3 Tipps für eine suchmaschinenfreundliche Webseite
Eine optimierte und suchmaschinenfreundliche Webseite berücksichtigt im Wesentlichen drei Faktoren:
- Qualitativ guter, einzigartiger Content, der leicht indizierbar ist (Crawlabiltiy)
- Eine durchdachte interne Linkstruktur, damit der Pagerank richtig verteilt und die wichtigen Seiten entsprechend gewichtet werden (Seitenarchitektur).
- Die richtige Platzierung von Keywords auf der Seite (On-Page-Optimierung)
Es gibt eine Vielzahl an Webseiten, die ein oder zwei dieser Faktoren berücksichtigen. Die wenigsten beachten aber alle drei Faktoren einer suchmaschinenfreundlichen Webseite. Dies ist zugleich auch eine gute Nachricht für Sie, denn wenn sie es verstehen, alle drei Faktoren richtig einzusetzen, verfügen sie über den notwendigen Vorsprung gegenüber Ihrer Konkurrenz.
1. Crawlability
Unter der Crawlability versteht man die Indizierbarkeit einer Webseite durch Suchmaschinenspider. Diese Softwaretools durchstreifen das Web, indem sie vorhandene Links verfolgen und die gefundenen Seiten in Ihren Zwischenspeicher herunterladen. Je einfacher und klarer die Linkstruktur einer Webseite aufgebaut ist, desto einfacher ist es für derartige Spider, auch alle Unterseiten einer Webpräsenz zu finden und zwischenzuspeichern (zu indizieren).
Leider ist es häufig so, dass meist aus Unwissenheit, diesen Suchmaschinenspidern die Arbeit nicht gerade einfach gemacht wird. Nur eine korrekt indizierte Seite kann auch in den Suchergebnissen erscheinen. Insofern sollte eines der Hauptaugenmerke und einer der ersten Schritte bei der Optimierung auf dem Beseitigen von möglichen Indizierungshürden liegen.
Das sollten Sie beachten:
- Verwenden Sie klassisches HTML für Ihren Content. Wenn Sie sicherstellen möchte, dass ihr Inhalt problemlos und vollständig indiziert wird, sollten sie hierfür klassisches HTML verwenden. Der Einsatz von Technologien wie Flash, AJAX, JavaScript oder Frames erschwert es den Suchmaschinen unnötig, Ihre Inhalte korrekt zu indizieren.
- Verwenden Sie HTML für Links. Das Verfolgen von normalen HTML-Links ist für Suchmaschinen nach wie vor die einfachste und sicherste Methode. Achten Sie dabei auf sinnvoll gewählte und unterschiedliche Linktexte. Von versteckten Links mit Flash oder JavaScript sollten Sie unbedingt Abstand nehmen.
- Verwenden Sie eine Sitemap. Hierbei sollten Sie zwei Varianten einsetzen. Eine klassiche HTML-Sitemap für (menschliche) Besucher, wobei sie die Sitemap bei sehr umfangreichen Webseite auf mehrere Unterseiten verteilen sollten, sowie eine XML-Sitemap für Suchmaschinen.
- Robots.txt. Die erste Aktion, die ein Suchmaschinenspider auf einer Webseite vollbringt, ist die Überprüfung der robots.txt Datei. Mit dieser Datei können sie Suchmaschinen mitteilen welche Links auf der Seite verfolgt und welche Seiten indiziert werden dürfen. Damit wird es möglich, Login-Seiten oder bestimmte Verzeichnisse mit internen Dateien aus dem Index auszuschließen. Sie sollten von dieser Möglichkeit in jedem Fall Gebrauch machen und sicherstellen, dass keine für sie relevante Seite von der Indizierung ausgeschlossen ist. Eine optimal strukturierte und optimierte Seite hilft nichts, wenn in der robots.txt beispielweise die komplette Webseite von der Indizierung ausgeschlossen wird. Eine Erklärung über die Funktionsweise und die Möglichkeiten dieser Datei finden Sie unter selfhtml.org.
- Kontrollieren Sie Ihre Links. Links sind das Rückrat einer erfolgreichen Suchmaschinen-platzierung. Sie helfen Ihnen aber nur weiter, wenn sie korrekt gesetzt sind und auch funktionieren. Insofern sollte Sie sowohl die internen als auch die externen Links in gewissen Zeitabständen kontrollieren. Hier können Sie beispielsweise Xenu Link Sleuth oder Google Webmaster Tools verwenden.
Das sollten Sie vermeiden:
- Vermeiden Sie Formularfelder und Drop-Down-Menüs. Suchmaschinenspider füllen weder Formulare aus, noch betätigen Sie auswählbare Menüpunkte. Wenn Sie sicherstellen wollen, dass Inhalte indiziert werden, sollten Sie diese nicht hinter derartigen Konstruktionen platzieren. Wenn Sie auf solche Techniken – egal aus welchen Grund – dennoch nicht verzichten wollen oder können, sollten Sie sicherstellen, dass die Inhalte dahinter auch über statische Links erreichbar sind.
- Vermeiden Sie Registrierungen und Cookies. Suchmaschinen füllen keine Registrierung aus und akzeptieren auch keine Cookies. Wenn sie darauf dennoch nicht verzichten können, sollten sie eine Technik names IP-Delivery verwenden. Damit wird über die IP-Adresse der jeweilige Besucher identifiziert. Handelt es sich hierbei um einen Suchmaschinenbot wird eine optimierte Textseite mit entsprechenden Inhalten angezeigt.
- Sorgen Sie für eindeutige URLs. Insbesondere sog. Session-IDs, oder dynamisch generierte URLs können zum einen dazu führen, dass identische Seiten unter unterschiedlichen Adressen erreichbar sind und zum anderen können URLs mit vielen Parametern auch die Indizierung erschweren. Dadurch kann es auch vorkommen, dass Suchmaschinenspider Zeit damit verschwenden, identische Seiten mehrmals zu indizieren, anstatt alle wichtigen Seiten zu crawlen.
- Vermeiden Sie lange und komplizierte URLs. Nach Möglichkeit sollten Sie URLs mit ?’s,&’s und =’s nicht verwenden. Sowohl aus der Sicht von Suchmaschinen, als auch aus Usersicht sind kurze und prägnante URLs ideal, bei dem ein User bereits anhand der Adresse abschätzen kann um welche Inhalte es sich auf der jeweiligen Seite handelt. Gerade was URLs anbelangt sollten sie berücksichtigen, dass Unterverzeichnis in der Regel besser sind als Subdomains, da letztere von Suchmaschinen als eigene Domain betrachtet werden. D.h. die URL http://www.test.de/unterverzeichnis wird der Hauptdomain http://www.test.de hinzugerechnet, während die Domain http://unterverzeichnis.test.de als eigene URL betrachtet wird.
- Frames sollte sie unter allen Umständen vermeiden. Diese Technologie ist mittlerweile veraltet und nicht suchmaschinentauglich.
- Vermeiden Sie doppelte Inhalte. Gerade in letzter Zeit hat Google ein besonderes Augenmerk auf das Thema „Duplicate Content“ gelegt – also identische Inhalte auf unterschiedlichen (Unter-)Seiten. Da Google möglichst einzigartige Ergebnisse liefern möchte, wird diese Thematik derzeit sehr genau verfolgt. Wenn Sie beispielsweise einen Onlineshop für Klamotten betreiben, macht es keine Sinn für gleiche Produkte in unterschiedlichen Farben jeweils eine eigene Produktseite zu gestalten, da der Inhalt hier identisch ist und sich nur die Farbe ändert.
2. Seitenarchitektur
Neben einer leichten Indizierbarkeit einer Seite entscheidet die Seitenarchitektur in nicht unerheblichem Maße über Erfolg oder Misserfolg im Web.
- Die passenden Keywords zum Inhalt. Viele haben den Satz „Content is King“ schon mal gehört. In der Tat spielen die Inhalte einer Webseite für das Ranking eine große Rolle. Hierzu gehören gut recherchierte Keywords, die sich im Inhalt der jeweiligen Seite widerspiegeln. Grundsätzlich sollte jede Unterseite für ein bis maximal zwei Keywords optimiert werden. Die richtige Keywords finden Sie mit Hilfe von verschiedenen Keywordtools, die sowohl als kostenlose als auch als kostenpflichtige Varianten im Web verfügbar sind. Näheres zur Keyword-Recherche finden Sie in unserem kostenlosen Keyword-Recherche-Guide.
- Organisation der Keywords in Keywordgruppen. Nachdem Sie eine Vielzahl an passenden Keywords generiert haben, sollten Sie verwandte Begriffe in Keywordgruppen zusammenfassen. Für unser Beispiel mit dem Klamotten-Shop könnte es zum Beispiel Keywordgruppen zum Thema T-Shirt, Röcke, Hosen und Jacken, wobei jede dieser Gruppen dann Ihre eigene Kategorie auf der Webseite erhält, z.B.:
http://www.mustershop.de/t-shirt
http://www.mustershop.de/roecke
http://www.mustershop.de/hosen
http://www.mustershop.de/jacken
- Verlinken Sie Ihre Startseite mit den Hauptkategorien. Innerhalb dieser Kategorien generieren Sie dann unterschiedlichen Seiten, die für individuelle Keywords optimiert werden, wobei Unterseiten innerhalb jeder Kategorie hauptsächlich innerhalb dieser Kategorie verlinkt und nicht auf andere Kategorien verlinkt werden. Damit kann die Gewichtung der jeweiligen Kategorie verstärkt werden. Zusätzlich wird es für Suchmaschinen dadurch leichter, Begriffe zu identifizieren, für die sie gerankt werden möchten.
- Landing-Pages sind sehr wichtig. Sorgen Sie dafür, dass jede Seite innerhalb einer Kategorie zur Kategorieübersichtseite linkt und zusätzlich auch zur Startseite. Unterstützen Sie das Ranking Ihrer wichtigsten Produktseiten, indem Sie von unterschiedlichen Unterseiten und Kategorieseiten auf diese Seiten verweisen.
- Verwenden Sie einheitliche Linkstrukturen. Achten Sie auf ein gleiche URL-Format, wenn Sie Ihre eigenen Seiten verlinken. Z.B. immer http://www.meineseite.de/unterseite oder http://meineseite.de/unterseite
- Achten Sie auf eine flache Seitenhierarchie. Wie sie Ihren Verzeichnisbaum im Detail strukturieren ist eher sekundär, wie sie Ihre internen Links strukturieren ist hingegen von Bedeutung.
Wichtig dabei ist immer im Auge zu behalten, für welche Seiten Sie gerankt werden wollen (Produktseiten oder Contentseiten) und welche Bereiche fürs Ranking eher unwichtig sind (Über uns, AGBs, Kontakt etc.).
Neben einer fokusierten, internen Linkstruktur mit der die wichtigsten Seiten unterstützt werden, ist es sehr wichtig, die richtigen Keywords zielgerichtet auf der Seite einzusetzen um die Chancen auf gute Platzierung für relevante Suchbegriffe zu erhalten. Hier kommt die sog. On-Page-Optimierung ins Spiel.
3. On-Page-Optimierung
Unter der sog. On-Page-Optimierung versteht man Maßnahmen, die auf der jeweiligen Seite durchgeführt werden – also durch den Seitenbetreiber unmittelbar beeinflusst werden können – und die dafür sorgen sollen, dass man für relevante Suchbegriffe möglichst gut in den Suchergebnislisten platziert wird. Dabei gilt es einige grundlegende Dinge zu beachten:
- Jede Unterseite sollte idealerweise nur für ein Keyword oder einen Suchbegriff optimiert werden. Dabei ist es von Vorteil, Synonyms, verwandte Begriffe und passende sog. Long-Tail-Keywords zu verwenden, wobei Sie immer ein Keyword oder einen Suchbegriff im Auge halten sollten. Verwandte Begriffe sollten hier lediglich als Variationsmöglichkeit dienen.
- Vermeiden Sie es, mehrere unterschiedliche Seiten für den selben Begriff zu optimieren. Dadurch wird es für Suchmaschinen schwieriger zu entscheiden, mit welcher Seite Sie für den jeweiligen Begriff gerankt werden möchten. Möglicherweise wählt die Suchmaschine dann ausgerechnet die falsche Seite.
- Verwenden Sie für jede Seite individuelle Seitentitel und stellen Sie sicher, dass das jeweilige Keyword im Seitentitel verwendet wird. Der optimale Seitentitel enthält zum einen Ihr Keyword, zum anderen sollte er User neugierig machen und zum Klicken animieren. Da das Title-Tag das wichtigste On-Page-Kriterium ist, sollten sie bei der Wahl der Seitentitel besonders sorgfältig vorgehen. Es wird sich für sie lohnen!
- Maximieren Sie die Länge Ihrer Seitentitel auf 65 Zeichen. Dadurch stellen Sie sicher, dass der gesamte Seitentitel in den Suchergebnislisten aller relevanten Suchmaschinen angezeigt wird. Teilweise können Suchmaschinen auch längere Titel darstellen, sie sollten sicherheitshalber dennoch die Länge auf 65 Zeichen beschränken. Während die Länge des Seitentitels keinen Einfluss auf das Ranking hat, ist es jedoch schon so, dass ein griffiger Titel die Wahrscheinlichkeit eines Klicks signifikant erhöht.
- Verwenden Sie für jede Seite ein individuelles Meta-Description-Tag. Dieses Tag hat zwar keinen nachweislichen Einfluss auf das Ranking einer Seite, dennoch ist ein ansprechendes Meta-Description-Tag unter Umständen von großer Bedeutung, da dieser Test in den Suchergebnislisten erscheint. Je ansprechender der Text, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Klicks. Außerdem markieren Suchmaschinen die Keywords in den Suchergebnissen fett, was zusätzliche Aufmerksam beim User erzeugen kann. Somit kann durch gewählten Meta-Description-Tags zwar das Ranking nicht unmittelbar beeinflusst werden, wohl aber die Klickrate. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Beschreibung nicht mehr als 160 Zeichen umfasst, da längere Texte einfach abgeschnitten werden.
- Verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit dem Keywords Meta-Tag. Sie können dieses Tag seitenindividuell einsetzen, es wird aber von keiner relevanten Suchmaschine fürs Ranking berücksichtigt – im Gegenteil. Bei zu extremem Einsatz, kann man leicht in Richtung Spam abgleiten. Insofern gilt: Wenn sie diese Tag verwenden, bitte sparsam und mit Nachsicht.
- Verwenden Sie NOODP und NOYDIR. Wenn Ihre Seite im DMOZ oder im Yahoo Directory gelistet ist, können Sie die Suchmaschinen mit diesen beiden Metatags dahingehende beeinflussen, dass Ihre optimierten Seitentitel und –beschreibungen nicht durch die meist etwas hölzern wirkenden DMOZ oder Yahoo Directory Einträge ersetzt werden. Dies kann sich mitunter signifikant auf Ihre Klickraten auswirken.
Um Google von der Verwendung Ihrer DMOZ Seitentitel und Beschreibungen abzuhalten können Sie folgendes Tag verwenden:
Um Yahoo von der Verwendung Ihrer Yahoo Directory Seitentitel und Beschreibung abzuhalten werden Sie bitte folgendes Tag:
Um Microsoft von der Verwendung Ihrer DMOZ Seitentitel und Beschreibungen abzuhalten können Sie folgendes Tag einbinden:
Alternativ dazu können Sie alle wichtigen Suchmaschinenspider von der Verwendung der DMOZ Seitentitel und Beschreibung aussperren, indem sie folgende Anweisung einsetzen:
- Alle anderen Metatags können Sie ruhigen Gewissens vergessen, da sie keine nachweislichen Auswirkungen im Bezug auf Ranking oder Darstellung haben.
- Jede Seite sollte eine eindeutige H1-Überschrift mit dem entsprechenden Keyword beeinhalten. Während H1 früher als wichtigste Überschrift angesehen wurde, hat sich das Blatt mittlerweile etwas gedreht. So ist das vorkommen von H2 und H3 Überschriften in der Zwischenzeit als mindestens genauso wichtig anzusehen.
- Verwenden Sie unterschiedliche Formatierungen (Fett und Kursiv) für Ihre Keywords. Übertreiben Sie es aber nicht. Wenn Sie jedes Keyword hervorheben, kann sich dies unter Umständen auch negativ auswirken und eine Over-Optimization-Penalty hervorrufen.
- Verwenden Sie Ihre Keywords im Alt-Text von Grafiken und Bildern - insbesondere dann, wenn es sich hier um Links handelt. Achten Sie hier auf klare und beschreibende Texte und vermeiden Sie sinnlose Ansammlungen von Keywords (Keyword-Stuffing).
- Optimieren Sie Ihre Link-Texte. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Link-Texte (oder die Alt-Texte von Grafik-Links) klar und beschreibend sind und das jeweilige Keyword beinhalten.
Wenn Sie diese Ausführungen berücksichtigen, stellen Sie sie sicher, dass Ihre Seite gut indiziert und somit auch leichter gefunden werden kann. Natürlich gibt es keine Garantie für Top-Platzierungen, die Wahrscheinlichkeit für eine deutliche Verbesserung Ihres Rankings ist jedoch sehr hoch. Beachten Sie jedoch auch, dass sie Optimierungsmaßnahmen häufig erst mit einer gewissen, zeitlichen Verzögerung auswirken werden. Hier gilt die alte Devise: Geduld, Geduld und nochmals Geduld – sowie eine laufende Überwachung und ggf. nötiges Feintuning.
Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.
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