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35 kostenlose PR-Portale

Gepostet in Marketing, SEO durch Josef Willkommer am 30 September, 2008

Mit geschickter Online-PR lassen sich kostengünstig enorme Werbewirkungen erzielen - vorausgesetzt man schreckt vor etwas Arbeit und vor allem Schreiberei nicht zurück…

Wem es jetzt schon in den Fingern juckt - mit PR ist hier nicht der berühmt berüchtigte PageRank von Google gemeint, sondern die Marketing-Disziplin “Public-Relations” oder zu Deutsch Öffentlichkeitsarbeit.

Wir hatten vor längerer Zeit ja schon mal einen Artikel zum Thema “Online-Marketing mit Pressemeldungen” veröffentlicht, indem wir Möglichkeiten, Fallstricke und Besonderheiten beim Einsatz von Online-PR beleuchtet haben. Bereits damals haben wir einige deutsche Presseportale vorgestellt.

Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen um das Thema zu aktualisieren. Online-PR bietet für Unternehmen unterschiedlichster Größenordnung und Ausrichtung eine interessante und vor allem sehr kostengünstige Möglichkeit, auf eigene Produkte oder Dienstleistungen hinzuweisen. Was man bei der Erstellung einer derartigen Pressemeldung beachten sollte, haben wir ja bereits in oben erwähntem Artikel erläutert.

Inzwischen hat sich natürlich auch im Bereich der Online-Pressearbeit einiges getan und eine Vielzahl an Anbieter buhlen um die Gunst der Kunden bzw. Webmaster. Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen bezahlten Diensten, die zum Teil sehr gute Leistungen erbringen, für die zum Teil aber auch recht stolze Beträge fällig werden. Zum anderen gibt es auch eine Vielzahl an kostenlosen PR-Portalen und Pressediensten, die Pressemeldungen gratis veröffentlichen.

Nachfolgen eine Übersicht der wichtigsten, kostenlose Pressedienste:

Natürlich sollte man sich die einzelnen Portale vorher etwas genauer ansehen und nicht “blind” drauf los arbeiten. Mit einigen davon habe ich aber schon sehr guten Erfahrungen sammeln können….

Viel Spaß bei der Online-Pressearbeit!

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robots.txt erstellen

Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 29 September, 2008

Für manche Webmaster scheint die robots.txt noch immer ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Aber dafür gibt es eigentlich keinen Grund, denn es gibt nur wenige Regeln, die man kennen muss, um eine korrekte robots.txt zu erstellen. Und die wären:

Sinn und Zweck

Mit der robots.txt kann gesteuert werden, welche Seiten einer Website von welchen Agenten nicht besucht werden dürfen. Wichtige Agenten sind die Spider der Suchmaschinen, die die Seiten indizieren müssen, um sie in den Suchergebnissen anzeigen zu können. Andere Agenten sind eher mit unlauteren Absichten im Web unterwegs und versuchen vor allem Mailadressen aus dem Web zu saugen, um sie kurz darauf mit Spam-Mails zu bombardieren. Man findet im Web zwar etliche Listen solcher unerwünschten Agenten. Ob es aber hilfreich ist, sie in der robots.txt auszuschließen, darf bezweifelt werden. Denn einerseits können die heute bekannten Namen schon morgen veraltet und durch neue Namen ausgetauscht worden sein. Und andererseits ist davon auszugehen, dass Agenten, die mit unguten Absichten auf Besuch kommen, natürlich auch “Verbotsschilder” wie die robots.txt ignorieren.
Welche Seiten wird man üblicherweise von der Indizierung ausschließen?

  • Formulare, die lediglich Anfragezwecken dienen
  • Seiten, die nicht suchmaschinenoptimiert wurden wie z.B. Preislisten
  • Pflichtseiten wie z.B. das Impressum
  • Seiten, die nur temporär in der Website enthalten sind
  • alle Seiten in geschützten Bereichen

Gerade in Bezug auf den letzten Punkt muss aber betont werden, dass die robots.txt keine Zugriffskontrolle übernimmt. Geschützte Seiten müssen durch Passwortmechanismen vor unerwünschten Zugriffen geschützt werden. Und andersherum ist eine robots.txt-Datei keine Garantie für eine gute Position in den Suchergebnissen.
Erstellung und Name

Um eine funktionsfähige robots.txt-Datei zu erstellen, benötigt man einen Texteditor. Ein solcher ist standardmäßig auf jedem Windows-Rechner vorhanden. Die Datei muss unter dem Namen robots.txt gespeichert werden, wobei Gross- und Kleinschreibung zu beachten sind.

Speicherplatz

Die Datei muss auf den Webserver übertragen werden und auf der obersten Ebene der Domain gespeichert werden. Sie muss also neben der index.html stehen. Wenn man im Browser www.<domainname>/robots.txt eingibt und die Inhalte zu sehen sind, liegt die Datei im richtigen Verzeichnis.

Inhalt

Die robots.txt enthält zwei Arten von Anweisungen:

Auf User-agent: folgt der Name des betreffenden Agenten, der vom Besuch ausgeschlossen werden soll. Für jeden namentlich genannten Agenten muss eine eigene Zeile geschrieben werden, die immer mit einem Großbuchstaben beginnen muss.

  • User-agent:  * schließt alle Agenten gleichermaßen aus
  • User-agent: Googlebot schließt den Spider aus, der die Seiten für Googles Web- und den News-Index besucht
  • User-agent: Googlebot-Mobile schließt den Spider aus, der die Seiten für Googles mobilen Index besucht
  • User-agent: Googlebot-Image schließt den Spider aus, der die Seiten für Googles Bildindex besucht
  • User-agent: Slurp schließt den Spider aus, der die Seiten für Yahoo!s Web-Index besucht
  • User-agent: MSNBot schließt den Spider aus, der die Seiten für MSNs Web-Index besucht

Auf Disallow: folgt der Name der Seite oder des Ordners, die bzw. der nicht indiziert werden soll. Auch hier gilt, dass der erste Buchstabe groß geschrieben sein muss und pro Zeile nur eine Seite oder ein Ordner genannt werden dürfen. Es gibt allerdings auch einige Möglichkeiten zur Vereinfachung:

  • Disallow: indiziert alle Seiten und Ordner
  • Disallow: / indiziert nichts
  • Disallow: /test/ indiziert nur das Verzeichnis test nicht
  • Disallow: /test indiziert alle Verzeichnisse nicht, die mit test beginnen, also z.B. test, test1 oder testdaten
  • Disallow: /test/testdatei.html  indiziert nur die angegebene Datei nicht

Diese beiden Anweisungen werden von allen Agenten verstanden und decken sicher auch nahezu alle Fälle ab. Deshalb kann man weitere Anweisungen, die nur von bestimmten Agenten erkannt werden, getrost vergessen.

Kommentare werden immer mit # eingeleitet. Steht dieses Zeichen am Zeilenanfang, wird die gesamte Zeile als Kommentar betrachtet. Steht es an einer anderen Position, wird der dahinterstehende Text als Kommentar eingestuft.

Hilfe

Wer Hilfe bei der Erstellung der robots.txt braucht oder die Namen ausgefallener Agenten sucht, kann einen Generator verwenden. Und da Vertrauen ja gut, Kontrolle aber bekanntlich besser ist, kann man seine fertige robots.txt prüfen lassen.


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Newsletter-Verzeichnisse

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 26 September, 2008

Die Hoch-Zeit von Web-Verzeichnissen ist eigentlich vorbei, und wenn man Webseiten in Verzeichnisse eintragen will, dann sollte eindeutig Qualität vor Quantität gehen. Die Suchmaschinen geben den Links aus thematisch bunt gemischten Verzeichnissen wenig Bedeutung, und kein Mensch wird sich je durch die langen Listen mehr oder weniger hochwertiger Links wühlen.

Was ist aber mit Newsletter-Verzeichnissen? Da ein Newsletter ja in der Mailbox des Empfängers landet, kann man auf diesen ja gar nicht verlinken. Bedeutet das, dass Newsletter-Verzeichnisse hauptsächlich für Menschen gemacht sind, die sich dort Newsletter zu ihren Lieblingsthemen an Hand einer Beschreibung suchen und über einen Link zur Anmeldemaske gelangen? Ich habe die Probe auf’s Exempel gemacht und ein paar Newsletter-Verzeichnisse mal etwas näher angeschaut:

Newsletter-Verzeichnis.de

Die Site, die nach eigenen Angabe  seit 2001 besteht und zu den 6.000 wichtigsten Web-Adressen zählt, enthält 2260 Einträge in 144 Kategorien. Es gibt ein Impressum und ein paar Tipps & Tricks zum Erstellen eines Newsletters. Das macht also erstmal einen recht professionellen Eindruck. Ich habe mich nun in der Kategorie “Internet & www - Webmaster” umgesehen und 30 der 45 Einträge geprüft. Das Ergebnis war ernüchternd: Auf nur 23 % (=7) der verlinkten Seiten kann man wirklich einen Newsletter abonnieren. 23% der Links sind defekt, und auf den restlichen 53% der Seiten (= 16) gibt es alles mögliche, aber keinen Newsletter. Eine weitere Prüfung in den Kategorien “Radsport”, “Forschung” und “Natur & Umwelt” ergab eine Trefferquote von 100%, d.h. alle Links führten auf Seiten mit der Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren. Allerdings gab es hier nur jeweils 2 oder 3 Einträge.

Sicher sind meine Untersuchungen nicht repräsentativ. Trotzdem traue ich mich zu sagen, dass es in einigen Fällen eher um den Backlink denn um die Bekanntmachung des Newsletters ging. Nicht alle Eintragenden waren so schlau oder fair, einen Deep-Link auf die Anmeldeseite zum Newsletter zu setzen. Oftmals befinden sich die Anmeldefelder zwar in einer Randspalte auf jeder Seite, aber gerade für die Suchmaschinen-Optimierung kann man durchaus auch eine separate Seite für den Newsletter erstellen. Und der Eintrag dieser Seite in die Newsletter-Verzeichnisse macht durchaus Sinn.

Newsletterverzeichnis.de

Dieses Verzeichnis gehört zu einer ganzen Gruppe an Websites zu den Themen Online-Marketing, PR und Newsletter. Und so können auch Newsletter-Tutorials und -Checks angeboten werden - gegen Mail-Adresse, versteht sich….

Auch hier begebe ich mich wie oben in die Kategorie “Internet & Kommunikation”. Auf den ersten Blick macht die Liste einen sehr professionellen Eindruck mit Screenshot, Kategorisierung und Beschreibung, Link zur Abo-Seite, Vorschau einer Ausgabe und Mail an Herausgeber:

Newsletterverzeichnis

Auf den zweiten Blick bestätigt sich aber die Erfahrung aus dem zuerst untersuchten Verzeichnis: 26,6 % (=8) einwandfreie Links, 33 % (=10) defekte Links und 40% (=12) Seiten, auf denen kein Newsletter abonniert werden kann. Die Vorschau auf eine Newsletterausgabe und die Screenshots erlauben aber die Schlussfolgerung, dass diese Anbieter vor etlichen Jahren (2002, 2004) tatsächlich mal Newsletter versendet haben. Entweder haben sie die Site aber inzwischen aufgegeben und die Domain zum Verkauf angeboten oder sind auf eine Blog mit RSS-Feed umgestiegen. Der Link im Verzeichnis wurde aber weder von ihnen noch vom Betreiber der Plattform entfernt.

In den anderen Kategorien ist das Bild ähnlich durchwachsen. Nur wenige Einträge verlinken tatsächlich auf eine separate Newsletter-Seite, während manche Site-Betreiber ihr Newsletterangebot ungeschickt hinter anderen Begriffen wie z.B. Infomail oder Alpinews verstecken.

Newslettersuchmaschine.de

Die Nummer 3 in der Google-Suche nach “Newsletter Verzeichnis” scheint schon ein wenig in die Jahre gekommen zu sein. Sind doch die Zugriffsstatistiken, die im Impressum angeboten werden, stammen von 2004 und 2005. 4117 sind eingetragen und können durchsucht werden. Wobei sich da allerdings die Frage stellt, worin tatsächlich gesucht wird, denn es werden ja wohl keine Newsletter-Archive gehalten.

Mein Standard-Test mit den 30 ersten Einträgen der Kategorie “Internet” widerlegt den ersten Eindruck mit der Zugriffsstatistik. 60 % (= 18) aller Links gehen tatsächlich auf eine Site oder Seite, auf der man einen Newsletter abonnieren kann. Bei 40% (=12) gibt es zwar keinen Newsletter, aber immerhin handelt es sich teilweise wenigstens um Seiten vertrauenswürdiger Anbieter wie z.B. Hochschulen. Und tote Links habe ich gar nicht gefunden.

Auch wenn die Plattform ein kleines Problem mit Umlauten hat, gefällt mir dieses Verzeichnis alles in allem am besten. Offensichtlich erfolgt tatsächlich eine redaktionelle Kontrolle der angemeldeten Seiten und ein aktueller Aufbau des Vorschaubilds und des Beschreibungstexts. Hier kann man also wirklich mal nach interessanten Sites und Newslettern stöbern.


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10 Jahre Google - 10 Mio. für Ideenwettbewerb

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 25 September, 2008

Die meisten haben es inzwischen ja mitbekommen, dass die Erfolgsgeschichte von Google in diesem Monat 10-Jahre alt wird bzw. geworden ist.

Angefangen hat das Ganze im Sommer 1995, als sich die beiden Studenten Sergey Brin und Larry Page an der Stanford University kennengelernt haben und gemeinsam an einer Suchmaschine arbeiteten, die anfangs auf den Namen Back-Rub hörte. Im Jahre 1998 wurde aus dem enorm schnell wachsenden Projekt dann eine eigen Firma, mit dem etwas ungewöhnlichen Namen Google (Google leitet sich aus dem Begriff “Googol” ab, der für eine eins mit einhundert Nullen steht).

Der Rest der Geschichte ist mittlerweile - zumindest in groben Zügen - bekannt. Google gehört heute zu den wichtigsten und einflussreichsten Unternehmen weltweit, das auf dem besten Weg ist, ihr anfangs gestecktes Ziel “alle Informationen der Welt zu organisieren und verfügbar zu machen” zu verwirklichen. Ob man dies nun gut findet oder nicht sei dahin gestellt. Google hat in der kurzen Zeit enormes geleistet und neue Geschäftszweige sowie für viele Firmen auch neue Absatzchance geöffnet.

google-jubilaeum.jpg

Passend zum 10-Jährigen Jubiläum kann man sich auf einer eigenen Geburtstags-Webseite die Entwicklung mit den wichtigsten Errungenschaften und Meilensteinen nochmals Schritt für Schritt zu Gemüte führen:

http://www.google.com/tenthbirthday/#start

 

Projekt 10 hoch 100

Und Google geht noch einen Schritt weiter - mit dem Projekt 10 hoch 100 sucht Google nach Ideen, die so vielen Menschen wie mögliche helfen und die Welt dadurch positiv verändern.

Google hat hierzu die nachfolgenden Kategorien gebildet:

  • Gemeinschaft - Wie können wir die Verbindungen zwischen Menschen stärken, Communities aufbauen und einzigartige Kulturen schützen?
  • Chance - Wie können wir Menschen dabei unterstützen, ihre Familien und sich selbst besser zu versorgen?
  • Energie - Wie können wir weltweit Schritte in Richtung sicherer, umweltfreundlicher und preisgünstiger Energie einleiten?
  • Umwelt - Wie können wir ein globales Ökosystem fördern, das umweltfreundlicher und nachhaltiger ist?
  • Gesundheit - Wie können wir Menschen helfen, länger und gesünder zu leben?
  • Bildung - Wie können wir mehr Menschen besseren Zugang zu besserer Bildung ermöglichen?
  • Schutz - Wie können wir dazu beitragen, dass alle Menschen einen sicheren Platz zum Leben haben?
  • anderes

Um am Wettbewerb teilnehmen zu können muss man lediglich ein Formular mit den wichtigsten, persönlichen Daten sowie einer genauen Beschreibung der Idee ausfüllen und absenden - das wars! Die Frist zur Ideenabgabe läuft bis 20. Oktober 2008.

Am 27. Januar 2009 werden dann 100 Vorschläge zur Abstimmung präsentiert, aus denen dann 20 Halbfinalisten hervorgehen. Diese werden einem Fachgremium vorgelegt und bis zu fünf Ideen schlussendlich ausgewählt.

Was kann man gewinnen? Der Ideengeber erhält viel positives Karma, jedoch kein Geld oder sonstige Preise. Das macht das Ganze durchaus sympathisch und authentisch. Für die Sieger stellt Google 10 Mio. Dollar zur Verfügung, die dann zur Realisierung der besten Ideen verwendet werden.

Ich finde diese Aktion sehr gelungen und würde mich freuen, wenn möglichst viele Leser sich daran beteiligen.


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Enttäuschte Erwartungen im Internet

Gepostet in Allgemeines durch Marion Engel am 22 September, 2008

Wenn ich privat im Internet unterwegs bin, schaut mein “drittes Auge” immer auch ein wenig unter beruflichen Aspekten auf das, was ich da so vorfinde. Denn lernen kann man meistens etwas, sowohl von guten als auch von schlechten Beispielen.

Kooperationen im Web

Es gibt Seiten, für die mehrere Parteien verantwortlich zeichnen. Die Informationen kommen aus mehreren Quellen. Und nur wenn alles aufeinander abgestimmt und aktuell ist, hat der Benutzer einen Vorteil. Und wenn der Benutzer diesen Vorteil nutzt, profitieren die Anbieter. Kompliziert? Mit einem Beispiel sicher nicht: Ich spreche nämlich von den Quartieranfragen, die Städte oder Tourismusregionen im Web anbieten. Mir ist es nämlich jüngst so gegangen, dass ein Hotel, das laut der Liste auf der Tourismus-Seite der Stadt sogar mehrere Zimmer hätte frei haben sollen, überhaupt kein Interesse an Gästen hatte. Warum kommt es hier zur Enttäuschung?

Dem Benutzer wird eine komfortable und einfache Möglichkeit suggeriert, seine bevorzugte Unterkunft zu finden. Es herrscht scheinbar volle Transparenz: Alle Quartiere sind zum gewünschten Zeitraum frei, und ich kann in aller Ruhe an Hand von Preis, Ausstattung und Lage für mich die Spreu vom Weizen trennen. Sobald ich meine Nummer 1 gefunden habe, buche ich - am besten online, weil ich ja sowieso gerade vor dem Rechner sitze.

In Wahrheit ist die Transparenz aber nur eingeschränkt. Am besten fahre ich in der Praxis mit einer Kombination aus Moderne und Tradition. Ich stelle aus dem Web zumindest eine Top 5-Liste der Quartiere aufstelle und telefoniere dann so lange, bis ich eine Zusage erhalten habe. Denn auch Anfrageformularen kann man nur bedingt trauen…

Reaktionen auf Anfragen

Kontaktformulare suggerieren eine einfache Möglichkeit, schnell Antwort auf eine Anfrage zu erhalten. Bei manchen Tourismusverbänden funktioniert das auch, nicht aber bei den Anfragen, die ich jüngst verschickt habe. Das besagte Hotel hatte nämlich nicht die Güte, meine Anfrage zu beantworten. Dummerweise enthielt das Reservierungsformular nur die Eingabefelder und keinerlei Hinweise auf die weiteren Schritte. Und so war ich also bis zu einem Anruf unsicher, ob meine Anfrage gleich als Reservierung betrachtet wurde - weil ja eigentlich ein Zimmer hätte frei sein sollen.

Hier hätte etwas mehr Transparenz geholfen, die andere Hotels in Form einer maximalen Reaktionszeit oder der Angabe, dass diese Anfrage erst mit einer Bestätigung verbindlich wird, liefern. Auch eine Information über die Stornomöglichkeiten im Anfrageformular schafft Vertrauen beim potenziellen Kunden.

Wanted: Transparenz

Was hier an verschiedenen Stellen fehlt, ist Transparenz. Tourismusverbände, die Abfragen auf freie Quartiere anbieten, sollten den Benutzern zumindest offen sagen, wie sicher die Ergebnisse sind. Noch besser wäre es natürlich, wenn konzeptionell und technisch sichergestellt wird, dass die Daten immer korrekt sind. Dass hier Hotels andere Möglichkeiten als Privatvermieter haben, ist zwar klar. Deshalb wären zwei Listen fair: Wer aktuelle Belegungsdaten liefern kann, wird in der Suche nach Termin gelistet. Wer das nicht kann, erscheint in einer Quartierliste ohne Termin. Möglicherweise gibt es einen Link auf die Website des Anbieter, auf der er individuell die Verfügbarkeit pflegt. Die Zeit, die für die Pflege dieser Angaben benötigt wird, spart man für elektronische und telefonische Absagen wieder ein. Und vielleicht ist ja ein Reisender auch bereit, sich a die Verfügbarkeit des gewünschten Quartiers anzupassen - wenn er es denn wüsste.

Wanted: schnelle Reaktionen

Das Internet  gilt als schnell. Und so bin ich natürlich enttäuscht, wenn ich Freitag abend eine Bahnreise mit Hotel buchen möchte und dann auf einer der hinteren Seite im Buchungsprozess die Information erhalte, dass die Verfügbarkeit erst mit dem Kooperationspartner (dem Hotel) geprüft werden muss. Das dauert 2 Tage und funktioniert natürlich nur von Montag bis Freitag. Das Risiko, hier am Mittwoch eine Absage zu erhalten, war mir zu groß - ein Auftrag weniger für die Kooperationspartner. Offensichtlich spricht dieser Anbieter nur begrenzte Kundensegmente an: 1.) Online-Kunden von überall, die ihre Reise lange im voraus buchen 2.) Kunden, die in den Städten wohnen, in denen es Reisebüros des Anbieters gibt, und die von Montag bis Freitag Zeit haben, dorthin zu gehen.

Fazit

Auch wenn es schon (fast) alles im Internet gibt, gibt es immer die Möglichkeit, es besser zu machen und sich damit aus der Masse hervorzuheben.

Wer seinen Internet-Auftritt oder seine Web-Anwendung aber so schnell wie möglich online sehen möchte, nachdem er sich entschlossen hat, es nun anzugehen, wer meint, dass lange Vorüberlegungen oder gar Konzepte überflüssig sind, weil ja sowieso alles klar ist, befindet sich auf dem direkten Weg in die Masse der Mittelmäßigkeit.

Gerade zu Beginn eines Internet-Projekts zahlt es sich aus, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, bei dem alle Aktionen und Anforderungen der potenziellen Kunden berücksichtigt werden. Das mag zwar etwas länger dauern und vielleicht auch ein bisschen mehr kosten, rechnet sich aber langfristig aber auf jeden Fall.


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Sonderpreise in Magento-Shops

Gepostet in Magento durch Marion Engel am 19 September, 2008

Früher gab es zu festen Zeiten und über 2 Wochen den Sommer- und den Winterschlussverkauf. Das ist aber schon lange passé, und so gibt es nun das ganze Jahr über Sonderpreise und Rabattaktionen aller Art. In den Läden wird das meist durch Sonderplatzierungen mit großen Schildern bekanntgegeben. Bei Artikeln ohne Preisschild muss die Scannerkasse mit neuen Daten gefüttert werden, ansonsten die Preisschilder neu gemacht oder geändert werden.

Und in den Online-Shops? Da geht natürlich alles elektronisch. Die Ankündigung der Sonderaktion wird meist auf der Startseite mit Grafik und Text präsentiert. Und für die Pflege der Preise im Back-End ist der Administrator zuständig. In einem Magento-Shop muss er dazu nur einmal, nämlich vor Beginn der Sonderaktion tätig werden. Denn wenn man glaubt, dass die Preise aller Produkte manuell nach unten korrigiert und nach Ende der Aktion wieder auf den ursprünglichen Preis zurückgesetzt werden müssen, irrt sich….zum Glück! Magento verschiedene Pflegedialoge, in denen die Sonderaktion über Regeln abgebildet und einem definierten Zeitraum zugeordnet werden kann. Das bedeutet, dass der Shop-Betreiber alle Freiheiten hat, Sonderpreise zu definieren. Aber je mehr Freiheiten, desto mehr Vorüberlegungen erforderlich. Und deshalb hier ein Einblick in die Möglichkeiten, die Magento hier anbietet mit den Fragen, die zu beantworten sind:

Zeitraum
Diese Frage sollte relativ einfach zu beantworten sein. Wann beginnt die Aktion und wann endet sie? Diese Daten können im Back-End eingetragen werden. Die Preisregeln werden dann automatisch in diesem Zeitraum angewendet. Das bedeutet, dass sie im voraus eingepflegt werden können und dass nach Ende des Zeitraums keine Nacharbeiten erforderlich sind.

Kundengruppe
Sollen die Sonderkonditionen für alle Kunden gelten oder nur für eine bestimmte Kundengruppe? Ist letzteres gewünscht, müssen die Kunden natürlich entsprechenden Kundengruppen zugewiesen worden sein.

Produkte
Welche Produkte umfasst die Sonderaktion? Eine scheinbar triviale Frage, die aber unendlich viele Antwortmöglichkeiten bietet - zumindest in Magento. Deshalb ein paar Beispiele für mögliche Antworten:

  • einzelne Produkte, identifizierbar über die Artikelnummer
  • alle Produkte eines Herstellers
  • alle Produkte mit einem gemeinsamen Merkmal, z.B. alle blauen Artikel

Dies waren eindimensionale Beispiele. Es geht aber auch noch ausgefeilter mit Kombinationen von Merkmalen, z.B.:

  • alle blauen T-Shirts, die zwischen 15 und 20 EUR kosten und deren Herkunftsland nicht China ist
  • alle Heimtrainer mit Magnetbremssystem oder mit Pulsmessung per Brustgurt oder maximaler Belastung über 120 kg
  • alle Sportschuhe für Herren, die nach dem 1. Juli 08 neu in den Shop aufgenommen wurden

Es können also beliebig viele Bedingungen auf Basis der Attribute und deren Ausprägungen definiert werden. Dabei können Attribut und Ausprägung mit “ist” oder “ist nicht” verknüpft werden. Und für die Liste der Bedingungen kann festgelegt werden, ob alle oder nur irgendwelche der Bedingungen berücksichtigt werden müssen und ob das Ergebnis letztendlich wahr oder falsch sein muss.

Art des Rabatts
Es kann einen prozentualen oder einen festen Rabatt auf den ursprünglichen Preis geben, natürlich in beliebiger Höhe.

Anwendungsbereich
Magento bietet zwei unterschiedliche Sichtweisen für Rabatte. Es kann Rabatte geben, die für die Produkte im Shop gelten. Jedes Produkt, das die Regeln erfüllt, kann im Aktionszeitraum günstiger angeboten werden. Es kann aber auch Rabatte geben, die nur für den Warenkorb gelten. Werden also an der Kasse bestimmte Konstellationen im Warenkorb entdeckt, so gibt es auf diesen Einkauf günstigere Konditionen. Bekannte Beispiele sind Aktionen wie “2 plus 1 gratis”, d.h. beim Kauf von 2 Packungen erhält man eine dritte gratis dazu, oder Rabatte bei der Abnahme einer gewissen Menge, d.h. beim Kauf von 5er-Gebinden gibt es Rabatt.

Kombination mehrerer Regeln
Bei dieser Vielfalt an Möglichkeiten kann es natürlich auch sein, dass mehrere Regeln für ein Produkt gelten. Und dann stellt sich natürlich die Frage, ob alle Regeln angewendet werden sollen oder nur eine, und wenn alle Regeln angewendet werden, in welcher Reihenfolge dies geschehen soll. Bei absoluten Rabattbeträgen ist die Anwendungsreihenfolge gleichgültig, bei prozentualen Beträgen ist die Anwendungsreihenfolge allerdings durchaus wichtig, weil sie unterschiedliche Beträge liefern kann.

Die Pflege erfolgt im Menü “Ankündigungen” - eine nicht ganz gelungene Übersetzung - in den Untermenüs “Katalog Preisregeln”für alle Produkte und “Preisregeln für Warenkorb” für den Warenkorb.


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Google Analytics - Bug oder Feature?

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 16 September, 2008

Aus gegebenem Anlass habe ich mir gerade das Nutzermanagement von Google Analytics etwas genauer angesehen - bislang bestand hier kein Bedarf. Was ich da jetzt allerdings festgestellt habe, kann durchaus als “lustig” bezeichnet werden.

Mit dem Analytics Nutzermanagement ist es möglich, (externen) Dritten den Zugriff auf seinen Analytics-Account (entweder auf Berichte oder komplett als Admin) einzuräumen.

In der Theorie bzw. in der Beschreibung liest sich das auch recht trivial. Nachfolgend nochmals der Wortlaut aus der Analytics-Hilfe:

In Google Analytics haben Sie die Möglichkeit, Ihrem Konto eine beliebige Anzahl Nutzer hinzuzufügen. Diesen Nutzern können Sie unterschiedliche Zugriffsrechte für Ihre Berichte gewähren. Sie können beim Hinzufügen eines neuen Nutzers den Zugriff auf Berichte bestimmter Profile gewähren oder die Zugriffsrechte für vorhandene Nutzer ändern.

So können Sie einen neuen Nutzer hinzufügen und ihm Rechte gewähren:

  1. Klicken Sie auf Zugriffsmanager. Der Zugriffsmanager befindet sich am unteren Rand der Seite mit Ihren Kontoeinstellungen.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen.
  3. Geben Sie die E-Mail-Adresse, den Nachnamen und den Vornamen des Nutzers ein. Die E-Mail-Adresse muss die eines Google-Kontos sein.
  4. Wählen Sie für diesen Nutzer den Zugriffstyp aus: Berichte nur anzeigen oder Konto-Administrator, wenn der Nutzer Kontoeinstellungen ändern darf.
  5. Wählen Sie die Profile aus, auf die der Nutzer zugreifen kann. Auf Berichte für Profile, die nicht ausgewählt sind, hat der Nutzer keinen Zugriff.
  6. Klicken Sie auf Hinzufügen, um der Liste Ausgewählte Websiteprofile diese Profile hinzuzufügen.
  7. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den neuen Nutzer zu erstellen. Dieser kann sich jetzt mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort seines Google-Kontos anmelden.

Nachdem ich das Prozedere genau so durchgeführt hatte, tat sich erstmal gar nichts - d.h. keinerlei Zugang des Externen auf die Daten. Ich hab die Beschreibung dann nochmals etwas genauer gelesen und bin unter Punkt 3 dann etwas stutzig geworden. Da heißt es nämlich, dass man die (Google-)Email-Adresse, den Namen und Vornamen eintragen soll. “Die Email-Adresse muss die eines Google-Kontos sein”.

Blöd nur, wenn es lediglich ein Feld für die Email-Adresse gibt; Name und Vorname - Fehlanzeige! . Sei´s drum!
analytics-zugriff1.jpg

Im Fenster “Bearbeiten” waren die beiden Namensfelder - allerdings leer - vorhanden! Man muss ja nicht alles verstehen!

Unter Punkt zwei steht ja, dass das Ganze nur mit der Email-Adresse eine Google-Accounts funktioniert. Und was macht man nun in einem solchen Fall, wenn das Ganze einfach nicht klappen will - Richtig! Man versucht einfach mal eine Nicht-Google-Mailadresse, d.h. eine Adresse, die nicht zu einem Mailaccount von Google gehört.
analytics-zugriff2.jpg

Man möchte es kaum glauben - schon funktioniert das Ganze (auch ohne Name und Vorname). D.h. die oben dargestellt Aussage muss richtig lauten: “Die Email-Adresse darf nicht die eine Google-Kontos sein.”
Und die Moral von der Geschicht` - Traue keinem Google nicht!

Man könnte da ja jetzt wilde Theorien anstellen:

  • Linkkauf ist nicht böse, sondern super!
  • Es gibt keine Bad-Neighbourhood - alles ist Gut!
  • Google speichert keinerlei Daten von nichts und niemandem!

Noch weitere Ideen?


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Geniale Taktik zum Linkaufbau

Gepostet in SEO durch Marion Engel am 16 September, 2008

Links so effektiv aufbauen, dass man gar nicht glauben kann, dass keine Blackhat-Methode dahintersteckt - mit dieser Überschrift hat kürzlich ein Beitrag auf SEOmoz Interesse geweckt. Die Idee, die darin steckt, ist auch im Grund nicht dumm. In der Praxis ist das aber nicht so einfach, wie ich testweise festgestellt habe. Aber alles der Reihe nach:

Grundidee

  • Man suche sich Seiten, auf denen bekanntgegeben wird, dass ein bestimmtes Angebot nicht mehr verfügbar ist. (Diese Seiten werden im Folgenden “verwaiste Seiten” genannt.)
  • Die Betreiber dieser Seiten schreibe man an und bitte sie, auf die eigene Seite zu verlinken. Damit erhält die verwaiste Seite wenigstens einen gewissen Inhalt bzw. Wert und stellt für die Besucher keine nutzlose Sackgasse dar.
  • Man suche ferner die Seiten, die auf diese verwaiste Seite verlinken.
  • Diese bitte man, nicht mehr auf die verwaiste Seite, sondern auf die eigene Seite zu verlinken, da dort zum jeweiligen Thema wirklich noch nützliche Inhalte vorhanden sind.

Theoretische Bewertung

  • Eine verwaiste Seite ohne wertvolle Inhalte wird über kurz oder lang aus der Gunst der Suchmaschinen fallen. Der Link erhält weniger Gewicht und ist für die eigene Suchmaschinenposition weniger nützlich. Gleichzeitig sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher aus den Suchergebnissen auf die verwaiste Seite kommen und dem neuen Link folgen.
  • Wenn es gelingt, die Links auf die verwaiste Seite auf die eigene Seite umzuleiten, sinkt natürlich die Anzahl der auf die verwaiste Seite eingehenden Links. Wenn man nach die alte Theorie des Page Ranks zugrunde legt, hat dann der Link von der verwaisten Seite weniger Gewicht.
  • Die Links auf die verwaiste Seite auf die eigene Seite umzuleiten, ist schon ziemlich genial - vorausgesetzt, die eigene Seite biete wirklich wertvolle Inhalte. Denn dadurch wird dem Betreiber der verlinkenden Seite und seinen Benutzern ein echter Mehrwert geboten. Bleibt zu hoffen, dass der Betreiber dies erkennt und den Link tatsächlich ändert.
  • Wenn allerdings meine Seite und die Seite, die auf die verwaiste Seite verlinkt, das gleiche Thema behandeln ohne dass eine Konkurrenzsituation besteht, wäre es sowieso sinnvoll, wenn es hier Links gäbe. Diese Linkpartner hätte man also schon bei einer thematischen Suche gefunden haben können, und man hätte nicht darauf warten müssen, bis ein anderer Anbieter seine Aktivitäten einstellt. Aber besser spät als nie…

Praktische Anwendbarkeit

Wie findet man nun also solche Linkgeber? Sucht man nach “Seite nicht mehr verfügbar” findet man viel, aber wenig nützliches:

  • Auf vielen Seiten steht eben genau nur dieser Text und mehr nicht. Es gibt kein Impressum, und so weiß man gar nicht, wen man um die Verlinkung bitten soll. Man könnte zwar den Besitzer der Domain ermitteln, aber das wird in diesem Fall wenig Sinn haben, weil die Domain wahrscheinlich schon gekündigt ist und die Dummy-Seite nur noch bis zum Ende des Buchungszeitraums bestehen bleibt.
    Unter diesem Suchbegriff findet man natürlich auch jede Menge 404-Seiten existierender Websites. Und diese werden mit Sicherheit nicht auf eine externe Site verlinken, da sie ja den Besucher trotz des Malheurs auf ihrer Site behalten wollen.
    Dass diese Suche so viele Ergebnisse der oben genannten Art bringt, ist eigentlich überraschend, fast schon ein wenig erschreckend. Fehlerseiten sollten eigentlich schon vom Anbieter aus von der Indizierung ausgeschlossen werden, und inhaltsleere Seiten sollten die Suchmaschinen-Spider auch ignorieren….
  • Ich habe eine Seite gefunden, auf der in einem längeren Text erklärt wird, dass ein bestimmtes Angebot aus finanziellen Gründen nicht mehr verfügbar ist. Hier wäre ein Link auf einen anderen Anbieter durchaus sinnvoll, und vielleicht würde sich sogar eine Zusammenarbeit der beiden Anbieter ergeben, wenn die Ideen und der Wille noch vorhanden sind und wirklich nur die leere Kasse an der Aufgabe schuld war.
  • Es gibt wieder andere Seiten, die zwar unter der bisherigen URL nicht mehr verfügbar sind, wohl aber unter der angegebenen neuen URL. Und auch in diesem Fall wird keine zweite URL gewünscht sein, die die Besucher in fremde Gefilde verweist. Bei solchen Konstellationen stellt sich allerdings auch wieder eine Frage: Warum wird von der alten URL nicht einfach mit einem permanent redirect auf die neue weitergeleitet? Das würde jedenfalls die Wahrscheinlichkeit, den Benutzer zu verlieren, minimieren.
  • Mit manchen Seiten, die anzeigen, dass etwas nicht mehr verfügbar ist, lässt sich die Strategie einfach nicht anwenden. Wenn beispielsweise eine Aktion schlicht und einfach beendet ist oder ein Beitrag aus Altersgründen gelöscht wurde, kann man als Externer nichts machen. Denn neue Aktionen oder Berichte sind dem Anbieter hier wesentlich lieber als ein Link auf eine andere Seite.
  • Ein Fall erschien mir zunächst vielversprechend, nämlich eine fast leere Unterseite einer bestehenden Site. Es hätte sein können, dass hier der Betreiber wirklich nur ein Thema aufgegeben hat. Leider stellte sich dann aber heraus, dass a) die Site völlig indiskutabel war (optimiert für IE5 und verfügbar als klassische und moderne Version mit Frames) und b) kein ganzes Thema aufgegeben wurde, sondern offensichtlich nur eine Unterseite entfernt wurde.

Auch die Suche mit anderen Suchbegriffen wie z.B. “eingestellt”, “angebot beendet” brachte ähnliche Ergebnisse:

  •  Auf einer Seite wurde mitgeteilt, dass das Angebot aus zeitlichen Gründen beendet wurde. Das wäre grundsätzlich ein guter Anknüpfpunkt für einen Link auf eine Seite, die ein ähnliches Angebot noch bietet. Aber in diesem Fall gab es auch kein Impressum, also keine Kontaktdaten. Und schließlich fehlte auch die genaue Information, was denn da genau eingestellt wurde und was folglich ein sinnvoller Ersatz sein könnte. Immerhin besteht bei zeitlichen Gründen die Hoffnung, dass die Domain weiter betrieben und vielleicht später wieder belebt wird.

Fazit

Mit der Überschrift hat SEOmoz wohl ein bisschen dick aufgetragen. Oder ist die Lage in Amerika einfach anders? Denn normalerweise bietet SEOmoz ja sehr gute Beiträge. Die Idee ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber meine Tests haben keine brauchbaren Ergebnisse geliefert. Man müsste halt wirklich eine Seite innerhalb einer aktiven Site finden, die darüber informiert, dass ein isoliertes Thema nicht mehr bedient wird. Und dieses Thema muss dann auch noch genau das der eigenen Site sein. Wahrscheinlich kommt man zu solchen Seiten eher über eine thematische Suche oder indem man von der Einstellung aus anderen Quellen erfährt. Aber wer mal ein paar Stündchen investieren möchte, kann diesen Ansatz natürlich jederzeit mal ausprobieren. Außer Zeit kostet er ja nichts, und vielleicht ist mein Ergebnis auch nicht ganz repräsentativ.

Etwas Gutes steckt auch noch in dem Ansatz: Nämlich die Anregung, ausgetretene Wege zu verlassen, mal die Gedanken spielen zu lassen und neue Ideen zu generieren. Und wer darin gut ist, hat sicher in vielerlei Hinsicht die Nase vorn.

Und noch eins gehört im Fazit auch nochmal gesagt: Diese Suchanfragen haben gezeigt, dass Google doch so einiges an Schrott im Index hat. Sicher habe ich Suchbegriffe verwendet, für die niemand seine Seiten optimiert, so dass dabei realistischerweise mehr Spreu als Weizen zu erwarten ist. Aber offenbar scheint die Nützlichkeitslatte, die Seiten überwinden müssen, um in den Index zu kommen, ziemlich tief zu liegen. Oder werden Seiten, die irgendwann mal reingekommen sind, nie wieder gelöscht? Aber das ist ein anderes Thema, das ich hier und heute gar nicht weiter betrachten möchte.


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Google Chrome - technische Aspekte

Gepostet in Google durch Marion Engel am 12 September, 2008

In den Medienberichten, die sich an die breite Masse wenden, wird bezüglich Google Chrome ja überwiegend das Schreckgespenst des „Datensaugens“ hervorgehoben. In der Tat ist es auch schwer vorstellbar, dass Google Chrome völlig uneigennützig entwickelt hat. Aber neben dem Aufzeichnen des Benutzerverhaltens gibt es natürlich auch noch etliche andere Aspekte, die an Chrome interessant sind. Und die wichtigsten Unterschiede zwischen Chrome, Firefox und dem Internet Explorer hat das Search Engine Land  schön zusammengefasst.
Demnach unterscheidet sich Chrome sehr weitgehend von den beiden genannten und auch allen anderen Browsern.

“Chrome wurde von Grund auf neu gebaut. Die Google-Ingenieure haben verstanden, dass es heutzutage beim Browsen im Web um Anwendungen und Medien geht, für die die aktuellen Browser nicht gemacht sind. Aus diesem Grund haben sie bei Null begonnen – neja, nicht ganz. Denn mit WebKit und Google Gears wurden bestehende Anwendungen verwendet. WebKit ist eine Open Source Web Browser Engine, auf der Apple’s Safari beruht.

Chrome verarbeitet die Anfragen der Benutzer an den Web-Browser mit Multi-Processing. Dadurch erhält jedes Seitenelement (z.B. ein JavaScript-Befehl oder ein Flash-Video) seinen eigenen Speicher und Prozess. Damit ergibt sich im Vergleich zu herkömmlichen Browsern, die mit einfachen Threads arbeiten, ein Plus bei der Geschwindigkeit und der Sicherheit. Diese Prozesse werden in Tabs oberhalb der Adresszeile zusammengefasst. Alle JavaScript-Threads werden in einem Tab zusammengefasst, während der nächste Tab ein Video enthält. Beide können gleichzeitig geladen werden. Das verringert nicht nur die Last auf den Speicher, sondern verhindert auch, dass die ganze Site oder der ganze Browser bei einem Fehler in einer Seite abstürzt. Der Absturz bleibt nämlich auf den Tab begrenzt.

Und damit alles noch schneller geht, verwendet Chrome die V8, eine neue JavaScript Virtual Machine aus Dänemark. Und wenn das noch immer nicht schnell genug ist? Dann hilft der Task Manager von Chrome, der dem Task Manager von Windows ähnelt. Darin kann man Prozesse oder Plug-Ins identifizieren, die Ressourcen verbrauchen und diese dann beenden. Wenn der Browser langsamer wird, muss man also keine Tabs mehr schließen, sondern kann direkt zum Kern des Problems gehen.
Chrome hilft mit seiner Omnibox bei der Eingabe von Internet-Adressen. Diese Autovervollständigung beruht aber nicht nur auf der Historie der bereits besuchten Seiten oder der Bookmarks, so wie das beim Firefox der Fall ist. Die Omnibox kennt die bekanntesten Websites, so wie sie Google ermittelt hat. So kann man also praktisch über die Adresszeile nach einer Site suchen, indem man den Namen der Site eingibt und Tab drückt.

Ähnlich wie im IE8 und in der neusten Version des Firefox gibt es einen Privatmodus, in dem keine Details der Session auf dem Rechner gespeichert werden, also weder in Cache, in der Historie noch in den Cookies Spuren hinterlassen werden. Diese Funktion, die den Beinamen „Porno-Modus“ bekommen hat, ist aber auch für das Surfen von öffentlichen Rechnern nützlich.

Benutzerfreundlich soll auch eine persönliche Homepage sein, auf der sich Screenshots der am häufigsten besuchten Seiten befinden.

Chrome enthält auch Googles ständig wachsende Liste mit Sypware und Malware, und jeder Tab kommt in eine Sandkiste. Das bedeutet, dass nicht von dem, was auf dem Tab passiert, Auswirkungen auf den Computer haben kann. Bisher gibt es diese Funktion nur, wenn man sich Sandboxie http://www.sandboxie.com/ herunterlädt. Bei Chrome ist das nicht mehr nötig.

Und nervige Pop-Ups aller Art werden von Chrome in ihre Schranken verwiesen. Sie werden dem Tab, in dem sie gestartet wurden, zugeordnet und dort als Link am unteren Seitenrand dargestellt. Wer möchte, kann sich das Pop-Up dort anschauen. Es wird aber nie aufpoppen, wenn der Benutzer das nicht erlaubt hat.”

Das sind doch eigentlich überzeugende Argumente, oder? Und in der Tat, so wie sich das Web entwickelt, müssten sich natürlich auch die Browser entwickeln. Klar gibt es immer wieder neue Versionen der bekannten Browser. Aber wer ein bestehendes Haus umbauen will, hat sicher mehr Restriktionen zu beachten und weniger Möglichkeiten als jemand, der ein neues Haus baut. Das gilt sowohl für die Gestaltung des Hauses als auch für die verwendeten Materialien. Und so ähnlich ist es natürlich auch bei der Softwre-Entwicklung. Natürlich lässt sich ein Altsystem ändern und erweitern. Aber es gibt klare Grenzen für das Machbare, und irgendwann muss einfach ein komplett neues System entwickelt werden.

Das Web wird sich in Zukunft sicher noch erheblich weiter entwickeln, wahrscheinlich auch viel schneller, als das in der Vergangenheit der Fall war. Das bloße Anzeigen statischer Seiten ist ja schon lange nicht mehr die Hauptaufgabe von Web-Browsern. Es werden zunehmend Anwendungen ins Web verlagert, und der Browser ist dabei ein wichtiges Element, das mit über den Erfolg und Misserfolg der Anwendung entscheidet.
Und so lange der IE7 noch immer W3C-konforme Seiten anders darstellt als dies der Firefox tut ist schon auf unterster Ebene deutlicher Handlungsbedarf gegeben.

Google hat mit Chrome sicher die Messlatte höher gelegt und kritische Punkte im Browserbereich aufgezeigt. Vielleicht - um nicht zu sagen hoffentlich – greifen die Entwickler der anderen Browser den Fehdehandschuh auf. Denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft, und der Benutzer wird davon sicher profitieren.


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Suche in einer Website

Gepostet in Allgemeines durch Marion Engel am 11 September, 2008

Die Mehrheit der Besucher einer Webseite kommt über eine der Suchmaschinen auf diese Seite. Aber da endet oft das Glück des Besuchers, denn auf der Seite, die ihm da angeboten wird, findet er seinen Suchbegriff nicht mehr. Und manchmal ist dieser auch nicht einmal in der Navigation zu finden.
Wäre es da nicht schön, auch auf der Landing Page eine site-interne Suche zu finden? Ja, in der Tat. Und es wäre für beide Seiten von Vorteil:

  • Für den Besucher, weil er eine größere Chance hat, das Gesuchte zu finden.
  • Für den Anbieter, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Besucher auf seiner Site verbleibt und zum Kunden werden kann.

Eine interne Suche bietet vor allem dem Anbieter zudem die Möglichkeit, die Bewegungen seiner Besucher zu steuern. Denn im Gegensatz zum großen weiten Web kennt ja jeder Betreiber einer Web-Site alle Seiten seiner Site. Er weiß auch, welche Produkte oder Dienstleistungen er anbietet, und welche er daraus ganz besonders in den Vordergrund stellen möchte. Und genau in diesem Sinne kann er die Suchergebnisse beeinflussen. Er kann eine interne Rangfolge von Seiten festlegen, die bei der Suche nach einem bestimmten Begriff angezeigt werden sollen.

A propos “bestimmter Begriff”: Hier sollte sich jeder Betreiber einer Website zumindest kurz die Perspektive ändern und sich in seine Besucher versetzen. Oft gibt es ja eine firmeninterne Terminologie, die die Kunden nicht teilen. Und natürlich sucht der Kunde viel eher nach umgangssprachlichen Begriffen und eher selten in der “reinen, korrekten” Terminologie des Anbieters. Und auch wenn sich manchem “Puristen” dabei die Nackenhaar aufstellen sollten: Es ist eine Suchmaschinen-Optimierung für diese kundentypischen Begriffe notwendig. Es ist ja niemand gezwungen, für die Produktbeschreibung die “falsche” Terminologie zu verwenden. Die Vielfalt der Begriffswelt könnte beispielsweise in einem Glossar auf den Punkt gebracht werden. Dort könnte erklärt werden, warum der falsche Begriff denn eigentlich falsch ist, was der falsche Begriff in Wahrheit bedeutet, wieso und warum sich der falsche Begriff eingebürgert hat und was denn nun warum und weshalb der richtige Begriff ist. Und natürlich gibt es dann einen Link auf die Hauptseite, auf der die Produkte unter dem richtigen Begriff dargestellt werden. Und so hat man - unter Umständen sogar ein wenig humoristisch und damit attraktiv - den falschen Begriff als Suchwort mehrfach auf der Seite untergebracht und bei Einhaltung der anderen SEO-Regeln sichergestellt, dass die Site auch über den falschen Begriff gefunden und der Benutzer schnell zur richtigen Seite weitergeleitet wird.

Wie kommt man nun zu einer seiteninternen Suche? TYPO3 beispielsweise enthält von Haus aus eine Volltextsuche. Ein Shop-System wie Magento bietet neben einer Volltextsuche noch umfangreiche Möglichkeiten, die erweiterte Suche zu konfigurieren. Aber auch ohne TYPO3 oder Magento kann man kostenlos zu einer Suchmaschine für seine Website kommen:

jrank - kostenlose Site-Suchmaschine

JRank macht es den Benutzern ganz einfach. Es muss nur ein kleiner Code-Schnipsel in die eigene Webseite eingefügt werden, und schon stehen das Suchfeld und die zugehörige Logik zur Verfügung. Der JRank-Crawler besucht dann die Site, indiziert sie und stellt die Ergebnisse für die Suche zur Verfügung. In einem Admin-Bereich kann festgelegt werden, wie oft die Indizierung erfolgen soll - idealerweise immer nach einer Aktualisierung. Natürlich können auch die Suchergebnisse und Algorithmen und die Gestaltung des Suchfeldes individuell angepasst werden.

atomz - kostenlose Site-Suchmaschine

Ähnlich arbeitet auch Atomz, auch wenn die Informationen, die ohne Login angeboten werden, sehr viel spärlicher sind als bei JRank.

Etwas mehr Arbeit und Hintergrundwissen erfordern Anbieter, deren Suchmaschinenlogik auf dem Webserver installiert werden muss.

kScripts

KScripts ist in Perl geschrieben und setzt voraus, dass Perl 5.003 oder höher auf dem Windows- und UNIX-Server vorhanden ist. Der Codeschnipsel für das Suchfeld wird zur Verfügung gestellt und muss nur noch auf den Seiten eingebaut werden. Im Rahmen der Konfiguration von KScripts besteht auch die Möglichkeit, bestimmte Seiten und auch Begriffe aufzulisten, die nicht gefunden werden sollen. Dabei müssen nicht alle häufig vorkommenden Füllwörter (z.B. der, die, das, und) auf die Stopwort-Liste gesetzt werden. Mit einem kurzen Befehl kann erreicht werden, dass Wörter, die in 80% der Seiten vorkommen, automatisch auf die Stopwort-Liste gelangen.

Swish-e

Swish-e hat nichts mit Schuhcreme zu tun, sondern ist die Abkürzung für “Simple Web Indexing System for Humans - Enhanced”, also ein einfaches Web-Indizierungssystem für Menschen, das in seiner erweiterten Form vorliegt. Es indiziert nicht nur html-Seiten, sondern auch Dokumente (fast) aller Art, z.B. pdf-Dateien, Word, Excel, PowerPoint und alles, was sich in xml oder html umwandeln lässt.

Swish-e bietet natürlich ebenfalls umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Sehr überzeugend ist auch die umfangreiche Dokumentation, die auf der Website zur Verfügung gestellt wird und zu allen Aspekten der Installation, Konfiguration und des Betriebs Auskunft gibt.

Fazit: Wer seinen Besuchern einen Dienst in Form einer site-internen Suche erweisen möchte, kann seinen Geldbeutel in der Tasche lassen. Er muss bestenfalls ein wenig Arbeit investieren, die sich aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszahlen wird.


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