Gepostet in Google durch Marion Engel am 30 Januar, 2009
Die Welt der Handybesitzer könnte in Zukunft dreigeteilt werden. Denn das Google Phone ist auf dem Markt, heute schon in Österreich, und ab Montag dann z.B. auch bei der Telekom in Deutschland erhältlich.
Eine Zweiteilung gibt es heute schon: Die einen benutzen ihr Handy zum Telefonieren, SMS schreiben und (!) ausschalten. Die anderen sind seit Wochen im iPhone-Fieber und immer mobil einsatzfähig: ob Kalender- oder Adressdaten verwalten, surfen, spielen oder Musik hören, mit dem iPhone geht ja alles auf einmal.
Und jetzt also noch eine dritte Gruppe? Was bietet das Google Phone, damit sich auch hier eine Fangemeinde bilden kann?
Alles ohne Kabel, könnte man kurz gefasst sagen. Denn die Synchronisierung zwischen Rechner und Mobilgerät entfällt, weil alle Daten im Internet liegen und von überall erreichbar und stets aktuell sind. Aber dieser Vorteil birgt natürlich auch gleich einen großen Nachteil. Die Daten liegen irgendwo auf den Servern von Google, und ob da sonst noch jemand mitliest, kann zumindest nicht ausgeschlossen werden. Es wurde ja schon öfter über Fälle berichtet, in denen sich Bösewichte über den Google-Kalender informiert haben, wer wo wohnt und wann nicht zu Hause ist, um einen günstigen Zeitpunkt für einen Einbruch im unbewachten Haus zu ermitteln.
Und wozu Adressdaten ge- und missbraucht werden können, ist ja auch durchaus bekannt.
An jedem Ort aktuell, gilt als zweite Überschrift. Man kann den Code eines Buches vom Google Phone einlesen lassen und erhält dann eine Beschreibung des Buchs, einen Preisvergleich und die Liste der nächstgelegenen Buchhändler und eine Anfahrtsskizze dorthin.
Das ist natürlich so gesehen eine tolle Dienstleistung, aber braucht man das wirklich? Da gehe ich also irgendwo durch eine fremde Stadt und plötzlich fällt ein Buch vom Himmel. Ich weiß sofort: Das muss ich haben. Ich scanne den Code und begebe mich sofort in den nächsten Buchladen?
Neja, ich werde wohl eher ein Weilchen brauchen, um zu entscheiden, dass ich genau dieses Buch besitzen möchte. Und entweder kenne ich die Buchläden am Ort oder ich kenne einen der Buchläden im Internet. Aber vielleicht kommt das ja mit Version 2, dass ich das gescannte Buch automatisch online bestellen kann. Da mich das Google Phone ja kennt, muss ich dann nicht mal mehr meine persönlichen Daten eingeben.
Der Astronom in der Jackentasche: Das Google Phone hat eine Funktion, die mir den Sternenhimmel über mir erklärt. Das geht natürlich nur, wenn das Phone weiß, wo ich bin. Und das tut es, denn es kann auch als GPS benutzt werden. Und natürlich kann man damit auch feststellen, ob die Kinder tatsächlich in der Schule sind - oder nur ihr Google Phone dort deponiert haben? - oder ob……
In Einzelfällen wird die Ortung sicher eine hilfreiche Funktion sein, vorausgesetzt, das Google Phone ist in dieser Situation eingeschaltet, hat Empfang und ausreichend Strom.
Die Tastatur dürfte der einzige echte Unterschied zum iPhone sein. Inwieweit große Finger allerdings mit der doch recht kleinen Tastatur zurechtkommen, wird sich erst noch zeigen müssen.
Fazit: Wem der Schutz der Privatsphäre, der eigenen Daten und der Daten all derer, die im Adressbuch stehen, am Herzen liegt, sollte sich nicht von den 1 Euro Angeboten für das Google Phone verlocken lassen. Denn einerseits kommt da ja noch die monatliche Gebühr dazu, die in Österreich z.B. EUR 40 beträgt. Und sind andererseits die Daten erstmal im Umlauf, kann man sie kaum mehr zurückholen.
Und warum muss immer alles sofort und mobil gehen? Manche Dinge haben und brauchen auch einfach etwas Zeit. Aber da unterscheiden sich die Meinungen natürlich sicher auch altersbedingt sehr deutlich voneinander.
Die Fakten zum Google Phone stammen aus dem Bericht von Radio Tirol, das mich heute früh geweckt hat.
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Gepostet in Allgemeines durch Marion Engel am 28 Januar, 2009
Wir braven Mitarbeiter haben letztes Jahr brav unsere Lohnsteuerkarten beim Chef abgegeben und er hat sie - ebenso brav - an den Steuerberater geschickt. Dort sind sie aber entweder nicht angekommen oder verschütt gegangen. Wie auch immer, es müssen neue Lohnsteuerkarten her.
Welches Amt war da noch gleich zuständig und ist so nett, eine solche Karte jeden September in den Briefkasten zu legen? Ja gut, dafür gibt es ja die Internet-Seite der Stadt. Und - was sehe ich da - es ist sogar möglich, eine Ersatzsteuerkarte online zu bestellen. Das nenne ich ja mal Fortschritt!
Also gebe ich brav meine Daten ein und fülle auch das große Freitextfeld, in dem der Grund für den Antrag einer Ersatzkarte abgefragt wird, mit einem vollständigen Satz aus. Beim Versuch, auf die nächste Seite zu wechseln, bekomme ich eine Fehlermeldung. Der Text ist zu lang, darf nur 5 bis 50 Zeichen umfassen. Mein freundlicher Satz hatte 197 Zeichen…. Aber was kann man denn mit 5 Zeichen mitteilen? “Verlust”, ja das sind gerade mal 6 Zeichen. Aber welche Aussagekraft hat das? Logischerweise werde ich eine Ersatzsteuerkarte beantragen, weil ich die andere verloren habe. Ein anderer Grund fällt mir derzeit nicht ein. Denn eine zweite Lohnsteuerkarte für einen weiteren Arbeitgeber darf ja über diesen Weg nicht bestellt werden. Und umsonst ist der Spaß ja auch nicht, denn 5 Euro werden vom Konto abgebucht. Und so wird sich ja wohl keiner bloß so aus Langeweile eine neue Lohnsteuerkarte bestellen.
Benutzerfreundlich wäre es also auf jeden Fall gewesen, wenn die Längenbegrenzung des Feldes ersichtlich gewesen wäre, sei es durch einen erklärenden Text, sei es durch einen Automatismus, der nach dem 50. Zeichen kein weiteres Zeichen zugelassen hätte. Noch sinnvoller wäre es aus Anbietersicht, wenn er die möglichen Gründe mit Radio-Buttons dargestellt hätte. Denn wenn es dem Einwohnermeldeamt ausreicht, zu wissen, dass die Karte verloren gegangen ist, sollte es die Bürger auch mit nicht mehr als einem Klick in den richtigen Kreis “belasten”.
Aus diesem Beispiel lässt sich natürlich gleich wieder ein Rat für alle Online-Formulare machen: Überlegen Sie als Anbieter des Formulars, was Sie von Ihren Kunden wissen möchten und wie Sie die Daten auswerten wollen. Für Statistiken sollten standardisierte Werte vorgegeben werden. Und wer “Prosa” möchte, sollte den Benutzern ausreichend Platz geben und selber bereit sein, die Texte manuell auszuwerten.
Aber zurück zum Online-Formular. Auf der letzten Seite werden noch die Kontodaten für den Lastschrifteinzug der Gebühr abgefragt. Und dann ab die Post und warten, bis die Lohnsteuerkarte im Briefkasten liegt…. würde der optimistische Mensch meinen. Aber da hat er sich getäuscht. Denn am Schluß wird der komplette Antrag als pdf angeboten, aber nicht etwa nur für die eigenen Unterlagen. Die erste Seite muss ausgedruckt, unterschrieben und an das Amt geschickt werden. Und wenn das nicht innerhalb von 14 Tagen passiert, wird der Antrag gelöscht.
Naja gut, wer halt nicht an seinem Wohnort arbeitet und somit nicht beim Amt vorbeigehen kann, kann nur diesen Online- und Postweg wählen. Für alle anderen fragt sich, ob es nicht günstiger ist, einfach vorbeizugehen.
Und was sehe ich da gerade beim Kollegen, der in einer anderen Gemeinde wohnt? Gleiches Anliegen, aber andere Behandlung. Dort wird überhaupt nicht nach dem Grund gefragt. Und das Formular sieht auch ganz anders aus - und das bei Nachbarorten. Erfindet da tatsächlich jede Stadt bzw. Gemeinde das Rad neu? Gäbe es da nicht ein sinnvolles Sparpotenzial, wenn sich zumindest innerhalb eines Landkreises die Ämter bei gleichen Amtshandlungen auf eine gemeinsame Basis stützen könnten?
Oder wäre das ein zu großer Quantensprung, wo es doch zumindest eine gewisse Online-Möglichkeit gibt?
Gepostet in Marketing, Google durch Marion Engel am 27 Januar, 2009
Viele nutzen es, viele wollen es, aber dennoch gibt es rund um Google AdWords immer noch etliche falsche Annahmen. Und wer falsch informiert ist, kann nicht die richtige Strategie entwickeln und letztendlich nicht optimal von Google AdWords profitieren.
Woher kommt es, dass so viel Dichtung existiert? Nun, einiges davon war sogar mal Wahrheit. Aber Google hat natürlich in den letzten Jahren einige Änderungen am Algorithmus vorgenommen, so dass die alten Aussagen schlicht nicht mehr gültig sind.
Und teilweise wird auch nicht ausreichend zwischen Google AdWords und anderen Werbemöglichkeiten im Web differenziert.
AdWords im Vergleich mit Online-Anzeigen
Online-Anzeigen werden irgendwo für einen festen Preis platziert und fertig. Der Erfolg einer Anzeige kann mit einer eigenen URL und einem Statistikprogramm ausgewertet werden. Das ist jedoch eine nachträgliche Aktivität, die höchstens eine Entscheidung über die weitere Schaltung der Anzeige ermöglicht. Eine Verbesserung der Ergebnisse ist nicht möglich, und somit lässt sich auch der ROI kurzfristig nicht optimieren.
Bei Google AdWords geht es zwar irgendwo auch um die Platzierung einer Anzeige, aber die Details sind doch ganz anders, werden doch die Anzeigen für bestimmte Schlüsselwörter auf bestimmten Sites platziert. Die Stellschrauben sind vielfältig und fein und erlauben die Schaltung für bestimmte Schlüsselwörter, zusätzlich für verwandte Schlüsselwörter, nur auf bestimmten Seiten, auf allen Seiten mit Ausnahme bestimmter Seiten oder in bestimmten Regionen.
Entsprechend kompliziert ist natürlich dann auch die Verwaltung einer AdWords-Kampagne. Und vor allem braucht sie laufende Betreuung. Das allerdings ist auch wieder ihr Vorteil gegenüber einer Online-Anzeige. Die Statistiken über das Klick-Verhalten der Web-Nutzer sind sehr aussagekräftig, und die Kampagne kann jederzeit mit sofortiger Wirkung verändert und an die neuen Erkenntnisse angepasst werden. So lässt sich der Return-On-Investment (ROI) stetig beeinflussen und optimieren.
AdWords zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten?
Vor 6 Jahren lief es so. Da haben diejenigen bei AdWords gewonnen, die den höchsten Klickpreis (CPC) geboten haben. Aber das alte Overture-Auktionsmodell hat längst ausgedient, und wer heute noch zu verstehen gibt, dass AdWords etwas mit einer Auktion zu tun hat, hinkt der Zeit mächtig hinterher.
Denn inzwischen werden AdWords-Anzeigen von einer Reihe an Faktoren gesteuert. Das Gebot ist nur einer dieser Faktoren und nicht mal der wichtigste.
Die Relevanz der Anzeige in Bezug auf die Suchbegriffe und die Klick-Rate (CTR) haben einen wesentlich höheren Einfluss auf die Platzierung der Anzeige als das Gebot. Natürlich muss das Gebot ausreichend hoch sein, aber das ist schon alles.
Unabhängige Studien haben ergeben, dass sich die Klickpreise bei unterschiedlichen Anzeigen-Positionen nicht groß unterscheiden. Besonders in der Randspalte entscheidet hauptsächlich die Klickrate über die Position.
Nur der 1. Platz zählt?
Manche Werbetreibenden können sich einfach nicht von der falschen Annahme trennen, dass die erste Stelle die beste sei. Ob die Web-Benutzer, die auf eine Anzeige an der 1. Stelle klicken, eine höhere Kaufbereitschaft haben oder sich nur umschauen wollen (es scheint mal so, mal so zu sein), ist eine Frage. Aber schauen wir auf die Ergebnisse.
Man sollte den Key-Performance-Indikator (KPI) betrachten, der meistens aus den Kosten pro Lead (CPL) oder dem Return-On-Anzeigenausgabe (ROAS) besteht. Wenn man den CPC zu stark erhöht, um auf die 1. Stelle zu gelangen, steigt der CPL ebenfalls in die Höhe, während der ROAS absackt. Und das ist schlecht.
Selbst wenn man mit einem hohen Klickpreis die 1. Stelle erreicht, können die Kosten pro Kontakt um ein Vielfaches über dem normalen Wert liegen. Die Top-Position lohnt sich also nur für sehr relevante Schlüsselwörter, bei denen die Konversion ausreichend hoch ist, um die hohen Kosten zu rechtfertigen.
Ist Google voreingenommen und mag mich nicht?
Zugegeben, Google will mit AdWords Geld verdienen. Es ist ihre größte Einnahmequelle. Nutzen sie das zu ihrem eigenen Vorteil aus? Ja, teilweise schon. Aber wer sich auskennt, kann mit dem richtigen Angebot einen unglaublich guten ROI erzielen.
Was tut Google im eigenen Sinne?
Der Kampagnen-Optimierer soll eher die Klickrate steigern als relevante Schlüsselwörter ausgeben. Man sollte ihn also mit Vorsicht genießen und negative Schlüsselwörter im Search Query Report verwenden, damit die AdWords-Anzeige nur bei relevanten Suchläufen angezeigt wird.
Der Konversions-Optimierer kann den CPL erhöhen. Natürlich ist Googles Algorithmus nicht bekannt, und vielleicht enthält er sogar Fehler. Wer kann, sollte sich selber um die Optimierung seiner Konversion kümmern.
Auf den ersten Blick erscheinen AdWords einfach, und auch Anfänger sind geneigt, es einfach mal auszuprobieren. Mit dieser Strategie wird man aber selten erfolgreich sein. Denn AdWords gehören in Expertenhände, wenn man sein Geld nicht zum Fenster herauswerfen will.
Selbst wenn man mit Google AdWords Reps oder dem JumpStart-Programm arbeitet, muss man sich eingehend mit der Konversion beschäftigen und sie überwachen. Nur so bekommen Sie Antworten oder Tipps.
Sind AdWords zu teuer?
Das gilt nicht mehr und weniger für Google AdWords als für alle anderen Werbeformen. Alle Werbeaktionen müssen an das Produkt und die Zielgruppe angepasst sein, wenn man damit einen positiven ROI erzielen möchte.
Auf jeden Fall muss man sein Geschäft gut kennen und rechnen können, wenn man mit AdWords erfolgreich sein will.
Um die Sinnhaftigkeit Ihres PPC abschätzen zu können, müssen Sie folgende Werte kennen:
Marge pro Verkauf
durchschnittliche CPC in Ihrem Markt
Konversionsrate der Site
Prüfen Sie, ob Ihre CPC in Ihrem Markt zu hoch ist:
Break-Even CPC = Marge * Konversionsrate
Zur Berechnung der Konversionsrate brauchen Sie den Break-Even:
Break-Even-Konversionsrate = durchschnittliche CPC des Geschäftsfelds/Marge pro Verkauf
Der Break-Even ist schön, aber sicher wollen Sie viel lieber einen Gewinn erzielen. Aber das erste Teilziel darf durchaus der Break-Even sein. Denn wenn dieser erreichbar ist, besteht auch die Chance, dass Sie das Ergebnis weiter optimieren können und dass Ihnen die PPC-Investition sehr viel Nutzen bringt.
Gepostet in Magento durch Marion Engel am 26 Januar, 2009
Im April des letzten Jahres hatte ich ja mal die Liste der Magento-Partner analysiert. Und das gleiche habe ich nun noch einmal gemacht. Die Kurzfassung vorweg: Es sind mehr Partner geworden, statt 39 Partner im April 08 sind es inzwischen 97 Partner geworden. Ob diese Steigerung groß oder ausreichend ist, kann natürlich nur Varien selber beantworten.
Verteilung nach Ländern
In 21 Ländern der Welt gibt es aktuell Magento-Partner. Aber einige Länder haben sich deutlich von der Masse abgesetzt. Und wie bei der letzten Betrachtung handelt es sich um die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Positionen dieser Länderhaben sich allerdings verschoben:
Interessanterweise gibt es in Deutschland die meisten Magento-Partner, mehr sogar als in den USA. Und da die USA bei der letzten Zählung noch die Nase vorne hatten, ist denn auch die Zuwachsrate in Deutschland weit höher. Frankreich und Großbritannien haben in etwa die gleiche Steigerungsrate und Position beibehalten. Den Platz 5 teilen sich die Niederlande und die Schweiz mit je 4 Partnern. In den restlichen Ländern kann man froh sein, wenn man zumindest einen Magento-Partner findet.
Das lässt sich sicher nur zum Teil mit der Größe des Landes erklären. Denn die Schweiz mit 4 Partnern ist ja durchaus mit Österreich vergleichbar, wo es derzeit nur einen Partner gibt. Allerdings muss man ja nicht unbedingt Magento-Partner sein, um sich mit dieser Shop-Software zu befassen und dazu auch Dienstleistungen anzubieten.
Verteilung nach Level
Und wie sieht die Verteilung auf die Level Platin, Gold, Silber und Associate aus? Nach wie vor ist die Silber-Partnerschaft am beliebtesten, sowohl international als auch in Deutschland.
Bei den Platin-Partnern hat es in Deutschland einen doppelt so großen Zuwachs gegeben wie international. Dennoch kann man sich als Platin- und Gold-Partner deutlich aus der Masse hervorheben und sein gesteigertes Interesse und eine intensive Beschäftigung mit Magento zum Ausdruck bringen.
Regionale Verteilung in Deutschland
Durch die Steigerung von 8 auf 25 Partner in Deutschland hat sich natürlich auch die regionale Verteilung geändert. Baden-Württemberg und Niedersachsen führen nun mit 5 Partnern knapp vor NRW mit 4 Partnern. In Hessen, Bayern und Hamburg beschäftigen sich jeweils 2 Unternehmen sehr intensiv mit Magento. Und in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Berlin gibt es je einen Magento-Partner. Die Zählweise hinkt allerdings leicht, da einige Agenturen in mehreren Bundesländern vertreten sind und hier nur die erste Adresse gezählt wurde.
Es werden noch Wetten angenommen, wie sich die Zahlen in den kommenden Monaten entwickeln. Denn die Partner der ersten Stunde müssen ja bald entscheiden, ob sie die Partnerschaft verlängern oder möglicherweise wieder aussteigen oder auch auf eine andere Ebene wechseln.
Gepostet in Web 2.0, SEO durch Marion Engel am 20 Januar, 2009
Heute gibt es mal wieder ein praktisches Anwendungsbeispiel und ein paar Tipps, die sich daraus ergeben.
Der Fall: Gesucht wird ein Ziffernstempel, also ein Produkt, das man einmal kauft und ewig benutzt, das es nicht an jeder Ecke gibt, aber an das abgesehen von der Grundfunktionalität keine besonderen Anforderungen gestellt werden.
Der erste Weg geht ins Internet, um einen Überblick über das Angebot zu erhalten. Dass das gesuchte Teil “Ziffernstempel” heißt, ist mir inzwischen bekannt, war es aber nicht von Anfang an. Und dass es auch noch Numerteure gibt, habe ich auch erst auf der Suche gelernt.
Tipp 1: Gehen Sie als Anbieter nicht davon aus, dass ihre Kunden die Fachterminologie kennen. Verwenden Sie auch umgangssprachliche Begriffe oder Umschreibungen auf Ihren Seiten und betreiben Sie dafür Suchmaschinenoptimierung.
Selbst wenn Google den Weg auf die Seite eines Anbieters gewiesen hat, muss das noch nicht das Ende der Suche sein. Denn manchmal ist der Suchbegriff auf der Trefferseite nicht mal enthalten. Oder aber der nicht sachkundige Interessent landet in einem Shop, der zu spezialisiert oder zu voll ist, was die Orientierung erschwert.
Tipp 2: Gestalten Sie leicht verständliche Landing-Pages, die sich mit nur einem abgegrenzten Thema beschäftigen. Optimieren Sie die Seite für die themenrelevanten Begriffe. Und vergessen Sie nicht, das Meta-Tag “Description” zu pflegen, damit die Benutzer aus den Suchergebnissen leicht erkennen können, was die Zielseite bietet.
Nachdem die erste Marktübersicht im Internet erfolgt ist, kommt vielleicht die Idee, den Stempel bei einem örtlichen Anbieter zu besorgen. Aber wer bietet in meiner Stadt Stempel an? Neja, Google wird es mir schon sagen…. oder auch nicht?
Tipp 3: Tragen Sie Ihren Laden im lokalen Branchencenter bei Google ein, damit er bei lokalen Suchanfragen gefunden wird. Und verwenden Sie Ihren Standort auch mindestens auf einer Seite als Schlüsselwort für die Suchmaschinenoptimierung.
In meinem Fall hat mir Google nicht wirklich geholfen, einen örtlichen Anbieter von Stempeln zu finden. Aber da war doch noch was - offline - Gelbe Seiten oder Telefonbuch genannt. Keine Masse, aber Klasse, denn ein Anbieter hat sogar seine Internet-Adresse ins Telefonbuch drucken lassen.
Tipp 4: Kombinieren Sie Online- und Offline-Medien. Aus der Offline-Welt lassen sich die echten Interessenten gerne ins Web umleiten, um dort ausführliche Informationen zu sammeln.
Die Freude über den lokalen Anbieter währte im konkreten Fall allerdings nur kurz. Nicht nur, dass der Eintrag im Telefonbuch nicht mehr aktuell und der Laden umgezogen war, sondern auch, dass es keine konkreten Informationen zu den Produkten auf den Webseiten gab. Und hier zeigt sich der Vorteil der Online-Shops. Auch wenn die preisliche Transparenz nicht allen Anbietern gefällt, hat sie für den Kunden doch Vorteile - und letztlich für den Shop, in dem er kauft, auch.
Tipp 5: Bieten Sie standardisierte Produkte in einem Online-Shop an, zumal wenn es der Mitbewerb auch tut. Oder stellen Sie auf Ihrer Webseite dar, welche Vorteile der Besuch in Ihrem Laden bietet, die beim Online-Kauf nicht vorhanden sein können.
Nach längerer Suche haben sich zwei Shops vom Produktangebot und von den Preisen her als Favoriten herauskristallisiert. Und auf welchen fällt nun die Entscheidung?
Auf den Shop, der bei den Nebenbedingungen kundenfreundlicher ist. Und das ist eindeutig der Shop, der mit dem Trusted Shop-Siegel wirbt und auf Rechnung liefert.
Tipp 6: Denken Sie über ein Siegel für Ihren Shop nach, das den Interessenten Vertrauen und Seriosität signalisiert. Zwar sind diese Siegel nicht kostenlos, aber wenn sie Ihnen zusätzliche Kunden bescheren, wird sich die Ausgabe bald rechnen.
Nachdem die Entscheidung für einen Shop gefallen war, blieb nun nur noch die Aufgabe, die Bestellung aufzugeben. Wie schön, dass das online auch noch spät in der Nacht geht.
Mit dem ersten Stempel im Warenkorb geht es weiter durch den Shop zum zweiten Stempel. Als dieser jedoch im Warenkorb liegt, zeigt sich, dass der erste Stempel verschwunden ist. Hmmm, es sollte doch im Interesse des Anbieters liegen, dass die Kunden mehrere Artikel kaufen, oder? Auch in mehrfachen Versuchen lässt sich der Warenkorb nicht dauerhaft befüllen.
Was fällt einem da - leicht schaudernd - ein? Versuch’s mal mit dem Internet Explorer! Vielleicht ist der Shop ja nicht Firefox-kompatibel.
Ja, und das ist denn auch wirklich des Rätsels Lösung. Da hat der Anbieter Glück, dass ich seinen Trusted Shop-Siegel sehr hoch einschätze, denn sonst wäre ich auf Nimmerwiedersehen verschwunden.
Tipp 7: Testen Sie Ihren Online-Shop und die Webseiten in allen gängigen Browsern. Hinweise, für welchen Browser optimiert wurde, sind ebenso out und tabu wie fehlende Funktionalitäten in den gängigen Browsern!
Nun also schnell ab zur Kasse, bevor der Warenkorb vielleicht doch wieder verschwindet. Kundenadresse eingeben, ok. Ob eine abweichende Lieferadresse möglich ist, lässt sich nicht erkennen. Neja, schreiben wir die halt in das Bemerkungsfeld, es wird schon schief gehen.
Kaum ein paar Klicks weiter erscheint dann ein Kästchen mit Haken, der angibt, ob die Kundenadresse auch Lieferadresse sein soll. Also Bemerkungsfeld wieder löschen und Lieferadresse eintragen. Und die Versandart muss ich auch noch wählen, sagt mir die Mussfeldkontrolle. Warum eigentlich, denn für die bereits eingetragenen Versandkosten gibt es doch nur eine Möglichkeit…
Tipp 8: Informieren Sie Ihre Kunden frühzeitig und deutlich über ihre Möglichkeiten an der Kasse. Sowohl mit den Möglichkeiten als auch mit der Information können Sie weitere Pluspunkte beim Kunden sammeln. Und zufriedene Kunden kommen ja bekanntlich wieder oder empfehlen einen Shop weiter.
Fazit: Es gibt immer noch viel zu tun in der Online-Welt. Und es gibt auch noch immer viele Möglichkeiten, sich mit einem kundenfreundlichen Web-Shop vom Mitbewerb zu differenzieren. Man muss es eben nur anpacken. Je früher, desto besser.
Gepostet in SEO durch Marion Engel am 15 Januar, 2009
Gestern habe ich mal wieder eine mehr oder weniger amüsante Spam-Mail bekommen.
Schon der Betreff “Negatives Image bei Google von Ihrem Hotel” lässt erkennen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Denn 1. habe ich kein Hotel und 2. kennt das Image, das meine Seite bei Google hat, nur Google selber.
Und im Inhalt der Mail wird es dann noch absurder:
Dass Google selber Hotels testet bewertet, wäre mir neu. Und natürlich gibt es auch keine derartige schlechte Bewertung. Aber”Google” und “negative Bewertung” sind natürlich Begriffe, die ins Auge springen und alarmierend wirken können, wenn der Hausverstand gerade auf Sparflamme läuft.
Dass diese Mail ohne die vorgeschriebenen Angaben in der Fußzeile nicht seriös sein kann, ist natürlich auch klar. Und so halte ich auch meine eigentlich vorhandene Neugier im Zaum und klicke weder auf interessehalber auf den Link im Mailtext noch auf den Austragen-Link. Schau’n wir mal, ob diese Mail tatsächlich nur einmalig geschickt wird.
Alles, was ich an Spam-Schutz für diese Mailadresse tun konnte, habe ich getan. Aber entweder sind die Spammer schon wieder schlauer und erkennen auch ersetzte @-Zeichen, oder sie basteln sich auf gut Glück Mailadressen aus info@domain. Neja, noch hält sich das Spam-Aufkommen auf dieser noch recht jungen Mailadresse in Grenzen. Und wenn es überhand nehmen sollte, wird sie kurzerhand aus dem Verkehr gezogen und durch eine Neue ersetzt.
Bei der Prüfung, ob es eine negative Bewertung meines (Nicht)-Hotels gibt, habe ich dann festgestellt, dass sich Verweise auf meine Seiten an Stellen befinden, die ich überhaupt nicht kenne - wo ich mich also nie eingetragen habe. Da scheint es also eine gewisse Eigendynamik im Web zu geben, die Informationen weiterverbreitet. Die ein oder andere Nennung mag ja noch akzeptabel sein, aber nicht immer stimmt die thematische Einordnung, denn weder Hotel noch Devotionalien sind die richtige Kategorie für eine Blaskapelle…
Das mit der Privatsphäre betrifft also nicht nur die sozialen Netzwerke.
Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 14 Januar, 2009
Das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie hat eine interessante Studie erarbeitet, aus der hervorgeht, wie es um den Schutz der Privatsphäre in sozialen Netzwerken steht.
Folgende Netzwerke wurden dabei geprüft:
facebook
studiVZ
myspace
wer-kennt-wen
lokalisten
xing
linkedin
Die Tester schlüften in die Rolle eines normalen Anwenders, der sich bei den Plattformen registriert und diese nutzt. Parallel dazu waren sie als “Angreifer” tätig, der versucht hat, die Daten des normalen Anwenders auszuspionieren. Dabei wurden keinerlei unlautere Methoden verwendet, sondern nur ein gewisses Fachwissen.
Natürlich lassen sich nicht alle Portale über einen Kamm scheren. Aber dennoch lassen sich einige interessante - allerdings eher alarmierende - Schlussfolgerungen ziehen. Die Wahrung der Privatsphäre steht in den Netzwerken nicht wirklich an erster Stelle. Vielfach werden nicht alle technischen Möglichkeiten zum Schutz der Daten ausgeschöpft. Auf der anderen Seite machen sich viele Benutzer schlichtweg keine Gedanken, was mit ihren Daten passieren kann. Denn einen gewissen Einfluss haben sie durchaus darauf, wer bei ihnen lesen bzw. mitlesen kann.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Art des Zugriffs auf das Internet. Dabei stellen natürlich öffentliche Netzwerke die größte Gefahr dar, dass sich unerwünschte Lauscher an der Übertragung der Daten “beteiligt” sind und sich dadurch Schlüssel zu Türen besorgen, die ihnen normalerweise nicht offen stehen würden.
Gegenüber allzu neugierigen Plattformen, die bereits bei der Registrierung eine Vielzahl an persönlichen Daten abfragen, sollte man auch skeptisch sein. Das gilt natürlich nicht nur für die in der Studie überprüften Anwendungen, sondern auch für alle anderen Plattformen im Web.
Bevor man irgendwo persönliche Informationen einstellt, sollte man sich überlegen, ob es Personenkreise gibt, denen man diese Fakten normalerweise nicht geben würde. Was man sich unter Freunden noch scherzweise erzählt könnte beispielsweise die Chance auf einen bestimmten Arbeitsplatz verringern. Denn dass nach Bewerbern “einfach mal so gegoogelt” wird, ist ja auch kein Geheimnis mehr. Das jedoch ist nur ein Beispiel für den Schaden, den man sich selber zufügen kann.
Das ist natürlich nur die Kurzfassung und Quintessenz aus der Studie. Auf ihren 124 Seiten enthält sie alle Details und zeigt natürlich auch die spezifischen Stärken und Schwächen der untersuchten Plattformen auf.
Wer sich also dort tummelt, sollte ruhig einmal einen Blick in das Dokument werfen und sein Verhalten kritisch überdenken.
Gepostet in Magento durch Marion Engel am 8 Januar, 2009
Mit Version 1.2 von Magento haben Shopbetreiber nun auch die Möglichkeit, Produkte zum Download anzubieten. Ob es Textdateien, Soundfiles oder andere elektronische Daten sind, ist gleich. Denn Magento bietet mit diesem neuen Feature wieder eine große Fülle fachlicher Möglichkeiten, die man erst einmal durchschauen und verstehen muss, bevor man zur Nutzung schreiten kann.
Allein hinsichtlich der Menge der Downloads gibt es viele Möglichkeiten. Man kann unter dem Dach eines Artikels im Shop folgendes anbieten:
eine einzige Datei
mehrere Dateien, die nur gemeinsam erworben werden können
mehrere Dateien, die einzeln oder in beliebigen Kombinationen erworben werden können - Der Preis ergibt sich flexibel aus der Summe der Einzelpreise der gewählten Dateien.
Variabel ist ferner die Anzahl an Downloadversuchen, die von 1 bis unbegrenzt eingestellt werden kann.
Und für volle Transparenz sorgt Magento auch, denn es können beliebig viele Demodateien, Hörproben oder Kurzversionen sowohl zum Produkt als Ganzes als auch zu den einzelnen Dateien angeboten werden.
Dieses Modell bietet ganz neue Absatzmöglichkeiten. Und damit kann ich gleich an meinen Blogpost zu kundenfreundlichen Onlineshops anknüpfen. Ein kundenfreundlicher Onlineshop für Blasorchesternoten hätte beispielsweise folgende Seite im Shop:
Ein Orchesterstück wird hier vorgestellt, beschrieben und durch eine Hörprobe und einen Partiturauszug transparent dargestellt. Die Kategorisierung an Hand von Attributen ist ebenfalls sehr nützlich und wurde im Beispiel nur aus Platzgründen weggelassen.
Hat sich der Kunde mit dem Stück angefreundet, kann er sich genau die Stimmen herunterladen, die er für seine Kapelle braucht. Denn wenn meine Kapelle weder Fagott noch Oboe besitzt, warum soll ich dann deren Stimmen kaufen? Auch wenn das papierlose Büro ein Mythos geblieben ist, kann man ja durchaus beim Notenkauf ans Papier sparen denken.
Und wenn meine Kapelle dann irgendwann doch ein Fagott bekommt, oder der Trompeter seine Stimme verschmissen hat, kann sie in diesem Shop auch ganz problemlos nachbestellen.
Welche Spielarten sich der Anbieter im vorliegenden Fall dann noch ausdenkt, ist ihm überlassen. So könnte er tatsächlich jede Stimme einzeln verkaufen (z.B. 1. Klarinette, 2. Klarinette, 3. Klarinette). Er könnte aber auch registerweise Sätze verkaufen, also alle Klarinettenstimmen. Er kann auch festlegen, dass eine Solostimme, die 2 Seiten umfasst, teurer ist als die Begleitstimme mit nur einer Seite. Und natürlich kann das Angebot auch noch um eine Sound-Datei mit dem gesamten Stück erweitert werden. Der Download muss also nicht mal sortenrein sein, d.h. Text-, Bild- oder Sounddateien können beliebig kombiniert werden.
Die wichtigste Frage lautet also mal wieder: Was bringt meinem Kunden einen Nutzen und was stellt ihn so zufrieden, dass er dieses Mal und später immer wieder in meinem Shop kauft?
Magento überlässt es auch dem Anbieter, ob der Download über eine Datei erfolgt, die im Back-End hochgeladen wird, oder ob dort ein Link hinterlegt wird. Diese Regel gilt sowohl für die kostenpflichtigen Downloads als auch für die kostenlosen Beispieldateien, mit denen sich der Kunde über den Download informieren kann.
Ansonsten verhalten sich die Downloads im Magento-Shop wie alle anderen Produkte auch, werden also genauso angelegt und gepflegt, betrachtet und in den Warenkorb gelegt.
Der Versand entfällt und wird durch eine Link im Benutzerkonto ersetzt - logisch. Dieser Link wird aktiv, nachdem im Back-End die Rechnung erstellt wurde. Das ist vielleicht ein wenig unlogisch, denn der Versand der Rechnung ist ja nicht gleichbedeutend mit dem Eingang der Zahlung. Erfolgt der Versand von Sachgütern allerdings zusammen mit der Rechnung, die nach Erhalt des Pakets gezahlt wird, besteht genauso das Problem, dass der Kunde die Ware vor der Bezahlung erhält. Und beim Sachgut gilt ja das Ausschlußprinzip, d.h. den Pullover, denn Herr A hat, kann Herr B nicht tragen. Aber wenn Herr A ein eBook heruntergeladen hat, können die Herren B, C und D ohne Probleme das gleiche eBook herunterladen - von der Zahlungsmoral mal ganz abgesehen.
Aufgeschlossene, innovative Anbieter elektronischer Daten haben also alle Möglichkeiten, ihre Dateien zu verkaufen und zufriedene Kunden zu schaffen.
Gepostet in Marketing durch Marion Engel am 8 Januar, 2009
Es gibt Produkte, die muss man ganz einfach im Laden kaufen, weil man sie in echt sehen, anfassen, anprobieren und am eigenen Körper sehen muss. Das gilt beispielsweise für Schuhe, bei denen man ja leider nicht immer sicher sein kann, dass die gleiche Schuhgröße automatisch passt. Und es gilt sicher auch für ein elegantes Abendkleid, bei den zudem der Kauf an sich einen gewissen Lustfaktor mit sich bringt.
Es gibt aber auch Produkte, die “schreien” förmlich nach einem Online-Verkauf, weil dieser einfach viel mehr Vorteile für Käufer und Verkäufer bietet als der Verkauf im Laden. Und hier möchte ich als Beispiel Noten für Blasorchester nennen. Warum ist das so?
Es gibt Unmengen an Notensätzen von unterschiedlichen Verlagen, die kein Musikgeschäft je auf Lager haben kann. In einem Online-Shop kann diese riesige Menge aber problemlos dargestellt werden - was wir ja vom Long-Tail-Phänomen her kennen.
Noten werden anhand von Hörproben beurteilt. Ein Musikgeschäft kann nicht von jedem Notensatz eine CD und zusätzlich einen CD-Spieler bereithalten, damit sich die Kunden die Stücke anhören können. Im Internet jedoch können Sound-Dateien leicht hoch- und ebensoleicht heruntergeladen und angehört werden.
Noten werden mit einem Blick in die Direktionsstimme beurteilt. Im Musikgeschäft müsste der Notensatz aus dem Lager und die Direktionsstimme herausgeholt werden. Dabei könnten die anderen Stimmen durcheinander geraten, Eselsohren oder Fingerabdrücke bekommen. Im Internet kann ein Auszug aus der Direktion leicht als pdf-Datei zum Download angeboten werden.
Noten können völlig problemlos verschickt werden. Sie sind weder zerbrechlich noch verderblich oder unhandlich. Manchmal passen sie sogar in den Briefkasten.
Betrachtet man aber die Realität im Internet, schaut die Sache ganz anders aus. Der Online-Notenkauf ist alles andere als bequem und kundenfreundlich, so jedenfalls meine Erfahrungen, die ich in den letzten Wochen gesammelt habe. Die Musikverlage oder Notenhändler bauen ziemlich hohe Hürden auf, die man dummerweise überwinden muss, weil man ja Noten für die Kapelle braucht.
Hürde 1: geöffnet nur für den gläsernen Kunden
Es gibt Verlage, bei denen darf man sich das Angebot im Internet erst anschauen, nachdem man sich registriert hat. Na gut, gegen eine Registrierung mit Mailadresse und Passwort ist ja vielleicht nichts einzuwenden. Aber wenn ich meine komplette Adresse einschließlich Vereinsdaten angeben muss, werde ich vorsichtig. Was bedeutet das für mich? Will der Anbieter meine Schritte in seinem Shop aufzeichnen und mich nach einer gewissen Zeit zur Kasse bitten, wenn er meint, ich stöbere nur in seinem Shop, kaufe aber nichts? Oder will er meine Adressdaten, die ja einer gut definierten Zielgruppe zugeordnet werden können, gewinnbringend verkaufen? Vielleicht, um einen Teil des Aufwands, den er in die Erstellung des Shops gesteckt hat, wieder reinzuholen?
Wahrscheinlich jedenfalls geht seine künstliche Intelligenz nicht so weit, Zusammenhänge zwischen seinen Online-Besuchern herzustellen. Denn wenn ich beispielsweise im Shop stöbere, meinem Dirigenten daraufhin eine Liste mit Stücken präsentiere, von der er letztendlich einige kauft, habe ich zwar nicht selber gekauft, aber doch zum Kauf verholfen.
In einem Fall kam erschwerend hinzu, dass mir auch nach der Registrierung nicht sofort Zugang gewährt wurde. Offensichtlich werden meine Daten zunächst manuell geprüft, und sehr wahrscheinlich erhalte ich nie Zugangsdaten, weil ich nämlich nur eine “Fake-Adresse” eingegeben habe. Damit habe ich zwar die Mussfeldprüfung überwunden, aber jeder Mensch wird merken, dass ich nicht in l, r oder d wohne.
Ist sich der Anbieter eigentlich klar, was er mit seinen Kunden oder Interessenten hier tut? Er schlägt einem kaufbereiten Kunden die Tür vor der Nase zu und zwingt ihn, seine Online-Einkäufe an die Bürozeiten und Launen des Anbieters anzupassen. Normalerweise müsste man um einen solchen Anbieter in Zukunft einen großen Bogen machen. Offensichtlich wird hier aber eine gewisse Monopolstellung ausgenutzt, die dazu führt, dass man trotz dieser negativen Erfahrungen einige Tage später reumütig zurückkehrt und sich den Regeln des Anbieters unterwirft.
Ohne penibel sein zu wollen möchte ich diese Erfahrung kurz in die Offline-Welt übertragen. Ist es vorstellbar, dass ein Musikgeschäft in der Stadt an der Eingangstür Ausweiskontrollen vornimmt und nur die Personen in den Laden lässt, die sich ordnungsgemäß ausweisen können? Wohl kaum, oder?
Hürde 2: veraltete Technologien
Da habe ich mich nun durch die Hörproben in einem Notenshop gehört und mir die Links von ein paar guten Stücken rauskopiert, die ich meinem Dirigenten zum Kauf vorschlagen wollte. Aber irgendwann fiel mir auf, dass alle Links gleich sind.
Tja, die Seiten waren mit Frames gebaut, und Änderungen im Hauptframe haben sich nicht auf die URL der gesamten Seite ausgewirkt. Zum Glück konnte ich einen Großteil der Stücke wieder finden - aber wie sag’ ich’s jetzt meinem Dirigenten? Ich will es ihm ja möglichst einfach machen und keine lange Anleitung geben, wonach er suchen muss, damit er möglicherweise das Stück findet, das ich meine.
Denn das mit der Suche war bei diesem Shop auch so eine Sache. Ich hatte Noten von “I had the time of my life” ausgesucht, und es sollte leicht möglich sein, die zugehörige Seite anhand des Titels zu finden.
Tja, falsch gedacht…. Die Suche teilte mir nämlich mit, dass sie Wörter mit 3 und weniger Buchstaben nicht berücksichtigt. Somit standen nur “time” und “life” als Suchbegriffe zur Verfügung - Allerweltswörter, die mehr als oft vorkommen….
Moderne Shop-Software bietet für solche Fälle den Wunschzettel, den man an einen Freund weiterleiten kann. Eine Funktion also, die nicht nur zu Weihnachten oder vor einem Geburtstag sinnvoll ist, sondern auch für Kaufentscheidungen, an denen mehrere Personen beteiligt sind.
Hürde 3: nicht ausreichend komfortable Suchfunktionen
Im Laden gibt es idealerweise einen Verkäufer, den man um Rat fragen kann. Im Online-Shop muss dies durch eine benutzerfreudliche Navigation und komfortable Suchfunktionen ersetzt werden. Denn je schneller der Kunde zum Ziel kommt, desto schneller landet das Produkt im Warenkorb. Und gerade bei Blasorchesternoten liegt es auf der Hand, was die Suchkriterien sind:
Besetzung
Schwierigkeitsgrad
Name des Stücks, Komponisten oder Arrangeurs
Genre
Als weitere Bewertungskriterien eignen sich:
Spieldauer
Preis
Register, die besonders gefordert sind
Lieferzeit
Wer seinen Kunden wirklich einen Dienst erweisen will, baut einen interaktiven Kundenberater. Denn manchmal sucht man ja kein konkretes Stück, sondern hat nur eine grobe Vorstellung, wie das Stück klingen soll und würde sich gerne inspirieren lassen.
Hürde 4: unvollständige Informationen
Ich habe einen Shop gefunden, in dem alle Preise ein * mit dem Hinweis in der Fußnote tragen, dass die Preise unter Umständen nicht mehr aktuell sind.
Hmm, was ist davon zu halten? Abgesehen davon, dass das rechtlich sicherlich kritisch ist, lässt es für mich keine sinnvolle Kalkulation vor dem Einkauf zu.
Bei einem Stück, das ich gerne kaufen würde, ist der Preisunterschied zwischen diesem Anbieter und einem anderen Online-Shop ziemlich hoch, so dass ich befürchte, dass der niedrige Preis nicht mehr gültig ist. Aber wenn dem so wäre, würde es sich um eine Preissteigerung von etwa 50% handeln. Da wird mir nichts anderes übrig bleiben, als vor der Bestellung nach dem gültigen Preis zu fragen.
Aber diese Frage ist offensichtlich auch nicht beliebt. Denn ein Verlag hat kürzlich meine unverbindliche Anfrage, ob er ein bestimmtes Stück liefern kann, gleich als Bestellung umgedeutet und nach der Lieferadresse gefragt. Diesen geschäftstüchtigen Elan musste ich allerdings erstmal mit der Frage nach Preis und Versankosten bremsen.
Auch die Informationen zu den Produkten sind meist mehr als dürftig. Kauft denn wirklich jemand einen Notensatz für knapp 100 EUR, von dem er nur den Titel und den Arrangeur kennt? Oder sind diese “Inkognito”-Titel in der TatLadenhüter, die nur dann einmal verkauft werden, wenn man sie zufälligerweise von einer anderen Kapelle hört und sich dann nach dem Verlag erkundigt? Oder läuft das Angebot im Internet nur so nebenher, und erfolgt die Information der Kunden über andere Wege?
Die Anbieter sollten sich einmal vor Augen halten, dass sie sich mit solchen Teilinformationen selber unnötig viel Arbeit machen. Denn wenn ich eine Demoversion erst per Mail anfordern muss, wird sich sehr wahrscheinlich erst ein Sachbearbeiter hinsetzen müssen, der meine Anfrage bearbeitet. Und unter dem Strich ist dieser Personalaufwand sicher um einiges höher und inhaltlich weniger sinnvoll, als wenn die Hörprobe gleich zum Download angeboten würde.
Hürde 5: mangelnde Wertschätzung des Kunden
Ich fühle mich als Kunde in den oben beschriebenen Shops nicht wirklich wohl. Und wenn ich einen Anbieter finden würde, bei dem ich den Eindruck habe, dass ich als Kunde eine gewisse Wertschätzung erfahre, würde ich dort, und nur dort alle meine Bestellungen aufgeben. Denn der Kunde, der sich im Shop wohl fühlt und gut informiert wird, kauft dort auch tatsächlich ein und kehrt zum nächsten Einkauf dorthin zurück. Und er wird den Shop auch seinen Freunden weiterempfehlen.
Fazit
Auch in scheinbar gesättigten Märkten gibt es für pfiffige Unternehmer jede Menge Möglichkeiten, Kunden mit einem bedarfsgerechten, freundlichen Angebot zu gewinnen. Man muss sich “nur” in den Kunden versetzen, um dessen Bedürfnisse zu ermitteln und sich überlegen, wie man diese mit neuen und positiven Ideen befriedigen kann.
Sehr interessante Denkansätze findet man dazu beispielsweise in den Publikationen von Anja Förster und Peter Kreuz.
Gepostet in News durch Marion Engel am 5 Januar, 2009
Was sind die ersten Neuigkeiten des noch jungen Jahres?
1. Google hat mal wieder am Page Rank gedreht: Zumindest haben einige Webmaster festgestellt, dass sich der Page Rank bei einigen Seiten verändert hat. Teilweise ging es nach oben, teilweise nach unten. Meist hat sich der Wert um 1 geändert, aber auch von größeren Veränderungen wurde berichtet.
Auch wenn diese Änderung von Google inzwischen offiziell bestätigt wurde, sind die Reaktionen diesmal eher verhalten. Entweder sind noch nicht alle SEOs und Webber aus dem Urlaub zurück, oder es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass der Page Rank ja nur ein Faktor von vielen ist und kaum Einfluss auf die Platzierung bei Google hat. Außerdem ist der Wert, der in der Toolbar angezeigt wird, auch nur bedingt zuverlässig ist. Oder man ist es schon gewöhnt, nach dem Motto: “Ach, die schon wieder….”.
2. Microsoft plant Massenentlassungen: Die große Wirtschafts- und Finanzkrise macht vor dem Software-Riesen nicht halt. Noch gibt es wenig sichere Details zu Datum und Umfang der Entlassungen. Und so fällt es auch schwer, seriöse Kommentare abzugeben. Und während die betroffenen Mitarbeitern bedauert werden, gibt es auf der anderen Seite eine gewisse Schadenfreude dem gesamten Unternehmen gegenüber.
Ob es nun wirklich an der Wirtschaftskrise liegt, lässt sich sowieso nicht klären. Vielleicht ist sie in manchen Fällen auch nur ein willkommener Vorwand, sich von bestimmten Mitarbeitern zu trennen oder eigene Fehler zu vertuschen. Microsoft wird sich nicht mehr ewig auf seine Monopolstellung verlassen und davon zehren können. Neue Ideen und Ansätze sind gefragt. Und wer die hat, der braucht sich sicher auch von der Krise einschüchtern zu lassen.
3. Firefox holt auf: Das ist doch mal eine gute Meldung für uns Webber! Der Internet Explorer verliert weiter an Beliebtheit, und der Firefox kommt klar über die 20%-Hürde. Allerdings hat der IE mit über 60% immer noch einen ausreichend großen Vorsprung. Aber vielleicht schmilzt der im Zusammenhang mit der vorherigen Meldung weiter. Und vielleicht hat Google mit seinem Chrome tatsächlich etwas Wind in die Browser-Szene gebracht, so dass es sich auch bei Nicht-Web-Insidern immer weiter rumspricht, dass es da noch mehr gibt als den vorinstallierten Internet Explorer.
4. Magento 1.2 ist da: Das ist auch eine interessante Meldung, zu der es hier in Kürze noch ein paar mehr Details geben wird. Momentan läuft bei mir im Hintergrund noch die Installation der neuen Pakete.
Downloads kann man nun in einem Magento-Shop anbieten, ob nun in Form eines eBooks oder als Musik. In den Suchergebnissen wird die Layered Navigation angezeigt, und der Google Checkout lässt sich für einzelne Produkte deaktivieren. Das sind die wichtigsten Features, die zu einer langen Liste an Bugfixes angeboten werden.
Schau’n wir mal, was das Jahr sonst noch bringen wird.
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