SEO- und Internet-News by TechDivision


Windows Vista oder Ubuntu, wenn XP nicht mag?

Gepostet in Hardware durch Marion Engel am 30 November, 2007

Nachdem bei meinen einigermaßen alten Rechner letzte Woche die Festplatte den Geist aufgegeben hat, musste nun eilig Ersatz her. Dell hat auch sehr schnell geliefert, viel schneller als angekündigt, offenbar die Notwendigkeit ahnend. Soweit, so gut.

“Kannst du dir vorstellen, mit Ubuntu zu arbeiten?”, fragt mich unser Sys-Admin. Nach Analyse der Programme, die ich so täglich brauche, muss er dann seinen Traum, alle Rechner nach und nach auf Ubuntu umzustellen, zumindest bei mir aufgeben. Office hat denn doch so seine Vorteile verglichen mit Open (oder Star) Office, die man im professionellen Bereich schon spürt. Also legt er die Windows XP-CD ein. Abgesehen von dem unsäglichen Krach, den das CD-Laufwerk verbreitet, kommt schnell eine unliebsame Überraschung: Blue Screen…

Wie sich der alte Rechner verabschiedet hat, so begrüßt uns der neue Rechner? Neja, nachdem der zweite Versuch auch mit dem Blue Screen endet, streckt sich das Fragezeichen aus der ursprünglichen Frage zum Ausrufezeichen. Windows Vista gibt es nicht, bleibt also Ubuntu.

Da sitze ich nun, als internes “Versuchskaninchen” für Ubuntu als Nutzer von Word, Excel, Visio und grundlegenden Funktionen der Bildbearbeitung. Beim Browser und bei der Mailbox gibt es weder Überraschungen noch Umstellungsprobleme, denn Firefox und Thunderbird sind ja wohlbekannt. Dass der Thunderbird auch eine RSS-Funktion anbietet, ist durchaus praktisch und spart ein weiteres Programm.

Aber was ist mit Office? Zum Glück gibt’s CrossOver, denn damit lassen sich alle bisherigen Dateien öffnen, bearbeiten und speichern. Ja, aber - und das ist schon ein dickes aber: Öffnen und Speichern vom Server ist nun nicht mehr möglich - die Datei ist dann leer. Dateien lassen sich nur mit Open Office vom Server öffnen. Wenn ich sie mit Office öffnen möchte, muss ich mir eine lokale Kopie anlegen, diese bearbeiten und dann später wieder auf den Server verschieben. Sollte ich das mal vergessen, gibt es unter Umständen Durcheinander, weil die aktuellste Version ja nicht allgemein zur Verfügung steht. Und solange ich lokal auf meiner Kopie arbeite, könnte ein XP-ler auf dem Original arbeiten. Und sollten wir nicht voneinander wissen und er vor mir fertig sein, überschreibe ich seine Änderungen beim Rücksichern meiner lokalen Kopie… Also müsste ich das Original mit OpenOffice öffnen, damit es gesperrt ist, dann die Kopie mit Office bearbeiten, das Original wieder schließen und mit der bearbeiteten Kopie überschreiben…

Vielleicht kann ich mich ja wenigstens mit mir selbst einigen, für Tabellen Open Office statt Excel zu nehmen? Der gute Wille war da, aber Open Office hat sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet, als ich versucht habe, die Symbolleiste um die Schaltflächen zum Einfügen und Löschen von Zeilen und Spalten zu ergänzen. Die brauche ich nun mal, und wer das nicht kann, darf nicht auf allzugroße Sympathie meinerseits hoffen.

Nächste Aufgabe: Eine wirklich einfache, vorhandene Zeichnung aus einem Dreieck, ein paar Linien, Pfeilen und Text in Visio kopieren und leicht modifizieren. Und wieder eine Überraschung: Visio braucht Minuten, bis die Zeichnung überhaupt einmal dargestellt wird. Jedes Kästchen des Hintergrunds wird scheinbar individuell gemalt, und bis mein Dreieck dann endlich noch seinen Rand bekommen hat…da wäre ich mit der Hand schneller gewesen. Der Versuch, in einen der Pfeile einen anderen Text einzufügen, wird ebenfalls zum Geduldsspiel, bei dem ein Kalligraph in seiner schönsten Schrift sicher auch gewinnen würde. Ja und das Verschieben des Pfeils erinnert mich dann an Blinde Kuh, denn mit jedem Betätigen der Pfeiltaste verschwinden der Pfeil und auch Teile des Dreiecks, werden dann erst wieder hübsch neu gemalt, gefüllt, umrandet… So kann man also bei aller Liebe nicht arbeiten.

Was gibt’s alternativ? DIA - schaut auf den ersten Blick wie ein Visio-Zwilling aus. Aber auch hier verhält es sich wie mit Word und dem OpenOffice Writer: Es sind die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen und die Akzeptanz zumindest im professionellen Bereich sehr erschweren.

Nur ein paar Beispiele: Möchte man in DIA in einem Textfeld einen Buchstaben löschen, muss man den Cursor rechts neben diesen Buchstaben stellen und ihn mit der Backspace-Taste löschen. Nimmt man die Del-Taste, verschwindet das gesamte Textfeld. In Zeichnungsobjekte (z.B. Kästen oder Pfeile) kann man direkt keinen Text einfügen. Der Doppelklick, der in Visio zum Cursor für die Texteingabe führt, öffnet in DIA nur den Bereich zum Bearbeiten der Objekteigenschaften. Und vorgefertigte Pfeile kann man nur insgesamt vergrößern, nicht jedoch das Pfeilende verlängern, damit ein längerer Text hineinpasst. Da ich (vielleicht?) ein symbolleistengewöhnter Mensch bin, vermisse ich diese natürlich in DIA, wo ich wohl alle Befehle zum Gruppieren und Anordnen von Objekten über das Menü holen muss.

Einigermaßen nett von DIA ist zwar, dass es meine Zeichnung direkt als *.png oder *.jpg-Datei speichern kann. Aber das ist letztendlich bestenfalls die halbe Miete, denn meine Bilddatei soll nur mein Dreieck enthalten, ohne weiße Ränder und in einer gegebenen Breite, z.B. damit es sich schön in einen Blogbeitrag einfügen lässt. Ohne Grafikprogramm komme ich also nicht weiter, auch wenn ich kein Designer bin. Leider vertragen sich weder Macromedia Fireworks noch Adobe Photoshop mit Ubuntu, so dass mir nur der liebe kleine Gimp bleibt. Das Logo ist zwar auf dem Desktop nett anzuschauen, aber das zählt ja nicht im Berufsalltag. In der Zeit, die ich brauche, bis ich die zwei getrennten Fenster ordentlich ausgerichtet und meine Bilddatei auf den Desktop kopiert habe, war ich vorher mit Fireworks schon fertig mit meinem Bild…

Und auch der Versuch, eine Powerpoint-Präsentation anzusehen, war mehr der Blick über die Schulter eines Malers. Dass ein paar Schrifttypen gefehlt haben, war ja noch zu verschmerzen, aber dass man zusehen kann (muss?), wie Linien gezogen werden, ist nicht wirklich akzeptabel.

Ich bin zwar kein ausgesprochener Microsoft-Hasser, andererseits gerne auch mal bereit, gegen den Strom zu schwimmen. Aber da ich ja nicht für’s Warten auf Visio und das Rumkopieren von Dateien bezahlt werde, werden sich unsere “Techies” doch noch was einfallen lassen müssen, wie mein Rechner mit XP zum Laufen gebracht werden kann. Wie die Lösung aussieht, verrate ich, wenn ich sie habe. Bis dahin kann man sich nur wundern, wie gefügig sich doch die Hardware-Hersteller offensichtlich an den Software-Riesen halten.

Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder einen passablen Work-Around herausgefunden hat, ist eingeladen, dies in einem Kommentar weiterzugeben.

Abonnieren Sie jetzt unseren RSS-Feed und bleiben Sie so immer auf dem Laufenden!


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Google meets Digg

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 30 November, 2007

Soeben bin ich auf ein neues Features der Google-Suche gestoßen, das in Google-Experimental veröffentlicht wurde. Mit diesem Gimmick möchte Google - im Stile von Digg & Co. - versuchen, die Suchergebnislisten durch Voting-Buttons noch relevanter zu gestalten. Das Feature sollte nur eingeloggten User zugänglich gemacht werden. Durch einen Like- bzw. Don´t Like-Button kann der User dann die gelieferten Ergebnisse bewerten und sich so “seine” Suchergebnislisten beeinflussen.
Wenn der User auf den Like-Button klickt, wird das entsprechende Ergebnis bei der nächsten Suche an oberster Stelle der Liste platziert, beim Don´t-Like-Button wird das Ergebnis aus der Liste entfernt und erscheint bei der nächsten Suche nicht mehr.  Am Ende der Seite gibt es schließlich noch einen Empfehlungsbutton, mit dem man Seiten empfehlen kann, die bislang nicht erscheinen, für den Suchenden aber relevant erscheinen.

Natürlich ist das Ganze nur für den eingeloggten User relevant und es ist völlig undenkbar, dass derartige Votings bei den “echten” Suchergebnislisten berücksichtigt werden ;-)

google-goes-digg.jpg

Das, was immer wieder gepredigt wird - nämlich guter, einzigartiger Content - scheint somit zukünftig natürlich wichtiger denn je zu werden …


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Vertikale Suche und Ansprache der technischen Käufer im B2B-Bereich

Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 29 November, 2007

Und noch ein Versprechen aus einem früheren Blog-Artikel gilt es einzulösen: nämlich die Weitergabe der neuesten Erkenntnisse zum B2B-Markt.
Bekanntermaßen erfüllen die Suchmaschinen ja die Anforderungen der Kunden im B2B-Bereich nicht vollständig, obwohl es sich um die Käufer mit den größten Budgets handelt. Aber kennen wir ihre Bedürfnisse und Tendenzen wirklich ausreichend? Die Umfrage von Enquiro erschließt uns die Potenziale der B2B-Käufer besser als je zuvor.
Zunächst müssen jedoch der technische Käufer und die Einflüsse, denen er in seinem Kaufprozess unterliegt, analysiert werden.
Was ist ein technischer Käufer und wie verläuft der Einkaufsprozess?
Beantworten wir zunächst die Frage nach dem was. Ein technischer Käufer muss eine Lösung finden, die die Anforderungen des Unternehmens oder eines Produkts erfüllt und die mit den technischen Gegebenheiten (IT usw.) des Unternehmens im Einklang steht.
Feedback und Vorschläge erhält der technische Käufer sowohl von den Mitarbeitern, die die Technologie im Arbeitsalltag nutzen müssen, als auch von den strategischen Entscheidern im Unternehmen, die im Hinblick auf die Finanzen entscheiden. Technische Käufer sind typischerweise CTOs oder IT-Manager, können aber auch Controller oder Mitarbeiter aus dem Finanzwesen sein.
Durch die Beziehung des technischen Käufers zum Nutzer des Produkts und zu den strategischen Entscheidern des Unternehmens steht der technische Entscheider an zwei kritischen Stellen im Kaufprozess, der ja aus 4 Stufen besteht:

  • Bewusstsein: Es wird – meist aus den Reihen der Nutzer – ein Bedarf erkannt
  • Suche: Es wird nach neuen Produkte gesucht und diese werden genauer betrachtet
  • Verhandlung: Die beste Lösung wird genauer bewertet.

Und schließlich der tatsächliche Kauf. Der technische Käufer tritt hauptsächlich in der Suchphase auf und spielt auch in der Verhandlungsphase eine wichtige Rolle (56,3 % und 16,3 % hat Enquiro für die technischen Käufer ermittelt, die in beiden Phasen auftreten). Sie entdecken zwar meist weder das Problem, noch sorgen sie für die Finanzierung, sondern begleiten den Weg dazwischen, vom Bedarf zur Umsetzung.

Was beeinflusst den technischen Käufer und was führt letztendlich zu seiner Entscheidung?
Nachdem wir uns über den Einfluss und die Bedeutung des technischen Käufers im Klaren sind, ist noch die Frage offen, wie wir seine Aufmerksamkeit erlangen, erhalten und ihn dazu bringen, dass er seinem Chef nahe legt, unser Produkt zu kaufen.
Technische Käufer suchen Inhalte. Es dreht sich alles um Inhalte und darum, wie sie gefunden werden – was durchaus Sinn macht. Da technische Käufer überwiegend in der Suchphase auftreten, brauchen sie Inhalte, um den Entscheidern die besten Optionen präsentieren zu können. In einer Untersuchung von Marketing Sherpa bekommen drei Viertel der technischen Käufer ihr Wissen in mehr als einem Viertel der Fälle aus Inhalten der Anbieter oder von Fürsprechern. White Papers, Produktbroschüren, Fallstudien und Artikel in Branchen-Medien zählen dabei zu den beliebtesten Quellen.
Aber man muss zu allererst die Aufmerksamkeit der technischen Käufer erlangen. Und das geschieht durch das Internet und beginnt bereits vor der Suchphase in der Phase, in der sich das Bewusstsein entwickelt. Der Online-Bereich mit Suchmaschinen und Webseiten der Anbieter übt mehr Einfluss auf den technischen Käufer aus als der Offline-Bereich mit Messen und sogar persönliche Empfehlungen. Die Einfluss der Online-Medien wurde auf einer 7-stufigen Skala von den Befragten mit 5,4 beziffert.
Inhalte von Produktanbietern, wie z.B. Blogs, Online-Seminare und Artikel über Trends und Beobachtungen in der Branche, erlangen die Aufmerksamkeit von B2B-Käufern in der Suchphase, in der sich der Kreis der möglichen Anbieter auf die Finalisten verkleinert, die es bis in die Verhandlungsphase schaffen. Und an dieser Stelle kommen Bestätigungen der „offiziellen“ Botschaft durch Dritte zum Tragen, d.h. Artikel in Fachzeitschriften und Benutzerbewertungen.
Wer seine Webseiten für die vertikale Suche und Suchmaschinen im Allgemeinen optimiert, erzielt die größte Wirkung in der Phase des Bewusstwerdens. Informationen über das Produkt erleichtern die Suche auf der Seite, und mit Links zu Inhalten Dritter über das Produkt hat man gute Chancen, in die Verhandlungsphase zu gelangen.

Was hat vertikale Suche damit zu tun?
In einem Drittel der Fälle, in denen ein Benutzer im Business-Bereiche mit einer der großen Suchmaschinen sucht, findet er keine hilfreichen Informationen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Ergebnisse der allgemeinen Suchmaschinen nicht exakt genug sind - die vertikale Suche füllt diese Lücke aber zunehmend aus.
Unser technischer Einkäufer wird mit einer 2% höheren Wahrscheinlichkeit als der Rest der Bevölkerung eine vertikale B2B-Suchmaschine verwenden und mit einer um 8% geringeren Wahrscheinlichkeit verglichen mit den anderen Beteiligten im B2B-Bereich eine allgemeine Suchmaschine verwenden. Dieses „Informations-Cockpit“ aus relevanten, vertikalen Optionen für den Business-Bereich zusammen mit detaillierteren Anbieter- und Herstellerergebnissen aus den vertikalen Suchmaschinen liefert die Inhalte wie Referenzartikel und Informationen der Branche, die für den technischen Nutzer wichtig sind.
Um die gewünschten Ergebnisse in einer vertikalen Suchmaschine zu bekommen, müssen die Inhalte und Schlüsselwörter für die gewünschte Zielgruppe angepasst sein.
Nachdem nun die Hintergründe über die technischen Käufer und die Einflüsse, denen sie im Kaufprozess unterliegen, besser bekannt sind – also umfangreiche Inhalte, relevante vertikale Ergebnisse und Informationen, die die Nutzer und die Entscheider im Unternehmen ansprechen-, sollte es ein wenig einfacher sein, das Potenzial im B2B-Bereich anzugehen.

Quelle: Search Engine Journal


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


GDrive - Die virtuelle Festplatte von Google

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 29 November, 2007

Über GDrive wird ja schon länger spekuliert. Jetzt könnte es allerdings auch konkreter werden. Wie das Wall Street Journal berichtet, verdichten sich die Hinweise, dass Google mit Nachdruck an einer virtuellen Festplatte – genannt GDrive – arbeitet. Das Googlewatchblog hat hierzu bereits vor geraumer Zeit berichtet, dass Google diverse GDrive-Domains registriert hat.

 

Wenn man sich die bisherigen Tools wie Docs & Spreadsheets, Presentations oder Gmail ansieht, stellt ein virtueller Speicherplatz für derartige Files die perfekte Ergänzung dar. Dadurch wäre es für den User natürlich sehr einfach möglich, sämtliche Daten online zu organisieren, online zu speichern, mit anderen zu teilen und über entsprechende Suchfunktionen auch zu finden -„teure“ Hardware entfällt. Einzige Voraussetzung: Man benötigt einen Webanschluss.

 

gdrive.jpg
Abb.: Wall Street Journal

 

Natürlich gibt es bereits seit längerem eine Vielzahl an derartige Online-Festplatten. Das Problem dabei ist jedoch häufig, dass die Anbieter nicht über die Reichweiten, das Kundenpotential und die Daten verfügen, wie dies bei Google der Fall wäre. Insofern könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das Thema bei unseren Freunden aus Mountain View ganz anders aufgehängt wäre. Es wäre denkbar, dass eine kostenlose Einsteigerversion, sowie kostenpflichtige Zusatzpakete gibt. Wie dies im Detail aussehen könnte, ist allerdings noch unklar.

 
Ein bitterer Beigeschmack bleibt in meinen Augen allerdings schon. Der Suchmaschinenriese verfügt ja bereits jetzt über umfangreiche Daten seiner User. Durch ein derartiges Tool könnte eine große (Offline-)Lücke auch noch geschlossen werden und der komplett gläserne Websurfer wäre Realität. Da man zur Nutzung eines derartigen Service aber kaum gezwungen wird, bleibt es jedem User dann letztendlich selbst überlassen, inwieweit er sich bzw. seine Daten hier offen legen möchte.


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


So zockt man Google ab

Gepostet in Google durch Josef Willkommer am 28 November, 2007

Die Diskussionen kursieren solange es Adwords bzw. Adsense gibt - Manipulationsmöglichkeiten! Man hat hierzu ja immer mal wieder kurioses gehört und gelesen wie man Google am besten abzocken kann - Jugendliche die auf PC´s in Elektronikmärkte Adsense-Anzeigen klicken oder organisierte Banden aus Fernost, die ähnlich vorgehen, allerdings in einem anderen Ausmaß. Ich möchte dieses Thema eigentlich weder aufwärmen noch Google verteidigen, jedoch ist mir die letzten Tage eine Seite aufgefallen, die das Ganze in meinen Augen dann doch etwas übertreibt. Die einen mögen es jetzt clever nennen, für meine Geschmack ist das jedoch etwas Dreist. Aber seht selbst:

Adsense-Abzocke

Bei diesem Portal kann man - wie mittlerweile ja durchaus gängig - private Messages an andere User senden. Wenn man dieses Feature nutzen möchte, bekommt man allerdings eine interessante Überraschung zu Gesicht. Das Versenden ist anscheinend nur möglich, nachdem man eine der eingeblendeten Adsense-Anzeigen mit berühmt-berüchtigten Partneranzeigen anklickt. Der Versand funktionierte bei meinem Test zwar auch ohne Klick, den Eingangstext sollte man sich aber nochmals auf der Zunge zergehen lassen…
Ich sehe mich jetzt nicht als Mister-Oberlehrer. Mir geht´s hier eher um die plumpe Art der User-Verarschung! Ach ja noch was, ich bin nicht auf Partnersuche… :-)

Mich würde Eure Meinung dazu interessieren!


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Magento Online-Shop: Produkte verwalten

Gepostet in Magento durch Marion Engel am 27 November, 2007

Wie die Produkte in den Magento-Shop kommen, hatte ich in meinem letzten Magento-Beitrag versprochen zu erklären. Und da man Versprechen ja halten soll, folgt hier also ein weiterer Blick auf das Back-End von Magento.

Magento Online-Shop: Produkte verwalten

Produkte werden im Katalog angelegt. Bevor man sich an die Eingabe macht, sollte man sich kurz Gedanken über die Struktur der Produkte machen. Wer nämlich Bekleidung oder Schuhe verkauft, hat es etwas schwerer, weil es diese Artikel üblicherweise in mehreren Größen gibt. Zusätzlich kann ein Modell dann auch noch in verschiedenen Farben daherkommen. Einfacher ist es beispielsweise bei Elektrogeräten, da es dort unter einer Bezeichnung nur genau ein Gerät gibt, das als „Simple Product“ angelegt wird. Aber auch ein derart „einfaches Produkt“ hat es in sich und gehört ordentlich gepflegt.

Magento Online-Shop: Produktdetails

Die Produktinformationen sind in einer eigenen Menüleiste sorgfältig unterteilt, so dass die Eingabemasken im rechten Bereich nicht zu unübersichtlich werden. Die darin enthaltenen Felder rekrutieren sich aus den Attributen, die zuvor festgelegt werden müssen.

Auf die Pflege der allgemeinen Informationen folgen die Preisangaben. Neben dem Verkaufspreis können hier auch für interne Vergleiche die Selbstkosten hinterlegt werden.

Den für die Suchmaschinen relevanten Meta-Tags und dem Seitentitel ist ein eigener Menüpunkt gewidmet, der sicher die Bedeutung dieses Aspekts unterstreichen soll und natürlich auch zeigt, dass die Macher von Magento wissen, was zählt.

Bilder, ebenfalls eine zentrale Komponente für den Online-Shopper, werden in einem externen Verzeichnis gesucht und in Magento hochgeladen. Stehen mehrere Bilder zur Verfügung, muss man entscheiden, welches Bild das Hauptbild sein soll. Dieses Bild wird in der Größe des verfügbaren Rahmens und in einer Vergrößerung benötigt, die dann praktisch hinter dem Rahmen umhergeschoben werden kann, so dass jeweils ein vergrößerter Ausschnitt sichtbar ist. Das Vorschaubild (Thumbnail) erscheint auf der Übersichtsseite mit mehreren Produkten. Von allen weiteren Bildern wird ebenfalls eine große und eine Vorschau-Version benötigt. Eine Suchmaschinenoptimierung über die Bilddateinamen ist leider nicht vorgesehen, denn die Bilder erhalten beim Upload automatisch einen neuen Dateinamen, der sich im Demo-Shop aus einem Bestandteil des Pfadnamens und einer laufenden Nummer zusammensetzt. Aber vielleicht tut sich da noch was von Version 0.6x bis zur 1.0.

Der nächste Menüpunkt dient der Eingabe der Beschreibung. Hier wird zwischen der Kurzbeschreibung, die auf der Detailseite des Artikels und auf der Übersichtsseite erscheint, wenn man sich diese in Listenform anzeigen lässt, und der (ausführlicheren) Beschreibung, die nur auf der Detailseite des Artikels erscheint, unterschieden. Zur Formatierung sind hier grundlegenden HTML-Kenntnisse erforderlich, z.B. um Punktaufzählungen zu erstellen.

Damit ist die Schreibarbeit beendet, und in den nächsten Menüpunkten muss nur noch ausgewählt und zugeordnet werden, z.B. Attribute, Kategorien und verwandte Produkte.

Diese Site-Sales, „Produkte, die Sie auch noch interessieren könnten“, sind vielen sicher von Amazon und anderen Shops bekannt. Die dezente Anordnung der zusätzlichen Produkte am Seitenende bietet dem Kunden einen echten Mehrwert ohne so aufdringlich zu sein, dass sich der Kunde unwohl und bedrängt fühlt und seinen Einkaufswagen aufgibt und den Shop verlässt.

Die nächsten Menüpunkte dienen der Nachverfolgung der Kundenaktionen, denn sie zeigen die Produktbewertungen und Tags, die zum jeweiligen Produkt eingestellt wurden.
Beim „Simple Product“ enden hiermit die Navigation und die Pflicht des Shopbetreibers, der sich dem nächsten Produkt zuwenden kann.

Bei einem T-Shirt xy, das es in den Größen S, M, L und XL und jeweils in rot und grün gibt, sind mehrere Schritte erforderlich. Zunächst wird das rote T-Shirt in S als „simple product“ angelegt. Dann muss mit dem roten T-Shirt in M das Gleiche erfolgen usw., bis 8 T-Shirts als „simple product“ angelegt sind. Keine Sorge, Magento bietet eine Funktion zum Duplizieren an, damit die Einrichtung des Shops nicht zur Schreibübung wird. Diese Produkte werden als nicht sichtbar angelegt, denn sichtbar im Katalog und für die Suche ist nur das übergeordnete Produkt– bei Magento „configurable product“ – das T-Shirt xy, dem alle 8 T-Shirts zugeordnet werden.

Das mag zwar für die Pflege etwas umständlich klingen. Der Benutzer wird aber dankbar sein, dass er nur ein T-Shirt in der Trefferliste findet, für das er dann erkennt, dass es in 4 Größen und 2 Farben verfügbar ist. Es gibt nämlich auch Shops, die ihre Artikelliste in diesem Fall mit 8 einzelnen Artikeln so aufblähen, dass der Überblick schnell verloren geht. Im Magento Demo-Shop gibt es allerdings bei dem roten und grünen T-Shirt noch ein kleines Problem, denn in der Randspalte, in der die T-Shirts nach Farben gruppiert werden, taucht weder die rote noch die grüne Variante auf. Ich bin aber sicher, dass dies nur ein Pflegefehler ist, denn für das Master T-Shirt lassen sich durchaus die Attribute Farbe1, Farbe2 usw. anlegen.

Natürlich kann die Liste der Produkte, die ja mit Sicherheit lang, länger, am längsten wird, durch Such- und Filterfunktionen verkleinert werden.


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Suchmaschinen-Ranking in Google und MSN

Gepostet in Suchmaschinen durch Marion Engel am 26 November, 2007

Nachdem der Vergleich des Suchmaschinen-Rankings von Google und Yahoo! dank Searchboth so interessant war, habe ich beschlossen, die 3 Tests nochmal mit Google und MSN durchzuführen. Also:

1. Test: Suchbegriffe “Online Marketing Rosenheim”

Die erste Treffer-Seite von MSN kann noch ganz gut mit der ersten Seite von Google mithalten. Die Mehrheit der Treffer bezieht sich tatsächlich auf Anbieter von Dienstleistungen zum Online-Marketing in und um Rosenheim. Ähnlich wie beim Vergleich mit Yahoo! komme ich aber auch hier wieder zur Erkenntnis, dass Google für das Suchmaschinen-Ranking inländische, d.h. deutschsprachige Seiten bevorzugt. Bei MSN sind 2 englischsprachige Treffer auf der ersten Seite enthalten. Bei den Anzeigen sind ebenfalls 2 (in diesem Fall alle) Anzeigen in englisch, während bei Google alle 9 Anzeigen in deutsch sind. MSN betrachtet die drei Suchbegriffe wie Yahoo! getrennt, so dass sich die MSN-Treffer ab Seite 2 immer weiter von der Intention meiner Suche entfernen. Neben dem Rosenheimer Hotel mit Online-Buchung werden mir Termine eines Rosenheimer Sportgeschäfts, die jetzt online sind, angeboten, und auch ovb-online, die elektronische Version der Heimatzeitung, ist natürlich prominent vertreten. Klar entfernt sich auch Google auf den Folgeseiten etwas von meiner Intention, aber das Stellengesuch eines Online-Marketing-Spezialisten eines Unternehmens mit Sitz in der Rosenheimer Str. oder die Rolle von *.ro-Domains im Online-Marketing zeigen mir doch, dass Google verstanden hat, dass ich die Begriffe “Online” und “Marketing” in einem engen Zusammenhang sehen möchte.

2. Test: Suchbegriffe “Typo3 Rosenheim”

Bei den Anzeigen ist erneut erkennbar, dass MSN die beiden Suchbegriffe trennt. Eine Anzeige bezieht sich zwar auf Typo3, aber aus Rosenheim werde ich sicher keine “US-based agency” beauftragen. Die anderen 3 Anzeigen bieten mir Hotelreservierungen in Rosenheim an… Bei Google stammen alle Anzeigen von Typo3-Agenturen. Dass die beiden Anzeigen mit dem Titel “Typo3 Rosenheim” nur auf den Positionen 3 und 7 stehen, zeigt, dass es bei den Anzeigen noch weitere Einflussfaktoren auf die Positionierung gibt.

Bei den nicht bezahlten Treffern schneidet MSN hier etwas besser ab als beim vorherigen Test. Dennoch kommen mir die Google-Ergebnisse ein wenig relevanter vor. Aber zu einem gewissen Grad ist es natürlich Ansichtssache, ob ein Impressum einer Seite, auf dem angegeben wird, dass sie mit Typo3 erstellt wurde, relevant ist oder nicht.

Abgesehen vom Ranking der Seiten durch die Suchmaschinen hat mich auch die Darstellung der Treffer interessiert. Bei Seiten, die das Meta-Tag “description” nicht benutzen, sind die Suchmaschinen natürlich sowohl frei als auch gezwungen, einen anderen Text für das Snippet zu verwenden. Beide Suchmaschinen bedienen sich dabei am Anfang der Seiten. MSN fängt gleich oben links an, während Google den Text aus der Hauptspalte verwendet hat. Findet MSN ein Description-Tag, wird dieses verwendet und sogar noch durch einen zusätzlichen Text-Schnipsel ergänzt.

3. Test: Suchbegriff “Doping”

Leider lässt sich dieser Test nicht genauso wie beim Google-Yahoo!-Vergleich durchführen, da searchboth.at eben nur diese beiden Suchmaschinen vergleicht, MSN aber nicht im Angebot hat. Aber nachträglich lässt sich die Suche über die US-Version von Searchboth auf deutsche Seiten begrenzen, auch wenn diese Option bei MSN ziemlich versteckt ist.

Wikipedia führt bei beiden Suchmaschinen das Ranking an. Auch der dritte Platz ist gleich, der vierte, neja, fast: MSN bietet dort dopinginfo.de, während Google dopinginfo.ch zeigt. Auch bei den weiteren Treffern gibt es bei beiden Suchmaschinen weitreichende Einigkeit. Auch auf den Folgeseiten fällt es mir schwer, die Ergebnisse der einen oder der anderen Suchmaschine als besser oder relevanter zu bezeichnen. Google fällt einmal pro Seite durch nicht deutschsprachige Treffer negativ auf, während MSN verwandte Suchbegriffe ausschließlich in Englisch anzeigt. In diesem “Match” würde ich ein klares Unentschieden vergeben.

Fazit

Wenn ich bedenke, dass ich - zugegeben zunächst per Zufall, dann aber aus Überzeugung- schon mit Google gesucht habe, als alle anderen noch auf Lycos, Fireball und Co geschworen haben, bin ich doch ein wenig stolz. Wie ich auch schon beim Google-Yahoo!-Vergleich geschrieben habe, erhebe ich mit diesen 3 Tests und den Beobachtungen daraus keinen Anspruch, repräsentativ für alle anderen Suchläufe sprechen zu können. Aber dennoch sehe ich einen klaren Qualitätsvorsprung bei Google, der sich ja auch in den Marktanteilen widerspiegelt. Aber jeder Vorsprung kann schmelzen und Positionen können sich schneller verändern, als manchem lieb ist.


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Piczo - Community für Teenager

Gepostet in Web 2.0 durch Marion Engel am 23 November, 2007

Was macht der Teenager, wenn er aus den Suchmaschinen für Kinder rausgewachsen, aber doch eine Plattform für seinesgleichen sucht? Logo, er meldet sich bei Piczo an und freut sich, dass die deutsche Version neben der Englischen schon aus dem Beta-Stadium heraus ist. Allerdings ist nicht alles, was nicht Beta ist auch gleichzeitig fehlerfrei. Denn die Einladung an deutschsprachige Benutzer auf der englischen Seite, doch auf die deutsche Seite zu wechseln, war mit einem fehlerhaften Link hinterlegt - jedenfalls bei meinen 2 Versuchen. Und auch andere Links von der deutschen Seite haben bei mir nicht funktioniert. Aber vielleicht geht es ja morgen wieder…

Über die Navigation ganz oben am Bildschirmrand kann man zwischen den Sprachversionen wechseln, während die Reiter bereits die zweite Navigationsmöglichkeit innerhalb der jeweiligen Sprachversion sind.

Piczo - Community für Teenager

Dass für Piczo noch ein heftiges Wachstum geplant ist, zeigen die Reiter mit den ???. Was wohl die nächsten Sprachen sein werden?

Aber schauen wir mal etwas genauer auf die Seiten - zugegebenermaßen allerdings mit den Augen einer “Web-Oma”. Allerdings fühle ich mich ein wenig in meine (oder die) Web-Jugend versetzt, wenn ich mir das Angebot an Countern und blinkenden Bildern ansehe, von denen wir jedenfalls im Business-Bereich entschieden abraten. Und je mehr ich mir die Seiten im Detail anschaue, desto erschreckter muss ich feststellen, wie sich die Jugend ohne Web von der heutigen Jugend mit Web (und einigem mehr) doch sehr stark unterscheidet. Und um nicht in den Ruf eines Moralapostels zu kommen, beschränke ich mich lieber auf die Fakten.

Die Teenager können eine eigene Homepage zusammenstellen und sich in allen Facetten präsentieren, so ausführlich sie es mögen. Natürlich können die Seiten auch bewertet werden. Dass die Optimierung in Bezug auf Ladezeit nicht an erster Stelle steht, erwarte wahrscheinlich auch nur ich, wenn ich mal wieder Business-Maßstäbe anlege. Viel wichtiger ist für die Teenager, in der Rangliste ganz oben zu erscheinen, weil dann die Chancen auf neue Besucher und Kontakte steigen, denn Kommunikation - nicht nur mit den schon bekannten Freuden - ist ganz wichtig. Dass Piczo auch Videos im Angebot hat, versteht sich fast von selbst.

Die Anbieter legen Wert auf Sicherheit und Seriosität, haben eine Informationsseite für Eltern erstellt, Mailadressen zum Melden von Missbrauch eingerichtet und verlangen ein Mindestalter von 13 Jahren. Mehr können sie nicht tun, denn wenn sich ein Benutzer als älter ausgibt, lässt sich das nicht gleich erkennen.

Auch wenn Piczo andere Web-Regeln verwendet als die Business-Welt, bietet es natürlich für Unternehmen, deren Zielgruppe die Teenager sind, die ideale Plattform für Werbung, ob es nun darum geht, das Taschengeld in die gewünschten Bahnen zu lenken oder den Einfluss der Jugendlichen auf die Kaufentscheidungen der Eltern zu nutzen. So hat die Community mehrere Zielgruppen und Nutznießer. Warten wir mal ab, was aus den ??? wird und wie sich die Plattform insgesamt entwickelt.


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


In Google und Yahoo! gleichzeitig suchen

Gepostet in Suchmaschinen, Google durch Marion Engel am 21 November, 2007

Sie können sich nicht entscheiden, ob Sie lieber in Google oder lieben in Yahoo! suchen? Kein Problem, mit Searchboth geht beides. Der Bildschirm wird ein zwei Hälften geteilt und zeigt die Treffer der beiden Suchmaschinen nebeneinander an.

Google und Yahoo! in Searchboth

Die Anzeige der Links aus der Ergebnisliste ist natürlich auch auf den halben Bildschirm begrenzt – wohl dem, der seine wichtigsten Inhalte links ausgerichtet hat ;-)

Eigentlich wollte ich ja diese Kombi-Suchmaschine näher vorstellen, aber der direkte Vergleich von Google und Yahoo! hat mich für’s erste dann doch mehr fasziniert, so dass ich einige Test-Suchläufe gestartet habe, von denen ich hier berichten möchte.

1. Test
Meine erste Testsuche umfasste die Begriffe „Online Marketing Rosenheim“. Ich tue also so, als würde ich einen Dienstleister für Online Marketing in Rosenheim suchen. Die Ergebnisse beider Suchmaschinen weichen stark voneinander ab. Google scheint sich mehr auf die Nähe der Wörter in den Treffern zu stützen, während Yahoo die Suchbegriffe einzeln betrachtet und keinen Zusammenhang zwischen ihnen sieht. Alle Treffer auf der ersten Seite bei Google enthalten tatsächlich Online-Marketing oder Onlinemarketing. Bei Yahoo! gilt dies nur für 3 Seiten. Alle anderen Yahoo!-Treffer haben an prominenter Stelle „Rosenheim“ stehen – je häufiger, desto besser die Position - und dann wahlweise Marketing oder Online, allerdings in ganz anderen Zusammenhängen, z.B. in „Stadtmarketingprozesses“ oder „Rathaus-Online“. Dieses Muster setzt sich auch auf den Folgeseiten fort. Interessant ist auch, dass Google nur deutschsprachige Treffer liefert, während bei Yahoo auf der 2. Trefferseite bereits 6 englischsprachige Seiten angeboten werden. Das kurioseste Beispiel daraus ist die englische Seite des ZDF mit der Beschreibung der „Rosenheim Cops“, knapp gefolgt von einer anderen Seite, auf der ein David Rosenheim erwähnt wird…
Auch bei den bezahlten Einträgen kann ich bei Yahoo auf den ersten Blick keinen Zusammenhang mit meinen Suchbegriffen erkennen, denn nur eine der 3 Anzeigen enthält im Text den Begriff „Marketing“. Alle Anzeigen sind englisch, d.h. die regionale Eingrenzung auf Rosenheim geht völlig verloren, so dass die Inserenten zwar für meinen Klick zahlen, mich aber sicher nicht als Kunden gewinnen werden. Und das einerseits, weil sie eben weder Online-Marketing anbieten, noch in Rosenheim tätig sind und andererseits, weil es sich – jedenfalls dem ersten Eindruck beim Öffnen nach – um eher unseriöse Angebote im Netzwerk-Marketing nach dem Motto „Nichts tun und reich werden“ handelt.

Eine gewisse „Verwirrung“ auf Seiten der Suchmaschinen mag ich durchaus akzeptieren, denn Online und Marketing sind ja keine rein ur-deutschen Begriffe. Also habe ich weiter getestet.

2. Test
Hier lauteten die Suchbegriffe „Typo3 Rosenheim“. Uns von TechDivision freut natürlich bei Yahoo!, dass wir nicht nur mit unserer Firmenseite zweimal ganz vorne auftauchen, sondern auch als Typo3-Experten auf zwei anderen Seiten noch zweimal auf der ersten Seite zu finden sind. Aber das nur am Rande.
Mit den Google-Ergebnissen bin ich wiederum zufrieden, denn sie liefern mir im Großen und Ganzen eine recht brauchbare Branchenübersicht über TYPO3-Anbieter in Rosenheim. Bei diesem Begriffspaar ist auch das Yahoo!-Ergebnis wesentlich besser als bei meinem ersten Test, d.h. auch hier ist der Anteil der Treffer „à la Gelbe Seiten“ ist wesentlich höher. Verwundert haben mich einige wenige englische Snippets, die aber letztendlich doch zu deutschen Seiten gehören. Aber mein Eindruck, dass für Yahoo! die Nähe der Suchbegriffe zueinander ohne Bedeutung ist, erhärtet sich auch hier.

3. Test
Nachdem ja bekanntlich aller guten Dinge drei sind, habe ich einen dritten Test einen rot-weiß-roten Vergleich von Google Österreich und Yahoo! Österreich unternommen (da es einen Vergleich auf deutscher Ebene nicht gibt) und den generischen Begriff „Doping“ verwendet. In beiden Suchmaschinen steht der Wikipedia-Artikel an erster Stelle (bei Google nur noch von einem News-Ergebnis überholt), allerdings mit so unterschiedlichen Snippets, dass ich wirklich erst die Seite öffnen musste, um mich von der Gleichheit zu überzeugen.
Von den 11 Treffern auf Seite 1 bietet Google Österreich wenigstens 6 Treffer mit *.at-Domains, während Yahoo! Österreich fest in deutscher Hand ist. Erst auf Position 13 der 2. Seite erscheint bei Yahoo! Österreich der erste Treffer mit einer *.at-Domain, und das bleibt auch der einzige auf den ersten 3 Treffer-Seiten. Bei Google Österreich hingegen überwiegen auch auf den Seiten 2 und 3 die inländischen Domains. (Bei beiden Suchmaschinen ist übrigens die Option „Suche im Web“ ausgewählt.) Merkwürdigerweise streut Google allerdings immer wieder fremdsprachliche Wikipedia-Artikel ein. Das geht auf Position 11 (durch den News-Treffer noch auf Seite 1) mit dem finnischen Beitrag los, und wird auf den Folgeseiten durch die italienische und dänische Version ergänzt. Vermutlich will Google nicht darauf anspielen, dass finnisch so unverständlich ist wie manche österreichische Dialekte…
Als einzige weitere Gemeinsamkeit habe ich eine deutsche Seite gefunden, die in beiden Suchmaschinen fast an gleicher Stelle (6 bzw.7) steht.
Bei Yahoo! liegt der Schwerpunkt der Quellen im Medienbereich, die bei Google zwar auch vorkommen, aber – mit mehr *.at-Domains – stärker durch Seiten aus anderen Quellen ergänzt werden.

Verwandte Suchbegriffe werden nur in Google vorgeschlagen und das Anzeigenaufkommen ist in Google ebenfalls höher als in Yahoo!.

Fazit
Diese drei Tests sind natürlich nicht repräsentativ, und sicher gäbe es noch viel mehr Details zu untersuchen, um zu einem wasserdichten Fazit zu gelangen. Wenn ich Zeit habe, werde ich das Thema sicher noch mal aufgreifen und auch weitere Suchmaschinen-Paare vergleichen. Mein derzeitiger Eindruck aus dem Bauch ist: Die Suchergebnisse von Google sind enger gefasst und gehen mehr in die Tiefe, während die Ergebnisse von Yahoo! eher in die Breite gehen und mehr an der Oberfläche bleiben. Da unter Umständen unterschiedliche Beweggründe hinter gleichen Suchbegriffen stecken können, will ich nicht von besser oder schlechter sprechen. Frei nach dem Motto: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ möge sich jeder die Suchmaschine seiner Wahl aussuchen.


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Google-Abstrafungen - Es geht weiter

Gepostet in SEO durch Josef Willkommer am 20 November, 2007

Nachdem in den letzten Woche ja ein regelrechtes Hauen und Stechen stattgefunden hat und pagerankmäßig fast kein Stein auf dem anderen geblieben ist, geht das Reinemachen anscheinend in die zweite Runde. Beim morgendlichen Stöbern in meinen RSS-Feeds sind mir gleich mehrere Beiträge zum Thema “PageRank 0″ aufgefallen.

Hierbei handelt es sich um SEO-Blogs, die mittlerweile am Boden der Tatsachen - sprich bei einem weißen PR-Balken angekommen sind. Neben AWM Resource und Sterephone hat es auch den Seoblitz erwischt. Kopf hoch, Jungs - PR ist nicht alles :-) Würde mich aber nicht wundern, wenn hier noch das eine oder andere Blog dazu kommt…

Google als Wächter des “sauberen” Webs und Beschützer der “ehrlichen” Webmaster. Ich weiß echt nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll!


Diese Artikel dürften Sie auch interessieren


Next Page »