1und1 oder besser 1-und-aus
Eigentlich bin ich ja ein extrem geduldiger Mensch, der sich so leicht nicht aus der Ruhe bringen lässt. Was sich der Hostingprovider 1&1 allerdings erlaubt, führt bei mir mittlerweile zu “leichten” anflügen eines cholerischen Ausbruchs. Dass man bei 1&1 nur über Umwege Support erhält, der den Namen in vielen Fällen nicht verdient, daran hatten wir uns ja mittlerweile schon gewöhnt. Dass die Kündigung eines Vertrages - trotzt Bestätigung durch 1&1 - plötzlich eigenmächtig wieder aufgehoben wurde und das Hosting “heimlich still und leise” weiterlief war da schon eine etwas härtere Nummer.

Abbildung dient nur zur Aufheiterung und entspricht
nicht nachweislich den tatsächlichen Gegebenheiten
Was uns Anfang dieser Woche mit dem letzten Hostingpaket passiert ist, das wir bei 1&1 unterhalten, sprengt jetzt aber doch unsere Vorstellungskraft und sorgt für ein vollkommen neues Bild dieses Providers, das mittlerweile meilenweit von professionellen Hosting-Anbietern entfernt ist. Aber jetzt kurz zur Geschichte:
Am Dienstag früh ließen sich die Emails einiger Accounts nicht mehr abrufen. Der IMAP-Server war angeblich nicht mehr erreichbar. Nach Prüfung der Logs stellten wir fest, dass gegen Mitternacht der betroffene 1&1 Server urplötzlich “ausgeknipst” worden war - und zwar so, wie wenn jemand im laufenden Betrieb den Stecker gezogen hätte.
Nachfragen bei 1&1 blieben vorerst ohne Erfolg (Stichwort: Erreichbarkeit und Kompetenz!!!). Nach unzähligen Versuchen auf der kostenpflichtigen Hotline und über den Online-Support, hatten wir dann irgendwann einen Mitarbeiter des 1&1 Supports an der Strippe, der uns am Telefon etwas kleinlaut bestätigte, dass 1&1 gegen Mitternacht einen Stromausfall im Rechenzentrum hatte….
Hä, wie bitte! Ich dachte, dass professionelle Hostingprovider über entsprechende Absicherungsmechanismen verfügen (Notstromversorgung, USV etc.) - zumindest wird es so ja immer verkauft. Als technischer Laie stelle ich mir nun natürlich die Frage, wie es sein kann, dass bei einem Stromausfall und einer entsprechenden Absicherung, der Server urplötzlich ausgeknipst werden kann und in einem derartigen Notfall dann nicht mal ordnungsgemäß heruntergefahren wird. Abgesehen davon ist es natürlich auch „etwas sehr viel verlangt“, dass man als Kunde über ein derartig gravierendes Problem und einen entsprechenden Ausfall automatisch informiert wird. Nach dem Telefonat und der Info habe ich mir versucht vorzustellen, wie in diesem Fall das 1&1 Rechenzentrum aussehen muss. Das Bild, das ich hier vor Auge habe, ist - wie bereits erwähnt - meilenweit weg von den topmodernen Rechenzentren aus den 1&1 Hochglanz-Prospekten….
Mich würde jetzt einfach mal interessieren, ob da draußen jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat, oder vielleicht sogar über ein reales und nicht beschönigtes Bild eines 1&1 Rechenzentrums verfügt… Ich bin in jedem Fall für jegliches Feedback dankbar! Vielleicht reagiert 1&1 auf diese Art von Kommunikation ja auch schneller …
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Das Internet aus der Sicht der Generationen
Vieles erledigt man heute schnell und unkompliziert im Internet. Für die junge Generation ist das völlig selbstverständlich und sie kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass man früher auch ohne das Internet leben konnte. Die mittlere Generation kennt beide Welten, während es in der älteren Generation noch eine ganze Menge Leute gibt, die noch nie mit einem Computer gearbeitet und keine Idee vom Internet haben.
Aber bleiben wir mal in der Mitte und vergleichen wir mal exemplarisch früher und heute.
Urlaubsquartier buchen
Wer heute ein Urlaubsquartier – sagen wir mal in Österreich - sucht, schaut auf die Internet-Seite des Zielorts, gib dort den gewünschten Zeitraum ein und erhält eine Liste der als frei gemeldeten Quartiere. Hat man dann die Angebote mit den Verweisen auf die Internet-Seiten der Vermieter studiert und sich entschieden, kann man gleich Online buchen oder zumindest eine Anfrage absenden. Und früher? Da brauchte man auf jeden Fall die Ortsprospekte. Dann gab es mehrere Möglichkeiten: Entweder hat man beim Tourismusverband angefragt, welche Quartiere ihm für die gewünschte Zeit als frei gemeldet sind oder ihn gebeten, die Anfrage auszuhängen, damit sich interessierte Vermieter melden können. Oder man hat Anfragen an seine bevorzugten Häuser geschickt oder telefonisch angefragt.
Schneehöhen
Schneehöhen, Wetterwerte und Bilder von Panoramakameras gibt es heute auch topaktuell im Web. Wenn man früher wissen wollte, wie die Schneelage in einem mehr oder weniger entfernten Ort war, blieb nur das Schneetelefon. Das konnte man anrufen, um die Tonbandansage abzuhören.
Bahnfahrplan
Wer mit der Bahn verreisen will, sucht sich online zu jeder beliebigen Zeit die beste Verbindung raus und druckt sich oft auch gleich die Fahrkarte aus. Früher war man für beides auf Menschen angewiesen: Die Auskunft gab es am Bahnschalter, im Reisebüro oder auch per Telefon. Eine Revolution war seinerzeit in Frankfurt das „Karlchen“, ein Sprachcomputer, der mit seiner blechernen Stimme ziemlich zuverlässig über Züge informiert hat.
Kommunikation
Wo man heute eine Mail schreibt oder gleich chattet, hat man früher Briefe geschrieben. Die waren zwar immer ein paar Tage unterwegs, aber dafür waren sie bunt und individuell, auf schönem Briefpapier oder mit Aufklebern verziert, je nach Schreiber und Anlass. Es gab Zeitschriften, in denen man Anzeigen aufgeben konnte, um nach Brieffreunden in aller Welt zu suchen – was auch wirklich funktioniert hat.
Literaturrecherche
Wer heute zu einem bestimmten Thema recherchieren muss, schaut zuerst ins Internet, sucht nach den Begriffen und hangelt sich dann hier und da über Links weiter, bis genug „Stoff“ zusammen ist. Früher ging der Weg in die Bibliothek. Wenn man schon wusste, welches Buch die gewünschten Informationen enthält, musste man in riesigen Karteikästen oder an Computer mit Microfiches die Nummer des Buchs suchen, um es dann ausleihen zu können.
ausländische Bücher bestellen
Heute bestellt man ausländische Bücher bequem bei amazon, und nur wenige Tage später steht der Postmann vor der Tür. Früher ging das nur über den örtlichen Buchhändler. Diese Variante wollte ich kürzlich nochmal ausprobieren. Aber nachdem die Kosten für die Bestellung den Buchpreis fast verdoppelt hätten und die Lieferzeit mit 3-4 Wochen angegeben wurde, habe ich dankend darauf verzichtet.
Dies nur ein paar Beispiele. Die Liste ließe sich natürlich noch beliebig fortsetzen. Stattdessen will ich ein paar Schlussfolgerungen wagen.
Es geht heute schneller. Im bzw. mit dem Internet kommt man viel schneller zum gewünschten Ergebnis, natürlich unabhängig von Öffnungs- oder Dienstzeiten. Voraussetzung ist allerdings, dass die andere Seite entsprechend verfügbar und reaktionsschnell ist, denn das kann bei mehreren Alternativen für einen Auftrag entscheidend sein.
Dienstleistungen haben sich verlagert: Die Post braucht heute sicher wesentlich weniger Briefe und Postkarten zu transportieren als früher. Dafür sind es mehr Pakete mit Bestellungen aus den Online-Shops.
Auch der Papierverbrauch hat sich verlagert. Während früher der Sender das Papier brauchte, kann heute der Empfänger entscheiden ob er eine Mail ausdrucken will oder nicht.
Auskünfte, die früher von Menschen erteilt worden sind, kommen heute zunehmend automatisiert aus Datenbanken. Dafür braucht es andere Qualifikationen, um die Anwendungen entsprechend zu erstellen und zu pflegen.
Sind wir also froh, dass wir das Internet haben – auch wenn es natürlich auch so lästige Dinge wie Spam-Mails mit sich bringt, oder?
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Was bringt 2008 im Web-Business?
Das Jahr ist noch jung, der erste Arbeitstag noch nicht vorbei - Zeit also für ein paar Gedanken zum neuen Jahr, zu ein paar Hoffnungen, Wünschen, Vermutungen aus der Welt des Webs.
Top-Hoffnung: Magento
Die Shop-Software Magento wird überall sehnsüchtig erwartet. Die Freigabe der ersten Version wird sicher eines der Highlights des Jahres werden. Über das ganze Jahr kann dann aber die Freude der Shop-Betreiber und -Entwickler anhalten, wenn die Erstversion durch neue Features erweitert wird. Wenn sich diese Hoffnung bewahrheitet, wird es dann wohl heißen: “Die ganzen Shop-Welt ist mangenta-rot”…
Wunsch nach einer Business-Ethik
Für Wünsche wäre zwar vielleicht eher das Christkind zuständig gewesen, aber ich möchte dieses himmlische Wesen nicht mit schwarzen Schafen konfrontieren. Ich wünsche mir nämlich mehr Transparenz und Ehrlichkeit in der Internet-Branche. Immer wieder stoßen wir auf Billigangebote, in denen Super-Webseiten, oft sogar mit Suchmaschinenoptimierung, zu Spottpreisen angeboten werden. Für einen Interessenten, der sich - zwangsläufig - in der Materie nicht auskennt, klingt das sicher zunächst sehr ansprechend. Das böse Erwachen wird aber früher oder später kommen, denn der Hinweis auf “Risiken und Nebenwirkungen” fehlt bei diesen Angeboten natürlich. Niemand kann zaubern, und niemand hat heutzutage etwas zu verschenken. Wer also etwas zu einem niedrigen Preis kauft, muss entweder damit rechnen, dass er entweder Massenware von der Stange bekommt oder selber Hand anlegen muss. Ein Web-Design, das an das Corporate Design angepasst ist, eine individualisierte Suchmaschinen-Optimierung und eine Betreuung bei der Verwendung von TYPO3 hat nun mal seinen Preis. Wer hier sein Geld richtig anlegt, wird es sicher nicht bereuen, sondern die positive Wirkung auf Kunden und Interessenten in vielerlei Hinsicht spüren. “Lügen haben kurze Beine”, das wird auch in diesem Bereich seine Bedeutung behalten.
Was tut sich mit Google und den anderen Suchmaschinen?
Was wird sich beim Suchmaschinen-Primus tun? Wird der Page Rank das Jahr überleben, oder eher von einem neuen Kriterium abgelöst? Hier wird sich sicher noch einiges tun, denn auf internationaler Ebene ist der Vorsprung von Google mit “nur” 57% Marktanteil nicht ganz sooo komfortabel wie in Deutschland, wo die Mitbewerber sehr viel weiter abgeschlagen sind. Vielleicht werden ja auch die alternativen Suchmaschinen in ihrer Masse ein wenig Wasser bei Google abgreifen. Wenn sich die Kollegen vom Search Engine Journal schon den Vorsatz gefasst haben, im neuen Jahr häufiger mal auf andere Suchmaschinen umzusteigen… Vielleicht muss man wirklich ab und zu mal die “alten” Gewohnheiten ablegen und neue Wege beschreiten.
Sensationen von Web 2.0?
Was kann uns das Web 2.0 noch bieten? Gibt es schon alle Portale, die man sich vorstellen kann? Auch wenn es bereits so viele Portale gibt, dass niemand ernsthaft behaupten kann, sie alle zu kennen, gibt es noch eine ganze Menge neuer Ideen, die umgesetzt werden könnten. Aber dem steht oft eine Form des “Henne-Ei-Prinzips” entgegen. Die Idee allein reicht nicht aus. Erst wenn sie so weit umgesetzt ist, dass sie wirklich greifbar und verständlich ist, werden Investoren bereit sein, hier Geld zu investieren. Also müssen die ideenreichen Köpfe zunächst die Entwicklung selber finanzieren, bevor sie vom großen Gewinn mehr als nur träumen können. Und weil das nicht immer möglich ist, bleiben viele gute Ideen in den Köpfen verborgen, ohne je das Licht des Webs erblickt zu haben.
Wunsch nach Qualität
Die Möglichkeiten des Web 2.0 führen natürlich auch zu einem ziemlichen Wildwuchs. Jeder will irgendwie dabei sein und sich ein Stück vom Kuchen abschneiden. Dass dabei streckenweise die Qualität auf der Strecke bleibt, wird wohl billigend in Kauf genommen. Klar, es muss nicht immer alles hoch-wissenschaftlich sein und von Intelligenz strotzen, aber ein bisschen Nachdenken könnte in manchen Fällen vor der Veröffentlichung im Web sicher nicht schaden. Und manchmal sollte einfach auch selbstkritisch anerkannt werden, dass sich von manchem Kuchen keine ausreichend dicken Scheiben mehr abschneiden lassen. Wenn jemand anders schon die gleiche Idee umgesetzt hat, ist eine neue Runde im “Denk-Labor” sinnvoller, um eine nützliche Variante zu erfinden und letztendlich ein Portal aufzubauen, das wirklich neu ist und den Nutzeren einen Mehrwert bringt. Denn so manch’ einer kann seine Online-Zeit gar nicht mehr steigern. Er wird sie angesichts eines neuen Angebots allenfalls umverteilen können, von einem uninteressanten Portal hin zu einem Interessanteren. Die Hoffnung, dass sich Qualität auszahlt, bleibt also intakt.
Ob meine Wünsche erfüllt werden und ob sich die ein oder andere Vermutung bewahrheitet, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Da ich kein Prophet bin, kann ich nur fest versprechen, dass wir auch im neuen Jahr aktuelle und interessante Themen im Blog aufgreifen und beleuchten werden. Wir freuen uns natürlich auch auf Rückmeldungen und Diskussionen in den Kommentaren.
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Silvester und Fondue
Wer noch auf der Suche nach dem passenden Essen für den Silvesterabend ist, der sollte sich am allgemeinen Trend orientieren. Mit einem Fondue ist man hier definitiv auf der sicheren Seite. Dies bestätigt auch ein Blick auf Google-Trends.
Ich werde mich heute allerdings gegen den Trend entscheiden. Beim Italiener gibt es meines Wissens nach nur sehr selten Fondue, obwohl Pizza und Pasta aus dem Fondue-Kessel sicherlich ganz interessant wäre….
In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2008 - vor allem aber Gesundheit und keinen zu schweren Kopf am 01. Januar ;-).
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Manieren im Internet
„Das Internet wird von unverschämten, egozentrischen Nutzern zerstört, die vernünftige Diskussionen unmöglich machen.“ und „Die Zukunft des Internets ist von den Manieren abhängig.“ Das sind die Schlagzeilen, mit denen unter Salon.com eine ziemlich lange Abhandlung über Manieren im Internet begonnen wurde. Und auch SEOmoz hat sich kürzlich des Themas angenommen.
Sicher, den Moralapostel will niemand spielen und es geht auch nicht darum, Regeln für die Online-Kommunikation zu erstellen. Vielleicht haben sie auch erst einmal nur ihre Beobachtungen darstellt und eine erste Interpretation versucht.
Manieren sind etwas Künstliches, entstanden aus Klassenstrukturen, die heute nicht mehr existieren. Und künstliche Verhaltensregeln sind eigentlich auch gar nicht mehr nötig, denn wer einigermaßen gut erzogen ist, wird instinktiv das richtige Verhalten an den Tag legen. Was im Alltag gültig ist, verliert aber seine Gültigkeit im Online-Bereich. Denn dort ist die Kommunikation künstlich, und deshalb werden auch künstliche Regeln benötigt.
Während die Manieren in einem persönlichen Gespräch noch sehr gut sind, muss man bei Telefongesprächen manchmal schon Abstriche machen. Und wenn die Kommunikation anonym wird, wie es im Internet ja oft der Fall wird, ändert sich das Verhalten noch einmal zum Schlechteren. In vielen Fällen wird die Anonymität als Schutzschild genommen, um –getarnt durch einen Phantasienamen – die eigenen Auffassungen unerbittlich ins Web zu transportieren, ob es nun zum ursprünglichen Beitrag passt oder nicht. Bei manchen Teilnehmern in Online-Foren drängt sich auch die Vermutung auf, dass sie schlicht Langeweile haben. Da ihnen offensichtlich das Fachwissen fehlt, um eine Frage sicher zu beantworten, stellen sie entweder nur Vermutungen an oder geben definitiv unpassende Antworten.
Wenn das Internet aber sein volles Potenzial als Kommunikationsmedium erreichen will, dann müssen wir lernen, uns besser zu benehmen.
Das Schlüsselwort ist dabei Potenzial. Natürlich funktionieren Websites auch, wenn einige Benutzer dort unangemessen Beiträge liefern, sich als aggressive Angeber entpuppen oder die Spielregeln missachten. Online-Diskussionen leben vom Austausch von Ideen und vom Geben und Nehmen. Das kann zwar durch schlechte Manieren nicht komplett zerstört werden. Es ist aber eine Schwächung möglich, deren Folgen weiter gehen können, als man möglicherweise annimmt.
Die Online-Kommunikation ist künstlich, was an der besonderen Kombination ihrer Attribute liegt: Sie findet schriftlich statt, richtet sich an Leute, die man nicht kennt und findet in einem undefinierten kommunikativen Kontext statt.
Schriftliche Bemerkungen sind nun mal härter als mündliche. Deshalb haben viele von uns gelernt, einmal tief durchzuatmen und bis 10 zu zählen, bevor eine E-Mail mit Kritik verschickt wird. Beim Schreiben wird vermeintlich mehr überlegt, weniger instinktiv und weniger unmittelbar gehandelt als beim Sprechen. Und ersteres findet in einem zwischenmenschlichen Vakuum statt. Eine Aussage kann abgeschwächt werden, indem man dabei lächelt, dem Gegenüber die Hand auf die Schulter legt, betroffen schaut oder ein anderes, milderndes Verhalten zeigt. Eine verletzende E-Mail, ein Brief oder ein Beitrag in einem Forum können ewig leben. Eine mündliche Bemerkung kann manchmal zurückgenommen werden. Bei einer schriftlichen Äußerung fällt dies aber um einiges schwerer.
Online-Beiträge sind meist an Personen gerichtet, die man nicht kennt. Manchmal haben sie auch gar keinen konkreten Adressaten, oder Gegner, dem gegenüber man sich für seine Aussagen verantworten müsste, denn viele Beiträge sind schlicht Eigenwerbung.
Wahrscheinlich würden die Manieren ein gutes Stück besser, wenn sich die Teilnehmer in der Online-Kommunikation vorstellen, dass sie ihre Kommentare im Rahmen eines Gesprächs abgeben und nicht in Form einer Hetzrede. Sobald man die anonymen Teilnehmer der Kommunikation als echte Personen betrachtet, fällt es schwerer, sie anzuschreien. Andernfalls wird es wie in der Arena: Die Ruhigen, Überlegten und Zurückhaltenden ziehen sich zurück, die Lauten, Unausstehlichen gewinnen, und selbst die Unbeteiligten mit dem dicken Fell geben oft auf, weil es sich nicht lohnt, eine interessante Idee unter den gegebenen Bedingungen weiterzuverfolgen.
Es geht aber nicht nur um Höflichkeit. Wissen und Intelligenz beeinflussen die Qualität einer Online-Diskussion ebenfalls. Viele Diskussionen werden von ordinären, extrovertierten, konkurrenzorientierten Benutzern dominiert, während andere Threads, die so höflich wie japanische Teezeremonien ablaufen, total langweilig sind. Trotzdem sind gute Manieren für zivilisierte Diskussionen wichtiger als Wissen oder Intelligenz. Denn an der Intelligenz lässt sich wenig ändern, am Benehmen schon, denn: Ohne gute Manieren gibt es keine Kommunikation, sondern nur Selbstgespräche, Predigten oder sterile Argumente.
Moderation ist ein wichtiger Aspekt bei der Verbesserung der Online-Manieren. Moderation gibt es in unterschiedlichen Formen, von sehr restriktiv bis sehr locker, aus den Reihen der Community kommend oder von Mitarbeitern der Site. Mit der Entwicklung des Internets wird sich auch die Moderation weiterentwickeln. Es wird unterschiedliche Kategorien an Web-Sites geben, und das ist auch gut so.
Jeder, der im Internet Beiträge schreibt, ist ein Mensch, der über sein Verhalten bestimmen kann. Das Internet ist ein Spiegel der Menschheit. Es wäre schön, wenn man beim Blick in diesem Spiegel mehr Benutzer im Stile großer Staatsmänner oder Pioniere sehen würde oder solche Leute, die einfach „Danke“ zum Kassierer sagen. Das Internet ist groß. Mit etwas mehr Kultur könnte es sogar schön werden.
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Web-Seiten, Internet-Anwendungen, Suchmaschinenoptimierung: den richtigen Partner finden
Je größer und vielfältiger die Möglichkeiten im Internet und mit den Online-Medien werden, desto größer und undurchschaubarer wird auch die Masse derjenigen, die angeben, sich da auszukennen und der ideale Partner für Unternehmen zu sein, die in Web mitmischen möchten.
Aber wo viel Licht ist, gibt es leider auch einigen Schatten. Und so gibt es immer mal wieder Meldungen über Internet-Seiten, die von den Suchmaschinen abgestraft wurden, weil betrügerische Methoden zur Verbesserung der Position ergriffen wurden. Dies ist nur ein Beispiel, denn wer hängt schon das gescheiterte oder finanziell aus dem Ruder gelaufene Projekt an die große Glocke?
Größere Unternehmen verfügen ja meist über eine eigene PR- oder Marketing-Abteilung. Aber tiefgehende Kenntnisse der Online-Medien sind da leider meist nicht inbegriffen – können sie auch nicht, denn Online-Marketing stand bis vor einigen Jahren überhaupt nicht in den Lehrplänen und findet auch heute nur sehr zögerlich und begrenzt Einzug in Hörsäle und Klassenräume. Außerdem ist dieses Thema so sehr in Bewegung, dass sich die seriösen Experten täglich viele Informationen aus internationalen sichten, aufnehmen und verarbeiten müssen, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Ein Experte muss es also sein, soviel steht fest. Aber wie gelingt es nun den Marketing-Leitern und den Führungskräften in kleineren Unternehmen, die Marketing-Aufgaben in Personalunion wahrnehmen, den passenden Dienstleister für ihre Online-Aufgaben zu finden?
Dieser Beitrag soll ein paar Anhaltspunkte und Kriterien liefern, die bei der Auswahl herangezogen werden können:
Internet-Auftritt
Wer einen Dienstleister für das Internet sucht, wird sich sicher auch zuerst dort informieren. Auch wenn es oft heißt „Der Schuster hat selbst die schlechtesten Schuhe“ sollte ein Online-Dienstleister einen ansprechenden, informativen Internet-Auftritt aufweisen, aus dem zumindest erste Hinweise zu den noch folgenden Punkten hervorgehen.
Fachwissen
Wie gewinnt und teilt der Dienstleister sein Fachwissen? Und engagiert er sich merklich für die Fachthemen seiner Branche? Wer einen (seriösen) Blog betreibt, zeigt, dass er sich ständig mit dem Thema auseinandersetzt, viele Nachrichten aufnimmt und die besten davon weiterverarbeitet und zur Verfügung stellt. Wer Fachartikel publiziert oder ein umfangreiches Glossar führt, versteht sein „Handwerk“.
Referenzen
Welche Referenzen kann der Dienstleister vorweisen? Hier kann zwar schlecht pauschalisiert werden, aber man kann doch davon ausgehen, dass man einem Unternehmen vertrauen kann, wenn dies nachweislich auch bekannte Namen tun. Auch eine langjährige Geschäftsbeziehung kann als Zeichen für Qualität gewertet werden. Sicher kann es auch zeitlich begrenzte Projekte geben. Wer aber die Online-Medien optimal nutzen will, muss dauerhaft am Ball bleiben, am besten immer mit dem gleichen bewährten Partner. Ideal ist es natürlich, wenn der Dienstleister bereits ein vergleichbares Projekt erfolgreich abgeschlossen hat.
Nach dem Sammeln und Sichten von Informationen kommt dann irgendwann der Punkt, an dem der direkte Kontakt mit einer Auswahl an Dienstleistern gesucht wird.
Beratung und In-House-Know-How
Jeder Kunde ist einzigartig, jedes Projekt ist speziell und erfordert eine individuelle Behandlung. Ein guter Dienstleister hört seinen Interessenten an, fragt ihn nach Vorstellungen und Wünschen und skizziert ein individuelles Vorgehen. Vorsicht ist angeraten, wenn der Erstkontakt in einem größeren Kreis stattfindet und überwiegend standardisierte Inhalte, die auf jeden und alles passen sollen, angeboten werden.
Werden alle Fragen ernsthaft und realistisch beantwortet? Und wird vielleicht bei speziellen Fragen ein Spezialist hinzugezogen? Wem nach dem Gespräch der Kopf schwirrt, wer viel gehört, aber nichts wirklich erfahren hat, sollte nicht so sehr an seinen Fähigkeiten, sondern eher an denen des Dienstleisters zweifeln. Wurde von Geheimnissen und Sensationen gesprochen? Von so etwas sollte man sich nicht blenden lassen, sondern erst recht einmal „hinter die Fassade“ schauen. Statussymbole haben noch kein Projekt erfolgreich gemacht, „Hirn und Schweiß“ sind da viel hilfreicher, auch wenn es sich nicht so gut anhört.
Konzept
Haben Sie Größeres in Internet vor, sei es ein neuer Internet-Auftritt mit mehr als einer Handvoll Seiten oder sogar eine Internet-Anwendung mit komplexen Funktionalitäten, muss zunächst ein Konzept erstellt werden. Sicher kann man nach ein paar Gesprächen eine Web-Site oder -Anwendung bauen, aber mit den ursprünglichen Vorstellungen des Interessenten wird das nicht viel gemeinsam haben.
Dazu kommt, dass eine seriöse Zeitplanung oder eine Kostenkalkulation einfach nicht aus dem „hohlen Bauch“ möglich sind. Für Software-Projekte gilt die Regel, dass die Korrektur dessen, was man am Anfang versäumt oder falsch macht, am Ende ein Vielfaches kostet. Auch wenn vielleicht im ersten Moment der Eindruck entsteht, dass diese Konzeptphase das Projekt unnötig aufbläht oder verzögert: Das Gegenteil ist der Fall. Mit der Abnahme des Konzepts haben beide Seiten eine genaue Vorstellung vom Ergebnis, eine solide Grundlage für die Vertragsgestaltung und eine unbestechliche Messlatte für die Abnahme. Und damit kann der Programmierer auch gleich anfangen.
White-Hat-Methoden
Wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht, sollte man den Dienstleister bevorzugen, der zwischen White- und Black-Hat-Methoden unterscheiden kann und uneingeschränkt zusichert, nur erstere zu verwenden. Wenn der Dienstleister auch gleich von Anfang an zu bedenken gibt, dass die Suchmaschinenoptimierung eine Aufgabe ist, die kontinuierlich betrieben werden muss, und keine Erfolge über Nacht möglich sind, entspricht das sowohl der Realität als auch einem guten Geschäftsgebahren. Auch wenn es ein Außenstehender nicht so leicht glauben mag: Bei der Suchmaschinenoptimierung ist derjenige der Seriöse, der sich nicht dazu verleiten lässt, eine konkrete Position in den Ergebnissen der Suchmaschinen zuzusagen.
Kontrolle
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Qualität und Erfolg im Internet zu messen. So lässt sich mit einem frei verfügbaren Tool feststellen, ob Web-Seiten fehlerfrei programmiert sind. Und es gibt natürlich auch Tools, um den Erfolg der Seiten zu ermitteln. Wer sich seiner Sache sicher ist, wird diese Prüfungen von selbst vorschlagen.
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Stiftung Warentest unterzieht sich einem Relaunch!
Die Stiftung Warentest hat einen neuen Internet-Auftritt. Seit letztem Mittwoch ist dieser online. In der Pressemitteilung heisst es:”Neben einem neuen und bedienungsfreundlichen Layout hat das Onlineportal auch einen anderen Namen bekommen: Aus stiftung-warentest.de wurde test.de.” Der Schwerpunkt bei der Neukonzeption war eine einfache und eindeutige Nutzerführung. Wichtige Themen wie das “Thema des Tages” werden ebenso hervorgehoben wie beispielsweise auf der Unterseite “Gesudnheit und Kosmetik” das Angebot “Medikamente im Test” - dahinter steckt eine Datenbank mit Bewertungen und aktuellen Preisvergleichen zu mehr als 9.000 Medikamente.
DIe Suche auf der Webseite wurde ebenso verbessert und leistungsstärker gemacht. SO ershceinen beispielsweise schon bei der Eingabe des Suchbegriffes sinnvolle Vorschläge für das Suchwort. Zu den weitere Neuheiten auf der Webseite zählen u.a. der Magazin-Charakter des kompletten Web-Auftrittes, ein verbessertes Textdesign und die Optimierung der komplexen Testtabellen, die durch ein spezielles “Heat-Map”-Design noch lesefreundlicher geworden sind. Außerdem kann man Videos und Interviews mit zusätzlichen Informationen anschauen.
Durch einer horizontalen Leiste fällt der Einstieg nun leichter, da diese betont wird. Danach wird nur noch wie gewohnt im linken Bereich navigiert. Im Gesamteindruck wirkt der Aufbau aufgeräumt und das Schriftbild viel harmonischer als zuvor. In Überschirften haben sie die Trebuchet verwendet. Auch die Zuordnung der Farben zu den jweiligen Schriftklassifikationen hat Hand und Fuss. Die starken Abrundungen sind jedoch Geschmackssache.
So auch ein neues Signet kam beim Relaunch zum Vorschein. Aus der Dachmakre “Stiftung Warentest” wurde jetzt “test.de”.
Konzipert wurde das ganz von Aperto. Und technisch umgesetzt von Noxum.

(Quelle:Design Tagebuch)
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“Fight for the kisses of your wife” -
darum geht es im neuen Werbetrailer von Wilkinson. Ich zitiere: “The hearth of the campaign is a game, where father and baby son fight for the kisses of their mom/wife with equally soft skin. What interested me more is the great trailer, which is funny as hell and transports an intense atmosphere. Really makes you curious to explore the site. Go watch it!”
Ein sehr interessanter Werbetrailer, schade nur dass die Seite so wenig hergibt. Ausser einem Spiel, dass man downloaden kann, bevor man ein Formular ausgefüllt hat.

(Quelle:movingweb)
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Zu faul um Kataloge zu wälzen für die neue Couchgarnitur?

Machen sie es sich in Ihrem Stuhl bequem und schauen Sie sich die neue Werbeshow von IKEA bequem übers Internet von daheim an. Statt Kataloge zu blättern präsentiert IKEA ihre Möbel nun in verschiedenen Werbespots. Mit viel Humor führen drei Moderatoren Sie durch eine 75-minütige Show. Also: bitte nicht am Arbeitsplatz anschauen - kann süchtig machen!

(Quelle:fontblog)
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neues CD für die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT)
Nach knapp einem Jahr nach der Fussballweltmeisterschaft in Deutschland wirbt jetzt die DZT für das Reiseland Deutschland. Neue Schriften (TheSans), ein neues Signet und ein neuer Claim lösen das alte Logo ab.
Mit dem frischen Logo und dem Claim ›Deutschland. Einfach freundlich‹ greifen wir diesen Imageschub auf«, begründet Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, die Initiative. Ihr Ziel: den Imagewandel Deutschlands nutzen und das Reiseland im scharfen Wettbewerb als eigene Marke zu positionieren. Mit 154 Mitarbeitern weltweit und einem Werbeetat von derzeit 34,4 Millionen Euro pro Jahr wirbt die vom Bund geförderte DZT für Reisen nach Deutschland.
Die rund gehaltene Bildmarke, in der die drei Nationalfarben in einem dynamischen Zusammenspiel wirken, lässt das Signet dynamisch und freundlich wirken. Sie erinnert an einen Ball und damit auch an die wunderschöne Fussballweltmeisterschaftzeit. Die schwungvolle Form vermittelt Bewegung und Lebendigkeit. Die Nationalfarben verbinden so in dieser Umsetzung Tradition und Moderne und der Wiedererkennungswert wird so gesteigert.
So teilte auch die DZT am 05. September in Frankfur am Main mit, dass ihr neues Corporate Design in den sieben wichtigsten Quellmärkten einem repräsentativen Feldtest unterzogen worden ist. So hat TNS Infratest in China, Frankreich,Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Polen und den USA jeweils rund 1.000 potenzielle Auslandsreisende befragt. Sie bewerteten dabei drei verschiedene Layouts, die als “Finalisten” aus der Bewertung von Experten der DZT im In- und Ausland sowie der Mitglieder des DZT-Verwaltungsrats hervorgegangen sind.
Das Gewinner-Signet der DZT “Deutschland.Einfach freundlich” gefiel auch den befragten Endverbrauchern im Ausland am Besten: 72% der Umfrageteilnehmer favorisierten dieses. Und das - vor allem wegen der runden, dynamischen Formen, die auch an die Fussballweltmeisterschaft 2006 erinnern.
Weitere Informationen im Pressebereich der DZT.

(Quelle:fontblog.de)
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