese Aussage morgen noch Gültigkeit hat, wird sich zeigen.


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Lingubots und Chatbot – Freunde und Helfer im Web

Gepostet in Web 2.0, Tools, Marketing durch Marion Engel am 4 December, 2007

Sie heissen Kissy, Eve, Ina oder Livia, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, arbeiten rund um die Uhr, schauen immer aus wie aus dem Ei gepellt, sind hilfsbereit und freundlich, kennen aber ebenso die Grenzen des guten Geschmacks und der guten Sitten. Und sie haben sogar ihre eigene Fanseite.

Die Rede ist von diesen interaktiven Figuren auf Webseiten, denen man über ein Textfeld eine Frage stellen kann, die sie dann - mehr oder weniger treffend - beantworten.

Ich hatte vor kurzem die Aufgabe, Informationen zu diesen „Kerlchen“ zu suchen. Das war zunächst gar nicht so einfach, denn ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie sie wirklich heißen. Unter welchen Suchbegriffen erwarten die Anbieter Suchanfragen? Wie kann ich mein Anliegen so genau umschreiben, dass mich Google zu einer Antwort führt? SEO einmal unter anderen Vorzeichen… Es war gar nicht so einfach, aber schließlich bin ich dann doch fündig geworden. Wer also mal vor die gleiche Aufgabe gestellt wird, der suche nach Lingubot, Chatbot oder auch Pandorabot – oder wende sich gleich an Techdivision, dazu aber später mehr.

Definition
Egal ob Lingubot, Chatbot oder Pandorabot: die letzten drei Buchstaben verraten, dass es sich um Roboter handelt. Und der erste Teil des Begriffs zeigt, dass es um Sprache geht, dass etwas eingegeben wird und etwas herauskommt.
Im Internet geht es schriftlich, d.h. der Besucher einer Webseite tippt seine Frage ins Fragefeld ein und der Lingubot zeigt seine Antwort im Antwortfeld an und ergänzt sie durch eine spezielle Geste. Fortgeschrittene Lingubots ergreifen auch selber die Initiative, auf sich aufmerksam zu machen und geben Tipps oder laden den Besucher durch Gesten zu einer Konversation ein.

Einsatzzweck
Die Lingubots sind ein quasi-menschliches Bindeglied zwischen dem Besucher einer Webseite und dem Betreiber der Seite, der bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Anstatt sich durch die vorgegebene Menüstruktur zu hangeln, kann der Besucher seine Frage einfach dem Lingubot stellen. Im Idealfall enthält die Frage ein Schlüsselwort, zu dem der Lingubot eine Antwort parat hat. Ist dies nicht der Fall, wird er aber wenigstens eine freundliche Reaktion liefern, sich entschuldigen oder einen allgemeinen Tipp anbieten, was dazu beitragen soll, dass der Besucher trotz allem noch eine Weile auf der Website bleibt.
Der „schlaue“ Lingubot merkt sich alle Fragen und gibt seinen Betreuern damit einerseits wichtige Hinweise auf interessante Themen, zu denen oft Fragen gestellt wurden, und andererseits auf Wissenslücken, die aufgefüllt werden sollten.

Hintergrund
Lingubots müssen zum Leben erweckt und trainiert werden. Die Figur wird in verschiedenen Positionen oder Bewegungen erstellt. Dazu kommt die Wissensdatenbank, in der Stichwörter, dazu gehörende Antworten und Gesten hinterlegt sind. Je nach Menge der Antworten ist es empfehlenswert, Themengruppen zu bilden. Da nicht jeder Webseitenbesucher ein ernsthaftes Interesse an den Produkten und Dienstleistungen des Anbieters hat, sollten auch freundlich, bestimmte Antworten auf unseriöse Fragen vorgesehen werden.
In Logs werden die beantworteten und die nicht beantworteten Fragen gesammelt. Sie sollten regelmäßig ausgewertet werden. Auf der einen Seite sind es nämlich interessante Marktforschungsdaten, auf der anderen Seite bilden sie die Grundlage für den „Lehrplan“ des Lingubots, liefern also neue Stichwörter, auf die noch Antworten hinterlegt werden müssen.

Vorteile
Statische Internetseiten mit viel informativem Text haben sicher in manchen Phasen eines Kaufentscheidungsprozesses ihre Berechtigung und Bedeutung. Bevor sich ein Besucher jedoch die Zeit nimmt, diese Texte zu lesen, muss die Seite seine Sympathie gewonnen haben. Lingubots verhelfen einer Site sicher zu Pluspunkten gegenüber den Seiten der Mitbewerber. Dazu kommt noch, dass Chatten durchaus beliebt ist und der Besucher vielleicht auch eine gute Portion Neugierde mitbringt, was denn dieser Lingubot so macht und kann.

Soviel zur Theorie der Lingubots. Zur praktischen Umsetzung in Kürze mehr - es lohnt sich also, dran zu bleiben.


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Piczo - Community für Teenager

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 23 November, 2007

Was macht der Teenager, wenn er aus den Suchmaschinen für Kinder rausgewachsen, aber doch eine Plattform für seinesgleichen sucht? Logo, er meldet sich bei Piczo an und freut sich, dass die deutsche Version neben der Englischen schon aus dem Beta-Stadium heraus ist. Allerdings ist nicht alles, was nicht Beta ist auch gleichzeitig fehlerfrei. Denn die Einladung an deutschsprachige Benutzer auf der englischen Seite, doch auf die deutsche Seite zu wechseln, war mit einem fehlerhaften Link hinterlegt - jedenfalls bei meinen 2 Versuchen. Und auch andere Links von der deutschen Seite haben bei mir nicht funktioniert. Aber vielleicht geht es ja morgen wieder…

Über die Navigation ganz oben am Bildschirmrand kann man zwischen den Sprachversionen wechseln, während die Reiter bereits die zweite Navigationsmöglichkeit innerhalb der jeweiligen Sprachversion sind.

Piczo - Community für Teenager

Dass für Piczo noch ein heftiges Wachstum geplant ist, zeigen die Reiter mit den ???. Was wohl die nächsten Sprachen sein werden?

Aber schauen wir mal etwas genauer auf die Seiten - zugegebenermaßen allerdings mit den Augen einer “Web-Oma”. Allerdings fühle ich mich ein wenig in meine (oder die) Web-Jugend versetzt, wenn ich mir das Angebot an Countern und blinkenden Bildern ansehe, von denen wir jedenfalls im Business-Bereich entschieden abraten. Und je mehr ich mir die Seiten im Detail anschaue, desto erschreckter muss ich feststellen, wie sich die Jugend ohne Web von der heutigen Jugend mit Web (und einigem mehr) doch sehr stark unterscheidet. Und um nicht in den Ruf eines Moralapostels zu kommen, beschränke ich mich lieber auf die Fakten.

Die Teenager können eine eigene Homepage zusammenstellen und sich in allen Facetten präsentieren, so ausführlich sie es mögen. Natürlich können die Seiten auch bewertet werden. Dass die Optimierung in Bezug auf Ladezeit nicht an erster Stelle steht, erwarte wahrscheinlich auch nur ich, wenn ich mal wieder Business-Maßstäbe anlege. Viel wichtiger ist für die Teenager, in der Rangliste ganz oben zu erscheinen, weil dann die Chancen auf neue Besucher und Kontakte steigen, denn Kommunikation - nicht nur mit den schon bekannten Freuden - ist ganz wichtig. Dass Piczo auch Videos im Angebot hat, versteht sich fast von selbst.

Die Anbieter legen Wert auf Sicherheit und Seriosität, haben eine Informationsseite für Eltern erstellt, Mailadressen zum Melden von Missbrauch eingerichtet und verlangen ein Mindestalter von 13 Jahren. Mehr können sie nicht tun, denn wenn sich ein Benutzer als älter ausgibt, lässt sich das nicht gleich erkennen.

Auch wenn Piczo andere Web-Regeln verwendet als die Business-Welt, bietet es natürlich für Unternehmen, deren Zielgruppe die Teenager sind, die ideale Plattform für Werbung, ob es nun darum geht, das Taschengeld in die gewünschten Bahnen zu lenken oder den Einfluss der Jugendlichen auf die Kaufentscheidungen der Eltern zu nutzen. So hat die Community mehrere Zielgruppen und Nutznießer. Warten wir mal ab, was aus den ??? wird und wie sich die Plattform insgesamt entwickelt.


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Das Wichtigste zum Social Media Marketing

Gepostet in Web 2.0, Marketing durch Marion Engel am 2 November, 2007

Social Media-Dienste liegen nicht nur im Trend, sondern sind auch ein wichtiger Aspekt beim Suchmaschinen-Marketing. Das ist – in Kurzform – eine der Botschaften der SMX-Konferenz.

Das ist an sich wenig verwunderlich, denn von April 2006 bis April 2007 ist die Verwendung von Social-Media-Diensten um 668% gestiegen. Die meisten Nutzer konsumieren allerdings nur, d.h. der Anteil der Nutzer, die Content liefern, ist verschwindend gering. Nur 0,16% der YouTube-Nutzer stellen Videos ein und bei Flickr kommen die Bilder nur von 0,2 % der Nutzer. Wikipedia liegt an der Spitze mit 4,59% an Nutzern, die aktiv Inhalte beisteuern.

Die Spitzenreiter beim Bloggen sind die Asiaten. 75% der Japaner lesen regelmäßig Blogs, verglichen mit nur 27% in den USA.
67,3 % aller neuen Leser eines Blogs kommen über Links aus anderen Blogs. Empfehlungen bringen 22,9 % der neuen Leser, Suchmaschinen 19,6 %. Spezielle Blog-Suchmaschinen bringen 5,6 % neue Leser auf die Blogs.
Die Qualität eines Blogs ist von großer Bedeutung. In einer Studie gaben 43,9% der Befragten an, dass die Qualität eines Blogs der wichtigste Grund zum Lesen für sie ist. Qualität wird hier als Schreibqualität definiert. Daneben sind natürlich aktuelle Themen und die Häufigkeit, in der Beiträge eingestellt werden, wichtige Faktoren, eine treue Leserschaft aufzubauen und zu halten.

Wer annimmt, dass Social Media-Dienste nur was für die Jugend sind, täuscht sich, denn sowohl große Unternehmen als auch Universitäten gehören zu den eifrigen Nutzern von Blogs, Videos, sozialen Netzwerken usw.
Videos werden in drei Viertel der Fälle über Links im Freundeskreis und in der Familie weitergegeben. Bei den Inhalten der Videos liegen Nachrichten mit 37% und Comedy mit 31% an der Spitze.

Der Erfolg der Social Media Dienste steht und fällt natürlich mit dem Mitmachen. Bekannte Marken und Unternehmen, die diese Beteiligungen fördern, werden mit einer gesteigerten Glaubwürdigkeit, erhöhtem Traffic und größerer Aufmerksamkeit belohnt.

Hilft das SMM dem SEM?
Angefangen hat es mit den Meta-Tags, dann kam der Page Rank, und inzwischen befassen sich die Suchmaschinen mit Methoden, um Vertrauen und Qualität und Sinnhaftigkeit von Links auf Webseiten in ihr Ranking mit einzubeziehen. Und hier setzt das Social Media Marketing an: Denn Links sind sozusagen Bewertungen, allerdings nur, wenn sie wirklich auf Empfehlungen oder redaktionellem Vorgehen beruhen. Einige Strategien zum Linkaufbau können allerdings gefährlich sein, wie ja Googles Angriff auf die bezahlten Links gezeigt hat.
Den größten Nutzen bringen Links, die von:

  • Bloggern
  • Inhabern von Verzeichnissen
  • Liebhabern
  • Forschern

gesetzt werden. Zu diesen Personen kann man über soziale Netzwerk-Seiten, Foren oder Blogs, per Email oder bei Veranstaltungen in Kontakt treten. Erfolg versprechend ist das Vorgehen, wenn virale Inhalte angeboten werden, d.h. Web-Seiten mit solidem Design, werbefreien Inhalten, interessanten Graphiken und klarer Ausdrucksweise. Schlechte Aussichten hat man u.a. mit aufdringlicher Werbung, schlechter Seitenarchitektur, schlechten Suchmöglichkeiten in der Site, einem Zwang zur Registrierung, unprofessionellem Design und langen URLs, die sich nicht leicht weiterleiten lassen usw.

Abschließend noch die Kennzeichen für Social Media Marketing:

  • Nachrichtenportale
  • Social Networking Communities
  • Seiten, deren Inhalte von den Usern kommen
  • bekannte Blogs
  • Social Bookmarking Sites
  • Mitmachseiten in Nischen und zu bestimmten Themen
  • Blogs, Foren und Gruppen, die Online-Kommunikation in Nischen bieten
  • Beteiligung der Nutzer in bekannten Medien-Portalen

frei nach: Search Engine Journal


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