SEO- und Internet-News by TechDivision


Wird McAfee von Spammer verklagt?

Gepostet in News durch Josef Willkommer am 30 August, 2008

Das könnte doch glatt das Wort zum Sonntag werden. Wie ich soeben auf silicon.de lese, hat der amerikanische Seitenbetreiber 7search Klage gegen McAfee - Hersteller von Sicherheitssoftware fürs Web - eingereicht.

Hintergrund der Auseinandersetzung: Der von McAfee stammende SiteAdvisor, ein Tool das Webseiten hinsichtlich möglicher Gefährdungspotentiale (Viren, Malware etc.) prüft und so für mehr Sicherheit im Web sorgen soll, schlägt bei 7search-Webseiten Alarm - “Das Feedback von vertrauenswürdigen Nutzern legt nahe, dass Downloads von dieser Site etwas enthalten können, was einige Leute als Adware bezeichnen, als Spyware oder als ein anderes, möglicherweise unverlangtes Programm.” 7search argumentiert hier, das seit 2003 keine Downloads mehr angeboten werden und alleine daher die Meldung schon absurd sei. Darüberhinaus stütze sich diese Aussage lediglich auf Meldungen von Usern.

McAfee hat mittlerweile mit einer Meldung reagiert. Firmen die mit dem Listing im SiteAdvisor nicht einverstanden sind, sollten sich mit McAfee in Verbindung setzen - hier sei man gerne bereit zu kooperieren.

7search möchte mit der Klage zum einen erreichen, dass diese Meldungen zukünftig unterbunden werden und die Seiten als vertrauenswürdig eingestuft werden, zum anderen möchte man - nach derzeitigem Kenntnisstand - auch eine ungenannten Summe an Schadensersatz erstreiten.

Das pikante an der Geschichte: Dem Domaininhaber von 7search gehören auch diverse andere Domains - unter anderem browseraccelerator.com, auf der mit der 7FaSSt-Toolbar eine Software gehostet wird, die von einigen Sicherheitstools ebenfalls gebloggt wird. Sie steht im Verdacht, das Userverhalten ohne deren Einwilligung zu analysieren.

Zur Verteidigung von 7search sei erwähnt, dass der SiteAdvisor gelegentlich auch mal über das Ziel hinausschießt. In der Vergangenheit wurden immer mal wieder Seiten ohne Grund als kritisch eingestuft. Dennoch ist dieser Fall hier von besonderem Interesse.

Warten wir´s mal ab, wie hier die Gerichte entscheiden. In jedem Fall könnte das Urteil Signalwirkung haben….

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Wird Google sozial?

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 28 August, 2008

Google experimentiert derzeit anscheinend mit Social-Media-Features. Auf amerikanischen Google-Suchergebnislisten (SERPs) wurde Voting-Buttons entdeckt, die man mittlerweile ja von diversen Social-News-Portalen (Digg, Webnews, Shortnews etc.) kennt und mit denen man Beiträge per Klick voten kann.

google_voting-button.jpg

Google experimentiert ja laufend an der Verbesserung der Suchergebnislisten. Dabei werden sowohl kleinste Veränderungen, die kaum wahrnehmbar sind, als auch weitreichendere Änderungen getestet. Einen interessanten Beitrag hierzu findet man auf dem offiziellen Google Blog - lesenswert!

Im Rahmen dieser Experimente versucht sich Google auch an Social-Media-Buttons, mit denen man Ergebnisse beeinflussen kann. Bei Google würde dies so aussehen, dass User zu jedem Suchergebnis einen Up- und einen Down-Pfeil eingeblendet bekommen, mit dem Sie das jeweilige Suchergebnis positiv oder negeativ beeinflussen können.

Hierzu gibt es ja bereits Suchmaschinen, die derartige Tools verwenden (z.B. Wikiasearch) und Google beobachtet diese Entwicklung sicherlich sehr genau. Ich bin jetzt mal ganz böse und behaupte, dass bei der Nutzungshäufigkeiten von anderen Suchmaschinen Votingfunktionen auch deutlich einfacher implementiert werden können. Bei Google sieht die Sache allerdings ganz anders aus:

Eine deartige Funktion ist in meinen Augen sicherlich sehr interessant und müsste - zumindest in der Theorie - zu einer Verbesserung der Suchergebnisse führen. Da es im Suchmaschinenumfeld mitunter aber um enorm viel Geld geht und die Platzierung eines Unternehmens häufig über Erfolg oder Mißerfolg entscheidet, wird das Ganze deutlich kompliziert. Denn als dies von den ersten Unternehmen erkannt wurde, war das Rennen um die besten Plätze bei Google & Co. eröffnet und mancheiner entpuppte sich da als sehr einfallsreich…. In diesem Fall wird es nicht anders sein.

User werden natürlich versuchen, Ihre Position in den SERPs zu pushen und die Konkurrenz zu schwächen. Für Google bedeutet dies, dass hier Mittel und Wege gefunden werden müssen, die einen derartigen Mißbrauch verhindern - eine nicht ganz simple Aufgabe! Aber Google hat uns in der Vergangenheit ja schon des öfteren überrascht. Warten wir´s mal ab was da wieder ausgeheckt wird.

Quelle: Searchenginejournal


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Google Street View jetzt deutschlandweit

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 21 August, 2008

Dass mit Google Street View ein weiteres, nettes Spielzeug des Suchmaschinengiganten aus Mountain View mittlerweile auch in Europa angekommen ist, konnte man ja bereits des öfteren lesen.

Wir hatten hierzu Anfang Juli bereits einen Blogbeitrag veröffentlicht. Sogar RTL-Aktuell war das Ganze einen Bericht wert. Damals wurden die Kamerafahrzeuge - in Deutschland handelt es sich um schwarze Opel Astra mit der “seltsame Turmkamera” auf dem Dach - in einigen Großstädten (u.a. München, Frankfurt und Berlin) gesichtet.

Mittlerweile geht Google aber einen entscheidenden Schritt weiter:

Heute, d.h. am 21.08.08 um 15.05 Uhr hat ausgerechnet unser System-Admin das Google-Fahrzeug vor unserem Büro in Rosenheim vorbeifahren sehen. Leider ging das Ganze so schnell, dass wir kein Foto machen konnten und das Fahrzeug war dann auch nicht mehr auffindbar. Seine größte Sorge lautet jetzt: “Hoffentlich sehe ich, sofern ich aufgenommen wurde, einigermaßen manierlich aus… :-)

Natürlich ist Rosenheim eine “Weltstadt” - aber verglichen mit Berlin oder München doch deutlich kleiner und etwas “provinzieller”.

Ich gehe daher davon aus, dass Google Street View - abgesehen von extrem ländlichen Gegenden - relativ bald deutschlandweit verfügbar sein wird, was mich dann doch etwas überrascht. Bislang war ich der Meinung, dass das Tool lediglich in Großstädten zum Einsatz kommen wird.

Also an alle Kleingärtner und Landwirte: Wundert Euch nicht, wenn eines Tages das “Googlemobil” im Garten oder Stall steht…

… und an alle Damen: Styling wird zukünftig noch wichtiger - es könnte ja sein, dass man für immer im Web veröffentlicht wird !!! :-)


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Gute Bahn, schlechte Bahn

Gepostet in Allgemeines durch Marion Engel am 20 August, 2008

In den letzten Tagen gab es keine neuen Blog-Beiträge, weil ich auf Dienstreise war. Und wie man ja weiß: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Diesmal gibt es ein neues Kapitel aus dem Werk “Abenteuer Bundesbahn”.

Nachdem wir bei der letzten Reise ans gleiche Ziel für 3 Personen fast 500 Euro gezahlt hatten, wollte ich es diesmal etwas günstiger machen. Dauer-Spezial mit Zugbindung und IC statt ICE waren die Schlüssel zu einem günstigeren Fahrpreis. Rechnet man allerdings die Zeit für die Recherchen und Vergleiche im Internet, den abgebrochenen Versuch der Online-Buchung mit der auf den (diesmal nicht mitreisenden) Geschäftsführer ausgestellten Kreditkarte, die Fahrt zum Bahnhof, das Warten am Schalter, die dortige Suche nach Preisen, die dem Internet nahekommen und die Neuausstellung der zunächst falsch datierten Hinfahrt mit ein, war das “Schnäppchen” dann doch gar nicht soooo günstig. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auch die Hinfahrt können wir schnell abhandeln. Verwunderlich bleibt dabei allerdings, dass die Dame am Fahrkartenschalter meinem Wunsch nach der Reservierung von Sitzplätzen an einem Tisch (weil im IC mit Steckdose) nicht erfüllen konnte, weil a) alle Tischplätze bereits belegt wären und b) sie nicht sehen könne, welcher Platz ein Tischplatz ist. Tatsache war nämlich, dass in unserem Nachbarwagen etliche Tischplätze frei und auch nicht reserviert waren.

Aber dann die Rückfahrt. Eigentlich wäre es ganz einfach gewesen: 15 Minuten Regionalbahn und dann ein durchgehender IC mit 14 Minuten Zeit zum Umsteigen. Deswegen haben wir uns auch noch nicht aufgeregt, als diese Regionalbahn ein paar Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit noch nicht in Sicht war. Wie (leider) bei der Bahn üblich, wird der Reisende ja gerne dumm gehalten, d.h. es gab auch erst dann eine Durchsage bezüglich der Verspätung, als wir unseren Anschluss schon selber verloren glaubten. Das ist in diesem Fall eigentlich doppelt verwunderlich, denn dieser Bahnhof ist tatsächlich noch mit einem Menschen besetzt - nicht am Schalter, sondern an der Schranke! Wer es nicht selber erlebt hat, wird mir kaum glauben, welches “Spektakel” dort vor sich geht. Der Bahnhof ist zweigleisig, besitzt aber weder Brücke noch Unterführung. Kommt also ein Zug am Gleis, das dem Bahnhofszugang gegenüberliegt, werden zunächst die Schranken am inzwischen für den Autoverkehr gesperrten Bahnübergang geschlossen. Dann kommt der Bahnhofsvorstand aus seinem Häuschen heraus, überschreitet das erste Gleis, öffnet eine verrostete Schranke zum zweiten Gleis und gestattet den Reisenden die Überquerung des ersten Gleises….

17 Minuten länger als geplant mussten wir also auf dieses “Spektakel” warten. Die Verspätung sei aufgrund “uneinsichtiger Reisender” aufgetreten, lautete die Durchsage im Zug. Eine Mitreisende erklärte uns dann, dass der Zug nicht weiterfahren konnte, weil irgendwo versucht wurde, Schwarzfahrer zu fangen….

Aber - oh Wunder - die Schaffnerin, die wir dann gleich aufgesucht haben, um nach unserem Anschluss zu fragen, war wirklich sehr freundlich und kooperativ. Das muss man lobend herausstellen. Sie hat zwar telefonisch nur erfahren, dass unser IC planmäßig fährt, also keine 4 Minuten auf uns warten kann. Aber sie hat uns dann aus ihrem Hand-Organizer eine alternative Verbindung gesucht und aufgeschrieben und uns wegen der Zugbindung zum Service-Point verwiesen.

Und auch am Service-Point die zweite positive Überraschung. Wieder eine sehr freundliche, hilfsbereite Dame, die uns sofort eine Bescheinigung ausgestellt hat, die uns zur Benutzung eines ICE mit unserem Zugbindungs-IC-Ticket berechtigt. Sie hat uns dann drei alternative Verbindungen vorgeschlagen und ausgedruckt. Und zum Abschluss hat sie uns sogar noch ihr Telefon angeboten, damit wir zu Hause Bescheid sagen können, dass wir später kommen. Alle Achtung - sollte es einen Service-Ruck bei der Bahn gegeben haben? Sollten Schaffner der Sorte, die klagende, weil im Gang stehende Reisende darauf hinweisen, dass sie ja diesen Zug nicht nehmen müssten und auch mit dem Schiff fahren könnten (von Rosenheim nach München…) ausgemustert oder bekehrt worden sein?

Leider nein, muss man sagen, denn bekanntlich wiegt bei einem Kunden die letzte Erfahrung im Kaufprozess schwerer als aller vorherigen. Und die letzte war, dass wir 1,5 Stunden später als ursprünglich geplant zu Hause waren. Neja, ab 1 Stunde Verspätung im Fernverkehr gibt es ja eine Entschädigung von der Bahn. Die also wollten wir uns in München dann holen, nachdem der Ersatz-ICE wegen eines Triebwerkschadens (geflogen war er eigentlich nicht…) und Signalstörungen 30 Minuten Verspätung angesammelt hatte. Da war natürlich unser nächster “Konnekten-Service” (so die immer wieder erheiternde englische Ansage des zungenverknoteten Zugbegleiters für “lagentelmän”) schon wieder über alle Berge.

Ja, ja, ab 1 Stunde im Fernverkehr gibt es was, so die Dame am Service-Point. Da aber unsere Verspätungsgeschichte ursächlich von einer Regionalbahn ausgelöst wurde, für die die Regelung nicht gilt, gibt es dann doch nichts - noch dazu, weil diese Regionalbahn ja in Hessen Verspätung hatte, und in Bayern ganz andere Regeln gelten. Da steht der Kunde König also am Service-Point und muss sich wie ein spitzfindiger, aufdringlicher Bettler fühlen :-((.

Aber wir können uns ja an den Kundendialog wenden, der eventuell einen größeren Kulanz-Spielraum hat, sagt die Dame mit der roten Haube. Tja, da kann ich entweder für 0,14 Eur/Min anrufen. Ich kann auch ein Kontaktformular aus dem Internet schicken. Bis ich das allerdings erreiche, habe ich mehr als die 3 Klicks gebraucht. Denn nicht nur, dass es für jeden Problembereich einen separaten Ansprechpartner gibt. Es gibt auch eine 3-Klassen-Gesellschaft, in der ich als Nicht-Bahn-Card-Besitzer sehr wahrscheinlich zu den rechtlosen Underdogs gehöre. Ob das Kontaktformular dann gleich an muelleimer@bahn.de geschickt wird? Jedenfalls erreicht die Bahn damit ihr Ziel, dass ich von einer Anfrage bzw. Beschwerde absehe, weil es die Zeit einfach nicht wert ist. Denn bestenfalls gibt es ja einen 5 EUR Reisegutschein…

Soll ich noch sagen, dass unsere letzte Regionalbahn dann mit 7 Minuten Verspätung abgefahren ist, weil sie auf verspätete Anschlussreisende gewartet hat? Und soll ich auch noch sagen, dass der IC, den wir diesmal verpasst haben, beim letzten Mal zu unserem Leidwesen mit 10 Minuten Verspätung eingefahren ist?

Die Welt ist ungerecht, und Monopole sind schlecht… Aber über derart lange Strecken sind Auto und Flieger halt einfach keine Alternative…. Und eine Alternativ-Bahn gibt es halt auch nur auf einigen, wenigen Strecken (Alex, BOB).


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Doodles, die verwandelten Google-Logos

Gepostet in Google durch Marion Engel am 13 August, 2008

Heute zur Abwechslung mal “leichte Kost”, die mir gerade bei einer Google-Suche eingefallen ist.

Dass sich das Google-Logo auf der Suchseite ab und zu mal ändert, ist ja nichts Neues. Im Olympia-Fieber ist auch für Google eine hohe Schlagzahl angesagt. Immer wieder wechseln die Doodles, in Anlehnung an den Wettkampfplan.

Tierische Olympiade, das scheint dieses Mal das Motto zu sein. Und so beantwortet sich dann auch die Frage nach dem Sinn der Kuh mit dem Band der Rhythmischen Sportgymnastik. Es gibt nichts zwischen den Zeilen zu lesen, und es ist immer der Schelm selber, der Böses dabei denkt. Auch wenn die tierische Linie nach dem Doodle zur Eröffnung noch nicht erkennbar war:

Doodle Eröffnung

Inzwischen ist auch ein chinesisches Schriftzeichen dazugekommen. Der Google Watchblog gibt an, dass es sich um “Google” in Chinesisch handeln soll. Wäre das also auch geklärt.
Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Doodles ausfallen und in welcher Form meist die zwei “o” daherkommen. Dank der charakteristischen Farben würde man das Logo aber sicher auch mit einer noch so großen Verfremdung erkennen.

Aber nun genug der Worte und stattdessen die Galerie der bisher gezeigten Olympia-Doodles für 2008:

Doodle Gewichtheben Doodle Turmspringen Doodle Rad Doodle Sportgymnastik Doodle Turnen

Wer nun Lust auf noch mehr Olympia-Doodles bekommen hat, kann die gesammelten Werke der letzten Olympischen Spiele bei Google auch noch bestaunen. Hier sind die jeweiligen Links. Gute Unterhaltung und viel Vergnügen! ;-)


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Web 2.0-Verzeichnis

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 12 August, 2008

GO2WEB20, was ist das? Wenn man es übersichtlicher als “Go to Web 2.0″ schreibt, kommt man der Sache schon näher. Es handelt sich nämlich um ein Web 2.0-Verzeichnis. Ob tatsächlich alle Web 2.0-Anwendungen enthalten sind, wie im Untertitel mit “The complete Web 2.0 Directory” behauptet wird, lässt sich nicht sicher sagen. Aktuell sollen 2620 Anwendungen enthalten sein. Und so sieht auch die Startseite sehr bunt aus.

Startseite GO2WEB20

Fährt man mit der Maus über eines der Kästchen, erscheint dieses in einem grünen Rahmen mit einer kurzen Erklärung der Anwendung.

Klickt man auf eines der Kästchen, erscheinen in der Fusszeile weitere Informationen und natürlich auch ein Link zum jeweiligen Portal.

GO2WEB20
Etwas verwirrend ist allerdings die Tatsache, dass der grüne Kasten mit dem Klick weiter nach unten springt. In obigem Beispiel waren es exakt drei Zeilen. Manchmal wandert der Kasten aber auch nur um eine Zeile nach unten, manchmal um zwei, oder er bleibt irgendwo in der Mitte hängen.

Aber bei über 2000 Angeboten wird man sich sowieso nicht durch die ganze Liste klicken, sondern eher suchen. Und ein Suchfeld findet man auch gleich in der Kopfzeile. Leider reagiert es jedoch ziemlich träge. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mit jedem eingegebenen Buchstaben bereits Treffer gezeigt werden. Die Suche erfolgt als Volltextsuche in den Namen der Web 2.0-Anwendungen, unabhängig von der Position der Zeichenkette im Namen. Die Suche nach “se” findet also beispielsweise “send6″, “yousendit” oder “youlicense”. Ab dem zweiten Suchbuchstaben fliegen die Kästchen nett animiert ein - Web 2.0 oblige? Aber so richtig hilfreich ist diese Suche nicht. Denn wenn ich beispielsweise “newsletter” als Suchbegriff verwende, um Newsletter-Tools zu finden, erhalte ich kein Ergebnis.

Die Tagcloud aber liefert mir zum gleichen Begriff immerhin 10 Treffer. Schade, dass die Suche nicht auch die Tags durchsucht, denn es ist doch etwas mühselig, sich durch die Tagcloud mit ihren traditionell wechselnden Schriftgrößen zu lesen. Dass sich die Treffer aus der Tagcloud animiert nach Name oder Datum sortieren lassen, mag meine Ernüchterung über die wenig hilfreiche Suche kaum ausgleichen.

Mit GO2WEB20 kann man auch kommunizieren und neue Anwendungen oder Updates bereits enthaltener Anwendungen melden. Aber wie geht das? Auf den Link öffnet sich mein Mailprogramm mit vorbelegter Mailadresse und Betreff. Ist das Web 2.0? Nein, wirklich nicht. Neja, der Schuster hat ja auch immer die schlechtesten Schuhe, oder?

Das “Beta”-Tag als Hinweis auf die noch junge Plattform lässt sich allerdings nirgends finden. Im “About Us” ist dann auch ersichtlich, dass es die Plattform schon seit Mitte 2006 gibt. Trotzdem wird noch fleissig um die Gunst - oder eher das Geld - der eingetragenen Sites gebuhlt. Werbung oder Content sollen also Einnahmen bringen. Preise und Informationen gibt es allerdings auch nur, wenn man eine Mail an die angegebene Adressen schreibt.

Hmmmm, das alles mutet doch ein wenig seltsam an. Die Idee ist ja grundsätzlich nicht schlecht. Und ich habe auch schon die ein oder andere Site gefunden, die ich vorher schon kannte und als gut befunden hatte. Aber ohne wirklich professionelle Möglichkeiten zur Suche und Kategorisierung nutzt das Verzeichnis wenig. Oder hat das in den zwei Jahren des Bestehens noch niemanden weiter gestört? Oder ist der Business-Plan der Verantwortlichen womöglich nicht aufgegangen? Wie auch immer, wenn ich Empfehlungssterne vergeben müsste, wäre ich jedenfalls sparsam.


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Gedanken und Beobachtungen zu Magento

Gepostet in Magento durch Marion Engel am 8 August, 2008

Ich habe mir in den letzten Tagen die Version 1.1 von Magento etwas genauer angeschaut, und auch für ein Fachkonzept eines Magento-Shops mal wieder etwas im Back-End gestöbert. Das Demo-Back-End, das Magento auf seiner Webseite anbietet, weist allerdings inzwischen eher seltsame Testdaten auf. Außerdem entsprechen die Daten im Back-End nicht denen des Demo-Shops, so dass es schwer fällt, hier Informationen zu sammeln. Aber wer sich ernsthaft mit Magento beschäftigt, hat ja sowieso eine eigene Testumgebung.

Ich bin also nach wie vor von Magento begeistert und frage mich hin und wieder, womit die Welt eigentlich Magento verdient hat. Also wie Varien auf die Idee zur Entwicklung der Shop-Software kam und vor allem warum sie es kosstenlos als Open-Source-Anwendung zur Verfügung stellen. Ein paar interessante Antworten auf diese und andere Fragen haben CEO Roy Rubin und CTO Yoav Kutner dem T3N-Magazin gegeben. Demnach war Frust einer der Auslöser, dem sie dann aber positiv mit einem eigenen Angebot begegnet sind. Das gesamte Interview, das ich hier natürlich nicht wiedergeben möchte, kann man in den T3N-News nachlesen.

Ich aber möchte noch ein wenig weiter philosophieren und ein paar Beobachtungen wiedergeben, die wir so in der Praxis mit Magento gemacht haben - und zwar nicht aus technischer, sondern aus menschlicher Sicht.

Magento ist in aller Munde, das ist sicher nicht übertrieben. Wie die Kunde über diese neue Shop-Software allerdings aufgenommen wird, ist sehr unterschiedlich. Es gibt Unternehmen, die bereits vor Magento einen Online-Shop ausreichender Größe betrieben haben, und nun prüfen möchten, ob sich ein Relaunch mit Wechsel der Shop-Software lohnt. Die Mitarbeiter kennen sich also mit dem Betrieb eines Online-Shops bereits aus und haben sich oft auch schon mit Magento vertraut gemacht. Sie stellen gezielte Fragen, und die Beratungs- und Supportgespräche verlaufen für beide Seiten zufriedenstellend.

Es gibt allerdings auch das genaue Gegenteil, also Personen, die eine völlig falsche Vorstellung von Magento haben. Was sie konkret in einem Magento-Shop verkaufen möchten, bleibt uns verborgen. Vielleicht fehlt ihnen da selber noch das klare Konzept. Für Investitionen ist jedenfalls kein Spielraum. Das lässt sich schnell erkennen, wenn die Vorstellung geäußert wird, Magento lokal auf einem Rechner mit einem beim besten Willen nicht mehr aktuellen Betriebssystem zu installieren oder mit 340 MB Speicher erfolgreich zu betreiben. Da zerstört so manche telefonische Anfrage womöglich den Traum, im Web das große Geld zu machen.

Magento enthält standardmäßig bereits viele interessante und notwendige Funktionen. Aber trotz allem ist die Installation von Magento doch etwas komplizierter als die Installation eines Freeware-Grafikprogramms. Und selbst wenn man nur die Standard-Funktionen verwenden möchte, sollte man sich in der IT auskennen. Wer individuelle Layouts oder gar Funktionen wünscht, braucht mehr als Grundkenntnisse der HTML-Programmierung. Auch ein php-Programmierer sollte sich zunächst mit dem Zend-Framework und den Regeln von Magento vertraut machen, bevor er in den Code greift. Mit ausreichenden Vorkenntnissen allerdings lässt sich mit Magento (fast) alles machen, vom individuellen Layout bis hin zu speziellen Rechenregeln an der Kasse.

Das mag jetzt vielleicht alles ein wenig wild und abschreckend klingen, aber es ist ja auch bei anderen Aufgaben so, dass Werkzeug und Kenntnisse zur Aufgabe passen müssen. Niemand wird mit einem Teelöffel einen Acker umgraben und niemand wird von einem Erstklässer erwarten, dass er einen Bestseller-Roman schreibt. Drastische Vergleiche, sicher, aber daran werden manche Sachverhalte ja viel einfacher klar.

Und dieses ausgewogene Verhältnis zwischen Einsatz und Ergebnis gilt auch hinsichtlich der Produktpflege. Ja, Magento kann viel. Aber Magento hat (leider noch?) keine künstliche Intelligenz, mit der es Produkte für eine ansprechende Darstellung kategorisieren, gruppieren oder sortieren könnte.
Es gibt ja für Schriftstücke den Satz “Einer muss sich quälen, entweder der Autor oder der Leser.” Und so ist es auch bei einem Online-Shop in Magento. Ist der Betreiber des Shops fleißig, entsteht ein kundenfreundlicher Shop. Werden die Artikel so schnell wie möglich einfach mal irgendwie eingestellt, werden sich die Kunden nicht zurechtfinden und lieber in einem anderen Shop einkaufen.

Und die Moral von der Geschicht?
Magento ist ein wertvolle, mächtige Anwendung zum Aufbau von hochwertigen Online-Shops. Kombiniert man die Entscheidung für die Verwendung von Magento mit

  • einem fundierten Fachkonzept
  • erfahrenen Entwicklern
  • einer angemessenen Hardwarebasis
  • und ein wenig Fleiß beim Einrichten des Shops

hat man alles Erforderliche getan. Dann braucht man nur noch das Personal, das die eingehenden Bestellungen auch zuverlässig abarbeiten kann…und viel Platz auf dem Konto für das viele Geld, das dann eingehen wird. ;-)


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Google Insights for Search

Gepostet in Google durch Marion Engel am 6 August, 2008

Und wieder gibt es ein neues Analysetool vom Suchmaschinenriesen: Google Insights for Search.

Neja, ganz neu ist das nicht, was wir da sehen. Denn im Grunde ist es nur eine Erweiterung von Google Trends, das mitunter nützliche Dienste leistet, so auch bei dem einen oder anderen Blog-Beitrag.
Worum geht es in beiden Fällen? Darum, festzustellen, welche Suchbegriffe in der Vergangenheit besonders populär waren, wie sich das Suchvolumen im Verlauf der Zeit verändert hat und wie sich die regionale Verteilung gestaltet.

Vergleichen wir Google Trends (oben) und Google Insights for Search (unten) einmal für den Suchbegriff “Magento”:

Google Trends

Google Insights for Search - Graph

Google Insights for Search - Links

Das Layout ist bei Insights etwas aufgepeppt und jeder Monat hat eine Hilfslinie bekommen. Mit der Maus ist - was man im Bild nicht sehen kann - auch eine wochengenaue Datierung möglich. Fährt man nämlich mit der Maus über die Linie, erscheint ein kleiner Punkt mit dem Datum. Neu ist bei Insights auch die Liste der Pressemeldungen zum Thema, wobei wir uns natürlich ganz besonders über die Auswahl der Links freuen ;-). Oder bietet Google hier bewusst personalisierte Links?

Eine weitere Neuerung gibt es bei der regionalen Verteilung. Die aus Trends bekannte Liste wird durch eine Landkarte ergänzt, in der die Länder, Regionen oder Städte je nach Intensität der Suche unterschiedlich eingefärbt sind.

Landkarte in Google Insights for Search

Per Mouse-Over hat man auch Zugriff auf die Länder, die nicht in der Top 10-Liste erscheinen. Neben dem Namen des Landes wird auch die Suchintensität in den Stufen Low, Medium und High angezeigt. Dies gilt allerdings nur für blau eingefärbte Länder, die also wenigstens ein geringes Suchvolumen aufweisen. Beschränkt man die Suche nur auf ein Land, wird die Karte des Landes mit den unterschiedlich eingefärbten Bundesländern angezeigt.

Neu in Insights for Search ist die Liste der verwandten Suchbegriffe. Per Mausklick gelangt man zu der jeweiligen Auswertung, und kann feststellen, dass die regionale Verteilung bei einem nur leicht modifizierten Suchbegriff schon ganz anders aussehen kann.

Wenn man einfach mal sehen möchte, welche Suchbegriffe in der letzten Zeit nach oben geschnellt sind, kann man sich auch dieses als Liste mit den prozentualen Zuwächsen anzeigen lassen. Bei Google Trend gibt es da im Vergleich die beliebtesten Suchbegriffe des Tages.

Und das Fazit: Etwas mehr als alter Wein in neuen Schläuchen, würde ich sagen. Von einem neuen Tool kann nicht die Rede sein, aber ein paar neue Features sind ganz nett. Ein Lesezeichen ist es allemal wert, vielleicht als Ersatz für Google Trends.


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Freundliches Linktauschangebot

Gepostet in SEO durch Marion Engel am 5 August, 2008

Manchmal werden einem Ideen für Blogbeiträge ja sozusagen auf dem Silbertablett präsentiert. Denn unser Webmaster hat gerade folgende Mail erhalten (per Klick gibt es eine leserliche Vergrößerung):

whiterank-gross.jpg

Die Dame ist auf der “Suche nach Links für ein Glücksspielportal” und sucht dafür Tauschpartner. Da klingeln doch gleich alle Alarmglocken, waren es doch unter anderem die Links zu den Glücksspielseiten und Online-Casinos, die im Zuge der ersten Page Rank-Korrektur und der Diskussion um gekaufte Links in die Negativ-Schlagzeilen geraten waren. Zwar soll es hier um einen Linktausch und keinen Verkauf gehen, aber ob der Google-Bot das erkennen kann?

Natürlich ist es für uns als seriöses Unternehmen völlig indiskutabel, auf ein Glücksspielportal zu verlinken. Dazu kommt, dass eine solche Verlinkung “nach dem Gießkannenprinzip” schon lange out ist. Denn die Suchmaschinen achten sehr wohl auf einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Text, aus dem der Link gesetzt wird und dem Text auf der verlinkten Seite. Es geht also Klasse weit vor Masse.

Nach deutschem Recht ist sowieso fraglich, ob es sich bei dieser Mail nicht sogar um unzulässige Werbung handelt. Unseriös erscheint sie auf jeden Fall, da ein Impressum fehlt.

Immerhin ist ja aus der angegebenen Mailadresse für die Antwort die URL erkennbar. Aber auch dort sucht man vergeblich nach näheren Informationen zum Unternehmen. Lediglich eine Telefonnummer gibt es dort noch. Der Sitz des Unternehmens wird jedoch nicht verraten.

Wirklich attraktiv und benutzerfreundlich präsentiert sich die Site nicht. Im Kopfbereich wurde stark mit Animationen übertrieben. Ständig blinkt das Logo, wechseln Bilder und Hintergründe. Und beim Wechsel auf eine neue Seite wird der gesamte Kopf mit blinkenden und einfliegenden Animationen neu aufgebaut.

Zudem ist die kleine, weiße Schrift auf grauem Hintergrund sehr augenunfreundlich, so dass ich keinerlei Interesse mehr habe, mich über das Unternehmen zu informieren. Denn dass wir das freundliche Linktauschangebot nicht annehmen, stand ja schon vorher fest….


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