Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 8 Oktober, 2009
Crawl Equity könnte man als Verteilungsgerechtigkeit beim Crawlen übersetzen. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Spider der Suchmaschinen pro Site nur eine begrenzte Zeit und Bandbreite aufwenden können. Die wichtige Frage ist nun, wie man dafür sorgen kann, dass 1.) möglichst viele Seiten der Site von den Suchmaschinen besucht werden und dass 2.) alle wichtigen Seiten aufgenommen und wenn nötig eher unwichtige Seiten ignoriert werden.
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 26 August, 2009
Eigentlich hatte ich ja den neuen Taschenrechner gesucht, den Yahoo! anbieten soll, wenn man eine Rechenaufgabe in das Suchfeld eingibt. Stattdessen wird unter dem Ergebnis eine Zeile mit “InfoExpress - Was ist das?” eingeblendet. InfoExpress hört sich gut an, dachte ich mir und habe mal geklickt.
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 9 Juni, 2009
Kaum ist Bing, Microsofts neue Suchmaschine verfügbar, gibt es auch bereits die ersten Tools, um die Suchergebnisse von Bing und Google zu vergleichen. Man könnte ja meinen, dass bei der gleichen Aufgabe die gleichen Ergebnisse rauskommen. Dem ist aber nicht so, wie meine Tests ergeben haben. (weiterlesen…)
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 2 Juni, 2009
Bing, die neue Suchmaschine von Microsoft, ist bereits erreichbar, auch wenn der offizielle Start erst für den 3. Juni angekündigt wurde. Wagen wir also mal einen Blick in das neue Tool: (weiterlesen…)
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 18 Mai, 2009
ist also nun für jedermann zugänglich - mitten im Jahr, auch wenn ich bei dem Logo immer an einen Weihnachtsstern denken muss.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was dieses neue Tool kann und ob wir die Veröffentlichung bejubeln dürfen. (weiterlesen…)
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 21 April, 2009
ist eine Bildersuchmaschine, die vom Search Engine Journal für ihre Möglichkeiten, die Suchergebnisse einzuschränken, gelobt wurde. Was bietet sie wirklich und wie steht sie im Vergleich zur Google Bildersuche? Diese Fragen möchte ich mit ein paar Vergleichs-Suchläufen beantworten.
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 3 März, 2009
Soll man von seinen Webseiten auf andere Seiten verlinken oder nicht? Diese Frage wird immer wieder gerne diskutiert, besonders in SEO- und Marketingabteilungen mittelgroßer und großer Organisationen. Oft wird befürchtet, dass die Verlinkung folgende negative Effekte haben kann:
Rufschädigung
Beeinflussung des Suchmaschinen-Rankings
Verluste beim Page Rank
Verlust von Besuchern über die Links
Diese Sorgen sind aber weitestgehend unbegründet. Die Verlinkung ist eine gängige Praxis im Web, die von allen Benutzern erwartet und respektiert wird und somit nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit zu einer Rufschädigung führen kann. Und selbst wenn eine verlinkte Seite zwischenzeitlich aufgekauft und mit unseriösen Inhalten befüllt worden sein sollte, verzeihen die Besucher dies - besonders bei alten Links.
Und auch die Suchmaschinen erkennen, dass selbst die besten Websites manchmal Links in die Unterwelt des Webs enthalten. Solange man also nicht nachlässig auf schädliche oder minderwertige Seiten verlinkt, gilt der gleiche Grad an Aufmerksamkeit wie für mögliche 404-Seiten.
Was den Page Rank angeht…ja, da ist was dran. Nach dem PR-Algorithmus sind Links auf externe Seiten verlorene Möglichkeiten, auf interne Seiten zu verlinken. Es gibt aber auch etliche Beweise aus der Praxis, dass eine externe Verlinkung keine negativen Auswirkungen auf das Ranking einer Site hat, sondern in einem positiven Zusammenhang mit Ranking, Trust usw. sowohl für einzelne Seiten als auch die gesamte Domain steht.
Die Befürchtung, dass Besucher die Site verlassen, ist ebenfalls nicht haltbar. Es gibt ausreichend Beweise dafür, dass Seiten und Sites mit externen Links davon profitieren. Denken Sie nur mal an den bekanntesten, am häufigsten verwendeten Dienst im Web – eine Webseite, auf die wir hundert, wenn nicht tausend Mal im Monat wieder zurückkommen: Google. Ihr Anliegen ist es, die Besucher so schnell wie möglich von der Seite wegzubekommen – und davon profitieren sie natürlich sehr stark. Es gibt auch Untersuchungen, denen zufolge die Seiten mit vielen Links denen mit wenigen Links überlegen sind. Als Beispiel kann man Digg, Twitter, Delicious und andere nennen, die viele Links enthalten, und auf die die Besucher immer wieder zurückkommen. Es gibt jedenfalls noch keine Beweise, dass Links auf gute, hilfreiche Seiten einer Site langfristig schaden.
Nachdem nun die Contra-Argumente entkräftet wurden, ist es Zeit, die Pro-Argumente zu betrachten. Denn es gibt viele Vorteile aus einer echten Verlinkung ohne nofollow (von denen einige wenige und in abgeschwächter Form allerdings auch mit nofollow erreicht werden können).
Verlinkung erscheint in der Traffic-Statistik
Wenn eine Seite auf eine andere verlinkt und das auch nur ein bisschen zusätzlichen Traffic bringt, wird dies in der Traffic-Statistik der Zielseite erscheinen. Die Seitenbetreiber schauen dann bestimmt mal auf Ihrer Seite vorbei und informieren sich. Und vielleicht entsteht daraus sogar eine Geschäftsbeziehung oder zumindest ein Rücklink. Ein Link öffnet also sicher einige Augen.
Ihre Seite wird wertvoller und skalierbarer
Egal wie umfangreich eine Website ist: sie kann nie alles für alle sein oder alle relevanten Informationen enthalten, die die Benutzer über das Thema wissen möchten. Es macht also Sinn, die Kraft des Webs und von Links als Hebel zu nutzen, um einen einfachen, skalierbaren Pfad zu schaffen, auf dem den Benutzern noch mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden. Denn eine Seite, auf der man nützliche Links findet, wird man positiv bewerten. Und warum sollte man das nicht nutzen, um zu einer wertvollen Anlaufstelle in seiner Nische zu werden?
Suchmaschinen werden das Verhalten algorithmisch belohnen
Die Analyse von Spam hat einige interessante Theorien und Einsatzbereiche gezeigt. Es gibt einen umgekehrten oder Anti-Trustrank, der die ausgehenden Links betrachtet, um daraus einen Indikator für Qualität vs. Spam abzuleiten. Es zahlt sich also aus, die eingehenden Links zu betrachten. Genauso lohnenswert ist es aber, die ausgehenden Links zu betrachten. Minderwertige Seiten verlinken auf wesentlich mehr Schrott, während gute Sites üblicherweise auf andere gute Sites verlinken. Diese Netze aus Vertrauen und Wert können von den Suchmaschinen algorithmisch erfasst werden, und verbessern die Suchergebnisse. Nutzen Sie dies also, indem Sie auf Seiten verlinken, die Ihre Nutzer und die Suchmaschinen mögen.
Ausgehende Links erzeugen eingehende Links
Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Wikipedia und YouTube) revanchieren sich Websites, die Links erhalten auch mit Gegenlinks. Wer Links setzt, signalisiert, dass er bereit ist, sich am Netzwerk zu beteiligen und weder in einer abgeschlossenen Community lebt noch ausschließlich auf sich selbst fokussiert ist und alles zu wissen glaubt.
Ausgehende Links führen zum Mitmachen
Es gibt viele intelligente Leute im Web, die zu Ihrem Erfolg beitragen oder Ihr Wachstum steigern können. Mit ausgehenden Links kann man also seinen Erfolg steigern oder das Wachstum beschleunigen. Ausgehende Links regen Linkeratis (Blogger, Freunde der Social Media-Services, Online-Journalisten, Webmastern und Teilnehmern in Foren) an, sich Ihrer Site zuzuwenden. Am Anfang ist der Anreiz zwar noch klein, aber es lohnt sich trotzdem. Unterschätzen Sie die Macht der Belohnung Ihrer Community nicht. Dadurch sind schon einige der erstaunlichsten Marken im Web und außerhalb entstanden.
Darüber hinaus gibt es noch ein paar mehr gute Gründe für Links. Aber die genannten Gründe sind die wichtigsten, die auch Kunden überzeugen können, die sich anfänglich gegen die Idee sträuben.
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 15 Dezember, 2008
Suchmaschine = Google. So ist es oft, und so kommt man auch meistens an sein Ziel. Sucht man allerdings Webseiten zu einem bestimmten Thema oder zu Begriffen, die in mehreren Kontexten auftauchen, ist Google - oder eine der anderen großen Suchmaschinen - manchmal doch nicht die ideale Suchmaschine.
Das zumindest war die Erkenntnis der Evangelischen Kirchen in Deutschland und der Anlaß, 2003 eine eigene Suchmaschine zu entwickeln.
Als Name wurde crossbot.de gewählt, eine Verbindung aus “cross” für Kreuz, dem Symbol für Kirche und Glauben und “bot” für den technischen Anteil der Suchmaschine. Crossbot enthält ausschließlich christliche Seiten, derzeit bereits über 700.000. Jeder kann seine Website bei crossbot anmelden. Alle Anmeldungen werden geprüft und für gut oder nicht gut befunden. Seiten, die schließlich in den Index aufgenommen werden, erhalten dann regelmäßig Besuch vom crossbot, damit immer die aktuellste Version angeboten werden kann.
Die Seiten können sowohl über ein Suchfeld und eine erweiterte Suche als auch über ein Kategorieverzeichnis gefunden werden. Zusätzlich wird angezeigt, welche Suchabfragen in den letzten Minuten gestellt worden und welche Suchbegriffe im aktuellen Monat die höchste Popularität genossen haben. Vielleicht will sich ja jemand dem Trend anschließen und auf eine bereits vorhandene Suche aufbauen.
Alle Gemeinden, ob evangelisch oder katholisch, sollten ihre Seiten bei crossbot anmelden, damit die über Postleitzahlen gesteuerte Liste der Gemeinden möglichst vollständig ist. In den Kategorien findet man darüber hinaus weitere interessante Themen und Hilfestellungen für die praktische christliche Arbeit, sei es in der Schule oder der Gemeinde. Man kann sich über kirchliche Feiern, Einrichtungen und Bildungsgänge informieren, ebenso über kulturelle und gesellschaftliche Angebote der Kirchen und über rechtliche und steuerliche Fragen. Auch der Freizeitgestaltung unter dem christlichen Dach wird ausreichend Platz eingeräumt, denn von christlichen Sportvereinen über Ferienmöglichkeiten bis hin zu Bibelcartoons ist alles vorhanden.
Es lohnt sich also, auch einfach so mal bei crossbot zu Stöbern - nicht nur in der Vorweihnachtszeit, der allzu oft die eigentlich christliche Bedeutung abhanden kommt.
Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 10 Dezember, 2008
Das Search Engine Land berichtet davon, dass die Bounce-Rate für das Ranking verwendet wird. Bounces? Das kennt man vom Newsletter. Dort sind Bounces die Mails, die nicht zugestellt werden können, weil die Mailadresse nicht mehr existiert oder weil die Mailbox voll ist. Aber darum kann es beim Web ja nicht gehen. Dort spricht man vom Bounce, wenn ein Besucher nur eine Seite einer Web-Site besucht und dann auf eine andere Site wechselt.
Das ist natürlich ein sensibles Thema mit vielen Pro- und Contra-Argumenten. Sicher, eine schlechte Seite wird eine hohe Bounce-Rate haben. Aber was ist schlecht?
Ein optisch abstoßendes Layout, das irgendwie überhaupt nicht zum Verweilen einlädt?
Eine Seite, bei der auf den ersten Blick erkennbar ist, dass sie inhaltlich nicht das bietet, was das Suchergebnis versprochen hat?
Eine Seite, die man bereits über ein anderes Suchergebnis besucht hat?
Eine Seite, die den Suchbegriff nicht mal enthält?
Eine Seite, die offensichtlich umgeleitet wurde und nun ein anderes Thema behandelt als erwartet?
Eine Seite, deren Links kaputt sind oder deren Navigation so versteckt ist, dass es gar nicht weiter gehen kann? Vielleicht eine allein auftretende Hauptspalte einer Frames-Seite?
Wenn solche Seiten abgestuft werden, ist sicherlich nichts daran auszusetzen. Aber es kann ja auch sein, dass man genau eine Seite einer Web-Site aufruft, dort die gewünschte Information findet und die Seite dann wieder zufrieden verlässt. Wenn die Seite dafür bestraft würde, wäre das sicher nicht in Ordnung. Das widerspricht auch dem Prinzip der Deep Links, nach dem ja auch Unterseiten in den Ergebnissen der Suchmachinen zu finden sein sollen. Gelangt der Benutzer dort also benutzerfreundlich schnell und direkt hin, wird die Seite bestraft. Muss er den Umweg über die Startseite gehen, entfällt die Strafe mit gleichzeitig sinkender Wahrscheinlichkeit, dass die Benutzer die gesuchte Information überhaupt finden.
Und eine Seite muss ja auch nicht absolut schlecht sein. Vielleicht enthält sie nicht die Informationen, die ich in diesem Augenblick suche. Vielleicht suche ich ja etwas ganz Spezielles, das nur sehr schwer zu finden ist. Dann ist ja auch klar, dass ich viele Seiten anschauen muss, bis ich die richtige finde. Denn bekanntlich muss man ja auch viele Frösche küssen, um den Prinzen zu finden…
Was ist mit News-Tickern - wenn Seiten immer wieder mal besucht werden, um zu schauen, ob es etwas Neues gibt? Wenn es etwas Neues gibt, das auf einer eigenen Seite behandelt wird, handelt es sich nicht um einen Bounce. Wird die Neuigkeit aber direkt auf der Startseite dargestellt, wird gestraft? Denn die Neuigkeit muss ja nicht immer mit einem riesigen Text einhergehen. Oft reichen ja ein paar Zahlen oder eine Grafik, um eine gewisse Entwicklung darzustellen. Und in diesem Fall wird der gewissenhafte Webmaster nach jeder Aktualisierung selbst kurz online auf die Seite schauen, um sicherzustellen, dass alles passt. Ein Blick, kein weiterer Klick auf Unterseiten –> Strafe?
Eine offene Frage ist auch noch, wieviel Zeit zwischen dem Besuch der 1. Seite und der Folgeseite einer Website vergehen darf. Geht man vor der Mittagspause auf die Startseite und erst danach auf Unterseiten, kann das auch zu Minuspunkten führen, weil die Besuche als unabhängig voneinander gewertet werden.
Was ist mit den Seiten eines Blogs, die man aus dem RSS-Reader öffnet? Das sind doch dann auch alles Bounces, oder? Denn technisch ist es offensichtlich nicht möglich, zu unterscheiden, ob ein Besucher sich nach nur wenigen Sekunden von der Seite verabschiedet, oder ob er alles liest und voll informiert wieder verschwindet.
Eigentlich spricht das alles ja für Seiten mit vielen Teaser-Texten und vielen weiterlesen-Links, damit mindestens ein Klick zustande kommt. Aber das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, wenn jeder unnötige Klick vermieden werden soll und die Verteilung zusammengehörender Inhalte auf mehrere Seiten die Barrierefreiheit einschränkt.
Mit welchem Zustand könnten alle White-Hat-SEOs zufrieden sein?
Die Suchmaschinen haben einen ausgereiften Algorithmus, der echte und unechte Bounces voneinander unterscheiden kann. Sie halten ihn aber (noch?) geheim, um so unglückliche Gegenmaßnahmen wie im letzten Abschnitt beschrieben, zu verhindern. Wie so oft ist aber doch etwas an die Öffentlichkeit gelangt, was nun für Verwirrung sorgt.
Das ist alles nur ein Gerücht, das der Abschreckung dienen soll. Vielleicht lassen sich so ein paar Bounce-gefährdete Seiten aus dem Verkehr ziehen. Oder die SEO-Welt soll mit der Diskussion über die Bounces beschäftigt werden, damit die Suchmaschinen derweil irgendwas ganz anderes vorbereiten und einführen können.
Alles Spekulation und nix genaues weiß man nicht. Ziehen wir also die positive Essenz aus dem Ganzen: Jede Einstiegsseite sollte so funktionell und attraktiv sein, dass sie den Benutzer zum Verweilen und Klicken einlädt. Alles andere lässt sich dann sowieso nicht mehr beeinflussen.
Ganz unauffällig und überhaupt nicht spektaktulär präsentiert sich die Startseite von search.io, einem Portal, das unter einem Dach Suchergebnisse für viele unterschiedliche Anforderungen anbietet:
Das Bild zeigt die aufgeklappte Kategoriebox. Zu all diesen Kategorien gibt es Anbieter, deren Inhalte bei search.io zusammengeführt sind und durchsucht werden können. Die Ergebnisse zum Suchbegriff, der auf der Startseite eingegeben worden ist, werden auf der folgenden Seite angezeigt.
Über die Tabs kann man zwischen den verschiedenen Anbietern wechseln. In diesem Beispiel aus der Kategorie “Search Engines” ist Google (welch Wunder…) die Nummer 1, d.h. sowohl auf dem ersten Tab zu finden als auch mit ihren Ergebnissen im Hauptteil der Seite angezeigt wird. Mit nur einem Mausklick und ein klein wenig Geduld erhält man wenige Sekunden später die Suchergebnisse der anderen Anbieter, ohne den Suchbegriff erneut eingeben zu müssen. Wer die Logos in den Tabs nicht zuordnen kann, erhält beim Mouse-Over einen Tooltipp mit dem vollen Namen des jeweiligen Anbieters. Wer im Gegensatz dazu kurze Wege wünscht, kann auch den Shortcut verwenden, der rechts oben im Tab steht, im Tooltipp enthalten oder nach kurzer Zeit sicher auch fest im Kopf verankert ist.
Ein kurzer Blick auf die Suchergebnisse der verschiedenen Suchmaschinen bei meinem Standardbegriff “typo3 rosenheim” bestätigt die Ergebnisse, zu denen ich bereits bei der Vorstellung anderer Kombi-Suchmaschinen gekommen bin. Es gibt ganz einfach Suchmaschinen, deren Ergebnisse nützlicher und treffender sind als die anderer Suchmaschinen.
Nun aber zurück zu search.io, das noch mehr bietet als die Suche in mehreren Suchmaschinen. So kann man auch nach Blogbeiträgen suchen. Die Ergebnisse kommen entweder aus Suchmaschinen, die ausschließlich in Blogs suchen oder aus Blog-Katalogen. Letztere sind natürlich klar amerika-lastig, und wer kein Englisch kann, wird keinen so großen Nutzen aus dem Angebot von search.io ziehen.
Wer gerade einen neuen Job sucht, findet bei search.io ebenfalls eine hilfreiche Zusammenstellung verschiedener Jobportale und kann für einen Suchbegriff in 9 Jobbörsen stöbern. Allerdings gilt auch hier die Einschränkung, dass sich alles “nur” in Amerika abspielt. Aber die Idee des Meta-Portals ist schon fast genial, und wird sicher eines Tages auch in unseren Breiten umgesetzt werden.
An der portalübergreifenden Bildersuche bei 9 Anbietern hat wieder jeder Freude, da ja ein Bild mehr sagt als 1000 Worte. Also einfach Suchbegriff eingeben und in den Angeboten stöbern - Mausklick genügt.
Nicht ganz zufrieden war ich bei der Suche nach “Typo3″ in den Tutorials. Offensichtlich ist das eine Marktlücke, denn die meisten Tutorial-Portale können dazu kein Ergebnis liefern. Das ist legitim, und wenn es so ist, darf es auch gesagt werden. Es gibt allerdings auch Anbieter, die eine lange Liste von Tutorials anzeigen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es dabei nicht um Typo3, sondern um Bildbearbeitung, PHP oder andere Themen aus dem Bereich der Programmierung handelt. Dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass keine Typo3-Tutorials gefunden wurden, vielleicht aber folgende Tutorials auch interessant sein könnten, ist im ersten Moment etwas enttäuschend.
Für uns Web-Designer ist auch die Suche in unterschiedlichen CSS-Galerien eine interessante Sache, bei der die Sprache der Site zweitrangig ist - es sei denn, es geht um das Studium der Regeln, d.h. inwieweit man die dort gezeigten Layouts kopieren oder übernehmen darf. Aber meist braucht man ja nur eine Inspiration, um die eigene Kreativität in Gang zu setzen. Und die bieten 10 CSS-Galerien auf jeden Fall.
Audio, Videos, Musik, Liedertexte, Rezepte, Fonts, News und Leute, alles ist bei search.io zusammengefasst und kombiniert durchsuchbar. Da sieht man auch mal, wonach man suchen könnte, wenn man selber drauf gekommen wäre ;-).
Alles in allem gefällt mir search.io und die dahinter stehende Idee sehr gut. Für die Web-Benutzer ist es auf jeden Fall ein Vorteil, wenn verschiedene Angebote zu einem Thema gebündelt werden. Und für die Anbieter ist das die Aufforderung, sich klar zu positionieren, sich eine spezielle Nische zu suchen und darin ein gutes Angebot zu machen. Denn dann brauchen sie die Gegenüberstellung mit anderen Anbietern nicht zu scheuen. So könnte man sich die Tabs in search.io als Darstellung des Long Tail vorstellen.
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